Wie Mormonen Jesus Christus sehen
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Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage manchmal auch irrtümlich Mormonenkirche genannt, verehren Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser. Mormonen glauben, dass alle Dinge, die erschaffen wurden, durch und von Jesus Christus erschaffen wurden und das Sein Name der einzige ist, durch den wir errettet werden können. Heilige der Letzten Tage glauben, dass Er der einzig gezeugte Sohn Gottes im Fleisch ist, dass er von einer Jungfrau, Maria, in Bethlehem geboren wurde und das Er in Gethsemani litt und gekreuzigt wurde, wobei er die Sünden aller Menschen auf sich nahm, sofern sie nur an ihn glauben und umkehren. Mormonen glauben, dass Christus der erste war der auferstanden ist und die Auferstehung aller Lebewesen garantiert, ein freies Geschenk an uns.
Tatsächlich unterscheidet sich der Glaube der Mormonen und der der meisten anderen christlichen Sekten, sogar dem des traditionellen Christentums nur in zwei wichtigen Punkten — ob Jesus Christus ein erschaffenes Wesen ist und ob, um sich Christ nennen zu können es notwendig ist, an die Trinität zu glauben, nämlich dass Gott Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist aus einer Substanz sind und dass Gott körperlos ist.
Wir wissen nicht, wie lange das Universum schon existiert. Vielleicht Milliarden von Jahren, vielleicht länger, vielleicht hat es schon immer irgendwie existiert, doch gemäß mormonischer Lehre sind wie ewige Wesen. Wir existierten zuerst als Intelligenzen, dann organisierte Gott der Vater unsere Geister. Wir lebten mit ihm als seine Kinder in der vorirdischen Geisterwelt für eine unbekannte und wahrscheinlich sehr lange Zeit. Mormonen nennen das ihren „ersten Stand”. Als Gottes Geistkinder hatten wir unsere Entscheidungsfreiheit, Gutes oder Schlechtes zu wählen. Gott offenbarte uns seinen Plan der Erlösung. Er wünschte, dass wir mehr wie er werden. Sein Plan ist ewiger Fortschritt, und wird deshalb oft auch Plan des Fortschritts genannt oder Gottes Plan des Glücklichseins.
Gemäß der Lehre der Mormonen ist Jesus Christus intelligenter als alle anderen von uns zusammen. Er war der Erste, den der Himmlische Vater als sein geistiges Kind erschaffen hat, doch war und ist er ewig — Er hat schon immer existiert. Der Himmlische Vater erschuf den Geist Christi wahrscheinlich Äonen vor der Erschaffung anderer, denn durch Ihn sind alle Welten erschaffen worden.
In der vorirdischen Geisterwelt bot Jesus Christus sich an, unser Erlöser zu werden, so wie unser Schöpfer. Der Plan der Erlösung erforderte, dass es eine Zeit der Prüfung geben würde und dass wir einen sterblichen Körper auf uns nehmen würden, durch den wir getestet werden können. Die Sterblichkeit würde eine Zeit des Lernen werden, eine Zeit der Prüfung, aber auch eine Zeit, um mit anderen Menschen ewigen Familienbanden mit unendlichen Möglichkeiten zu knüpfen. Gott wusste, dass wir die Anforderungen für die Rückkehr zu ihm nicht erfüllen würden, denn nichts Unreines kann dort wohnen. Er wusste, dass wir sündigen würden und er wusste, dass Adam und Eva fallen würden. Um den Fall zu überwinden, würde er uns das Geschenk der Auferstehung und Unsterblichkeit bringen, und um uns von unseren Sünden zu erlösen, würde Christus sich im Fleisch als Lösegeld selbst anbieten. Er würde den Zorn Gottes erleiden für unsere Sünden, wenn wir nur umkehren und an ihn glauben würden.
Gemäß dem Glauben der Mormonen und ihren Schriften und auch gemäß neuzeitlicher Offenbarung gab es noch einen in der Geisterwelt der Prä-Existenz, der sich anbot, der Abgesandte des Vaters zu sein. Sein Name ist Luzifer, und er war ein machtvolller charismatischer Geist, dessen Stolz trotzdem seine Intelligenz übertraf. Er trat vor und bot einen Plan an, in dem nicht eine Seele verloren gehen würde, doch begehrte er die Ehre des Vaters. Er rebellierte absichtlich gegen Gott. Sein Plan, keine Seele zu verlieren wird entweder Gewalt mit sich bringen oder uns den Himmel so offensichtlich vor Augen führen, dass kein Glaube mehr nötig ist -- kein Test, kein Fehler, kein Aufwand, kein Fortschritt. Dies würde die in Gottes Plan so zentrale Kraft zerstört haben, und auch Gottes ganzer Plan den göttlichen Funken in uns zu bilden. Luzifer wurde rausgeworfen mit seinen Engeln — 1/3 der himmlischen Heerscharen. Er wurde der Teufel und seine Gefolgsleute, die auf dieser Erde Opposition bieten. Opposition ist schwierig, doch ist sie notwendig um die Eigenverantwortlichkeit zu üben.
Es gibt einige die sagen, Mormonen glauben, dass Jesus und Satan Brüder sind Aus den obigen Informationen über die Lehre der Mormonen ist ersichtlich, dass wir alle Geistkinder Gottes sind, und spirituell sind wir alle verwandt. Das Formulieren eines Slogans das die Mormonenreligion nicht nur erniedrigt, sondern auch verunglimpft, ist hinterhältig.
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Die Gottheit
Der erste Glaubensartikel der HLT-Kirche lautet: „Wir glauben an Gott, den Ewigen Vater, und an seinen Sohn, Jesus Christus, und an den Heiligen Geist.”
- „Heilige der Letzten Tage lehnen die Lehren der Trinität ab, wie sie von den meisten christlichen Kirchen gelehrt werden. Diese Glaubensartikel wurden im vierten und fünften Jahrhundert n. Chr. kanonisiert und spiegeln nicht die Gedanken oder den Glauben des Neuen Testaments wider.“ [1]
Dieses sind die einführenden Sätze eines Artikels von Dr. Daniel Peterson und Str. Stephen Ricks geschrieben bezüglich des ersten Jahrhunderts der Christenheit und der biblischen Sicht von Gott, Jesus Christus und dem Heiligen Geist. Mormonen nennen Jesus Christus Jehova, den Gott des Alten Testaments.“ Wenn Gott im Alten Testament spricht, ist es meistens die Stimme des noch nicht geborenen Christus. Mormonen glauben das Gott einer ist, was im Gegensatz zu dem heidnischen Glauben an viele Götter steht, von denen jeder eine andere Aufgabe hat und die oft miteinander konkurrieren. Sogar das Judentum hat Raum für „ruach hakodesh”, den heiligen Geist, und der jüdische Mystizismus kennt sogar „metatron”, den Vollstrecker von Gottes Willen sozusagen. Die Mormonen sehen drei verschiedene Wesen in der Taufe von Jesus durch Johannes den Täufer, als der Hl. Geist als Taube herabkam, die Stimme Gottes aus dem Himmel zu hören und Christus im Wasser war; auch bei der Kreuzigung, als der sterbende Christus Seinen Vater im vertrauten „abba” (Papa) ansprach, und in der Vision von Stephanus, der den Märtyrertod starb. Jesus Christus sprach oft von Seinem Vater und betete zu ihm.
Der Begriff „christlich“ scheint zuerst von den Anhängern Christi in Antiochia (Apostelgeschichte 11:26) verwendet worden zu sein. Das Wort wurde wahrscheinlich von Nicht-Christen entwickelt. Die Idee einer Dreieinigkeit - drei Wesen von einer Substanz - über Jahrhunderte herausgebildet, wurde nicht bis zu den Konzilien der Bischöfe formuliert. Die Vorstellung war nie einhellig unter den Anhängern Christi oder unter den Führern der Orthodoxie.
- Diese Bekenntnisse — von denen das bekannteste das Bekenntnis von Nicäa ist — wurden größtenteils im vierten und fünften Jahrhundert n. Chr. kanonisiert, nach Jahrhunderten der Debatte über die Natur der Gottheit. Dementsprechend ist es höchst fragwürdig, ob diese Bekenntnisse das Denken oder den Glauben der neutestamentlichen Kirche widerspiegeln. ‚Die genaue theologische Definition der Lehre der Dreifaltigkeit’ bemerkte J. R. Dummelow, ‚war das Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses, der bis zum Ende des fünften Jahrhunderts, oder vielleicht noch später, noch nicht vollendet war.’[1] Bill Forrest äußerte sich dazu wie folgt: „Darauf zu beharren, dass ein Glaube an die Trinität erforderlich ist, um Christ zu sein, bedeutet einzugestehen, dass Jahrhunderte lang bis das Neue Testament fertiggestellt wurde, Tausende von Nachfolgern Christi keine wirklichen Christen waren.”
Können wir wie Gott werden?
Die Vorstellung, das wir wir Gott werden können, ist tatsächlich das, was Gott für uns beabsichtigt. Man nennt es Theosis Es ist keine neue Vorstelllung, sondern es ist in der Bibel zu finden und unter den meisten frühchristlichen Kirchenführern und auch unter heutigen Theologen. (Diese Vorstellung wird in vielen christlichen Sekten von Zeit zu Zeit immer wieder aktuell.
- „Selbst ein flüchtiger Blick in das frühchristliche Gedankengut offenbart, dass die Vorstellung, man könnte wie Gott werden — im Griechischen bekannt als Theosis oder Theopoiesis kann nahezu überall im Neuen Testament in allen Schriften der ersten vier Jahrhunderte gefunden werden. Kirchenmitglieder nehmen solche Schriftstellen sehr ernst wie z. B. (Psalm 82:6), (Johannes 10:33–36) und (Philipper 2:5–6), wo eine Mehrzahl von Göttern und die Vorstellung, wie Gott zu werden, erwähnt werden.”
- Die Vorstellung der Theosis ist charakteristisch für die Kirchenväter Irenäus (2. Jahrundert n. Chr.), Clemens von Alexandria (3. Jahrundert n. Chr.) und Athanasius (4. Jahrhundert n. Chr.)”
„Obwohl die Vorstellung der Vergöttlichung des Menschen in der westlichen Kirche im Mittelalter verschwand, verblieb sie im östlichen Orthodxen Glauben, solche wie die christlichen Sekten wie Griechisch Orthodox oder Russisch Orthodox, sehr lebendig.” [2] Jaroslav Pelikan bemerkt: „Die Hauptvorstellung von St. Maximuns war wie bei jeder östlichen Theologie die Vorstellung der Vergöttlichung.” [3]
Die Vorstellung der „Theosis” zeigt, dass Gott seine Kinder liebt. Uns wurde versprochen, dass wir Miterben Christi werden können. Wieviel mehr kann Gott uns geben? Das schmälert Christus in keinster Weise. Er bleibt unser Schöpfer und Erlöser. „Der Ausdruck „der einzig gezeugte Sohn“ kommt mit sienen Varianten wenigstens zehn mal im Buch Momon vor und 19 mal in der Köstlichen Perle. Basis der HLT-Theologie ist die Einzigartigkeit Jesu Christi als einziggezeugter Sohn im Fleisch.”
Das Buch Mormon als ein zweiter Zeuge für Jesus Christus
Siehe Das Buch Mormon: Ein weiterer Zeuge für Jesus Christus
Der Bericht des Buch Mormons beginnt 600 v. Chr.und am Anfang haben Propheten Visionen über das Kommen Christi — Seine Geburt, sein Tod und seine Auferstehung. Von da an sagen die Propheten in Amerika, die einen Zeig der Israeliten leiten, das Kommen Christi voraus und lehren auch von seiner erlösenden Gnade.
Der Pophet Nephi sagt:
- „Und du hast in deiner Jugend seine Herrlichkeit geschaut; darum bist du gesegnet, selbst so wie diejenigen, denen er im Fleische dienen wird; denn der Geist ist derselbe gestern, heute und immerdar. Und der Weg ist seit dem Fall des Menschen bereitet, und die Errettung ist eine freie Gabe.” (2. Nephi 2:4).
- „Darum, meine geliebten Brüder, versöhnt euch mit dem Willen Gottes und nicht dem Willen des Teufels und des Fleisches; und nachdem ihr mit Gott versöhnt seid, denkt daran, daß es nur in der Gnade Gottes ist und durch sie, daß ihr errettet werdet.” (2. Nephi 10:24).
- „Und wir reden von Christus, wir freuen uns über Christus, wir predigen von Christus, wir prophezeien von Christus, und wir schreiben gemäß unseren Prophezeiungen, damit unsere Kinder wissen mögen, von welcher Quelle sie Vergebung ihrer Sünden erhoffen können.” (2. Nephi 25:26).
Die Propheten des Buch Mormon prophezeiten die Zeichen der Geburt Christi und die Zeichen seines Todes. Nach seinem Tod und seiner Auferstehung besuchte Christus diese Völker und lehrte sie und organisierte Seine Kirche, wie Er es im Heiligen Land getan hat. Weil sie rechtschaffener waren als die Juden in Israel, konnte Christus viele Wunder unter diesen „anderen Schafen” bewirkten, und der Bericht seines Besuchs ist wunderbar zu lesen.
- „Und als er diese Worte gesagt hatte, weinte er, und die Menge gab davon Zeugnis, und er nahm ihre kleinen Kinder, eines nach dem anderen, und segnete sie und betete für sie zum Vater. Und als er dies getan hatte, weinte er abermals; und er redete zur Menge und sprach zu ihnen: Seht eure Kleinen. Und als sie schauten, um zu sehen, ließen sie die Augen zum Himmel schweifen, und sie sahen die Himmel sich öffnen, und sie sahen Engel aus dem Himmel herabkommen, gleichsam inmitten von Feuer; und sie kamen herab und umschlossen die Kleinen ringsum, und diese waren ringsum von Feuer umschlossen; und die Engel dienten ihnen.” (3. Nephi 17:21-24).
- „Und es begab sich: Er lehrte die Kinder der Menge, von der gesprochen worden ist, und diente ihnen; und er löste ihnen die Zunge, und sie sprachen zu ihren Vätern Großes und Wunderbares, ja, sogar Größeres, als er dem Volk offenbart hatte; und er löste ihnen die Zunge, so daß sie reden konnten.” (3. Nephi 26:14).
Jesus bezeugte diesem Volk Seine Geburt, seinen Tod und seine Auferstehung. Daher ist das Buch Mormon ein zweiter Zeuge für Jesus Christus.
Mehr Informationen über den Dienst von Jesus Christus
Prophet Joseph F. Smith hatte eine Vision über die Geisterwelt, wohin sich die Geister von Männern und Frauen nach dem Tod begeben, und auf die Auferstehung und das Gericht zu warten. Er sah den Dienst Christi unter ihnen während der drei Tage, als der Leib Christi im Grab lag. Diese Offenbarung ist ein großartiges Geschenk, um das Verständnis für hingebungsvolle Christen überall zu erweitern, die es eifrig lesen sollten. (Um diese Offenbarung zu lesen, klicke hier.)
Fußnoten
- ↑ Cited by Bill Forrest, “Are Mormons Christians?” Mormon Miscellaneous Response Series (Salt Lake City: Mormon Miscellaneous, n.d.).
- ↑ Siehe G. I. Mantzarides, The Deification of Man: Saint Gregory Palamas and Orthodox Tradition, trans. Liadain Sherrard (Crestwood, N.Y.: St. Vladimir’s Seminary Press, 1984)
- ↑ The Spirit of Eastern Christendom, p. 10.