Wort der Weisheit

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Die Offenbarung, die Joseph Smith am 27. Februar 1833 empfing und die den offenbarten Rat Gottes in bezug auf die menschliche Gesundheit enthält, beginnt mit den Worten: „Ein Wort der Weisheit zum Nutzen ... der Kirche” (LuB 89:1) und ist daher allgemein als „Wort der Weisheit” bekannt. Dieses offenbarte Gesundheitsgesetz befasst sich hauptsächlich mit Essgewohnheiten und enthält Anweisungen und Verbote. Die Anweisungen betreffen den Konsum von Fleisch und Körnerfrucht für Mensch und Tier, die Verbote bestimmte schädliche Genussmittel (LuB 89).

Das Wort der Weisheit verbietet den Genuss von Tabak, starkem Getränk und heißem Getränk. Mit dem Ausdruck „starkes Getränk” sind alkoholische Getränke gemeint, und gemäß der Aussage des Propheten Joseph Smith bezieht sich der Ausdruck „heißes Getränk” auf Tee und Kaffee.

Enthaltsamkeit bei Tee, Kaffee, Tabak und Alkohol ist für die Kirche der Maßstab, mit dem die persönliche Würdigkeit eines Mitglieds gemessen werden kann. Bevor ein Mitglied der Kirche einen Tempelschein bekommt, ein Mann zur Ordinierung im Priestertum oder ein Mann oder eine Frau für ein Amt vorgeschlagen wird, wird das Mitglied befragt, ob es Tee, Kaffee, Tabak und Alkohol meidet. Dieser Maßstab muss einheitlich in der ganzen Kirche angelegt werden, und ein örtlicher Beamter hat kein Recht, dieser Liste andere Genussmittel hinzuzufügen. Es gibt natürlich noch weitere Genussmittel, die für den menschlichen Körper schädlich sind, die jedoch im Wort der Weisheit nicht ausdrücklich untersagt worden sind. Selbstverständlich verletzen Cola-Getränke den Sinn des Wortes der Weisheit, selbst wenn sie darin nicht ausdrücklich angeführt werden. Schädliche Drogen fallen natürlich auch in diese Rubrik.

Manchmal machen labile Menschen dieses Gesundheitsgesetz zu einer Art persönlichem Hobby. Es muss hier klargestellt werden, dass das Wort der Weisheit nicht das Evangelium und das Evangelium nicht das Wort der Weisheit ist. Paulus schreibt: „Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, es ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist” ( Römer 14:17).

Abschnitt 89 verbietet zum Beispiel nicht die Verwendung von Weißbrot, gebleichtem weißem Mehl, raffiniertem weißem Zucker, Kakao, Schokolade, Eiern, Milch, Fleisch oder anderen Nahrungsmitteln, außer Tee, Kaffee, Tabak und Alkohol. Ausdrücklich heißt es in der Schrift, wer „den Verzicht auf bestimmte Speisen” fordert (1. Timotheus 4:3), ist nicht von Gott. Paulus schreibt: „Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Dank genossen wird” (1. Timotheus 4:4). Wenn einem Menschen ein besonderes Nahrungsmittel nicht bekommt, dann soll er es nicht zu sich nehmen, aber deswegen nicht auf das Gesundheitsgesetz pochen.

In Wirklichkeit ist das Wort der Weisheit natürlich nur ein kleiner Teil der offenbarten Wahrheit in bezug auf die Gesundheit des Menschen und auf gesundes Essen und Trinken. Bereits mehrere Monate bevor der Herr das Wort der Weisheit offenbarte, hatte er die Heiligen der Letzten Tage ermahnt: „Wahrlich, ich sage: Wenn ihr das tut [fastet und betet und mit fröhlichem Herzen dankbar seid], so gehört euch die Fülle der Erde, die Tiere des Feldes und die Vögel in der Luft und das, was auf die Bäume klettert und was auf der Erde läuft, ja, und das Kraut und alles Gute, was aus der Erde kommt, sei es zur Nahrung oder zur Kleidung oder für Häuser oder Scheunen oder Obstgärten oder Gärten oder Weingärten; ja, alles, was zu seiner Zeit aus der Erde kommt, ist zum Nutzen und für den Gebrauch des Menschen geschaffen, dass es sowohl das Auge erfreue als auch das Herz beglücke, ja, zur Nahrung und zur Kleidung, zum Schmecken und zum Riechen, zur Stärkung des Leibes und zur Belebung der Seele. Und es gefällt Gott, dass er dies alles dem Menschen gegeben hat; denn es ist zu dem Zweck geschaffen worden, dass es gebraucht werde, mit Urteilsvermögen, nicht im Übermaß, auch nicht, indem man es gewaltsam abnötigt” (LuB 59:16-20).

Ursprünglich war das Wort der Weisheit kein Gebot, aber heute ist es ein Gebot der Kirche. Präsident Joseph F. Smith sagt: „Haltet das Wort der Weisheit. Es wurde uns nicht als Gebot gegeben, aber Präsident Brigham Young machte es für die Heiligen zum Gebot” (Gospel Doctrine, 5. Aufl. S. 365). Joseph Smith traf folgende Entscheidung: „Kein offizielles Mitglied der Kirche ist würdig, ein Amt in der Kirche innezuhaben, wenn es das Wort der Weisheit nicht befolgt, nachdem es hinreichend darüber belehrt worden ist” (Teachings, S. 117).

Gehorsam diesem göttlichen Gesetz gegenüber bringt viele zeitliche und geistliche Segnungen. Körperliches Wohlbefinden und zunehmender Wohlstand sind zeitliche Vorteile. In geistlicher Hinsicht werden diejenigen, die das Gebot halten, „Weisheit und große Schätze der Erkenntnis finden, ja , verborgene Schätze.” (LuB 89:19). Mit anderen Worten: Die Heiligen der Letzten Tage werden den Heiligen Geist zum ständigen Begleiter haben und geistige Segnungen empfangen, wenn sie das Gesundheitsgesetz halten und dadurch rein werden, und wenn sie in ihrem Wandel den Geboten gehorchen.” (LuB 89:18)

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verwendete Quellen

Mormon Doctrine von Bruce McConkie

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