Von königlichem Geblüt

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Dieser Artikel ist das Ergebnis einer überarbeiteten Ansprache, die bei der Jugendkonferenz der Lamaniten am 24. April 1971 in Salt Lake City gehalten worden ist. Peter MacDonald, Vorsitzender des Stammesrats der Navajos, war auch einer der Sprecher der Konferenz. Am Anfang wird auf ihn Bezug genommen. Diese Ansprache wurde von Spencer W. Kimball gehalten und 1971 veröffentliccht.


Es hat mich gefreut, Mr. MacDonald sagen zu hören, daß er ein ’’Lamanite’’ sei. Wir wußten es schon immer, aber uns war nicht bekannt, daß er es wußte. Und vielleicht zu seinem besonderen Nutzen möchten wir sagen, daß viele, viele von uns Lamaniten sind, wozu die Indianer und die Mischungen zwischen Indianern und andern Rassen gehören. Sogar ich selbst wurde in einige der Indianerstämme aufgenommen und erhielt indianische Namen. Voll Stolz erzähle ich den Leuten, die in mein Büro kommen, daß ein Lamanite ein Nachkomme des Lehi ist, der 700 Jahre vor Christi Geburt mit seiner Familie Jerusalem verlassen, die große Tiefe überquert hat und in Amerika gelandet ist. Und Lehi und seine Familie wurden die Vorfahren aller Indianer- und Mischlingsstämme in Nord-, Süd- und Mittelamerika und auf den Inseln des Meeres; denn in der Mitte ihrer Geschichte gab es einige, die Amerika auf selbstgebauten Schiffen verließen und zu den Inseln des Meeres fuhren.

Ehe Joseph Smith Offenbarungen erhielt und das Buch Mormon übersetzte, wußte niemand etwas von diesen Wanderungen. Es war vorher nicht bekannt, aber jetzt ist die Frage voll beantwortet. Jetzt gibt es etwa 60 Millionen Indianer- sie sind in allen Staaten Amerikas von Tierra del Fuego bis nach Point Barrows, und sie sind auf fast allen Inseln des Meeres, von Hawaii bis südlichen Neuseeland. Wegen dieser Offenbarungen und dieses bedeutenden Buches, des Buches Mormon ihrer Geschichte, die auf goldene Platten geschrieben und in dem Hügel aufbewahrt wurde, ist die Kirche an allen Lamaniten sehr interessiert. Die Übersetzung durch den Propheten Joseph Smith offenbarte eine fortlaufende Geschichte über einen Zeitraum von 1 000 Jahren 600 Jahre v. Chr. bis 400 Jahre n. Chr., die Geschichte dieses großen Volkes, das dieses Land in den 1.000 Jahren bewohnt hatte. In den nächsten 1.400 Jahren verloren sie dann viel von ihrer Kultur. Die Nachkommen dieses mächtigen Volkes wurden von Kolumbus Indianer genannt, als er sie 1492 dort entdeckte.

Die Bezeichnung Lamanite schließt alle Indianer und Indianermischlinge wie Polynesier, Guatemalteken, Peruaner mit ein, ebenso den Stamm der Sioux, Apachen, Mohawks, Navajos und andere. Es ist eine große Gruppe wertvoller Menschen.

Die Kirche hatte schon immer großes Interesse an dem indianischen Volk und an allen Lamaniten. Schon 1845 wurde eine Bekanntmachung von der Kirche herausgegeben; ein Teil davon lautet: „Von den Söhnen und Töchtern Zions wird bald verlangt werden, einen Teil ihrer Zeit dafür zu widmen, die Kinder des Waldes (Indianer) zu belehren; denn sie müssen in allen Künsten der Zivilisation ausgebildet und belehrt werden, ebenso im Evangelium. Sie müssen gekleidet, ernährt und_in allen Grundsätzen von Tugend, Anstand ..., Sitten, Kleidung, Musik und allem andern belehrt werden, wo man bei ihnen ihrem Wesen nach etwas erwarten kann, damit sie als Söhne und Töchter des königlichen Hauses Israel und Joseph verfeinert, geläutert, erhoben und verherrlicht werden, ja, damit sie sich auf das Kommen des Bräutigams vorbereiten” (Parley P. Pratt).

Das ist der Grund, warum wir über den humanistischen Grundsatz hinaus an ihnen interessiert sind.

Vor etwa 1.500 Jahren sagte der Prophet Mormon: „Und ich bete für meine Brüder, daß sie noch einmal zur Erkenntnis Gottes kommen mögen” (Worte Mormons 8). Zu der Zeit hatten sie schon die wahre Religion verloren und die Erlösung durch Christus vergessen. Sie müssen wieder zu Gott zurückkehren, damit sie einmal wieder ein Volk werden, woran man Freude haben kann.

Wir sind ihren Vätern und Gott zu Dank verpflichtet, daß wir uns derart großen Segnungen durch die Erfüllung dieser Prophezeiungen erfreuen können. Die alten Propheten des Buches Mormon, die in den vergangenen Jahrhunderten gelebt — wozu auch die lamanitischen gehört haben —, sie haben voll Besorgnis auf ihre Kinder geblickt; und bei Tag und bei Nacht haben sie im Gebet Fürsprache für die Erlösung ihrer Nachkommen eingelegt. Als Antwort auf die Gebete dieser langen Reihe von Propheten und Chronisten für die Lamaniten wurde 1820 das ewige Evangelium auf der Erde wiederhergestellt.

Die Propheten der Jetztzeit sind immer um sie besorgt gewesen. Moroni war der letzte seines Volkes, der Nephiten — der letzte Nephite auf diesem Kontinent; denn alle andern von seinem Volk waren getötet worden. Er schrieb folgendes, bevor er die Urkunden in dem Hügel versteckte: „Ich schreibe noch etwas, damit es vielleicht nach dem Willen des Herrn meinen Brüdern, den Lamaniten, in künftiger Zeit von Wert sein möge” (Moroni 1:4).

Eine der Offenbarungen aus unsern Tagen, welche die Lamaniten betrifft, lautet: „Und siehe, der ganze übrige Inhalt dieses Werkes enthält alle jene Teile meines Evangeliums, die nach den Wünschen und Gebeten meiner heiligen Propheten und auch meiner Jünger für dieses Volk hervorgebracht werden sollen” (LuB 10:46). Vielleicht bezieht sich dies auf den Teil des Buches Mormon, der noch nie übersetzt worden ist, was aber zu einem späteren Zeitpunkt geschehen wird. Was mich hieran beeindruckt, ist, daß alle ihre Propheten und alle unsere Propheten so besorgt um das lamanitische Volk gewesen sind, daß all die Jahre hindurch ihre Gebete ständig zum Himmel aufgestiegen sind, damit der Herr bewirken möge, daß dieses abgefallene Volk weder zurückgebracht würde, um sich all des Guten zu erfreuen, auf das es ein Recht hat.

Als die Kirche vor über 100 Jahren gegründet wurde, galt die allererste Sorge der Propheten den Lamaniten, und das zu einer Zeit, als es nur ein Dutzend und dann 100 und dann 1.000 Mormonen in der Welt gab. Als in der ganzen Welt erst ein paar Tausend zur Kirche gehörten, abeiteten wir bereits mit den Lamaniten. Joseph Smith selbst überquerte den Fluß und lehrte das Evangelium den Indianerhäuptlingen, die sich versammelt hatten, um ihn anzuhören.


In einer der Offenbarungen an Joseph heißt es: „Ehe aber der große Tag des Herrn kommt, soll Jakob in der Wildnis blühen, und die Lamaniten sollen blühen wie die Rosen. Zion soll blühen auf den Hügeln und fröhlich sein auf den Bergen und sich versammeln an dem Ort, den ich ausersehen habe” (LuB 49:24, 25)

Durch all diese Verheißungen erleben wir heute ein großes Erwachen, das auf die Arbeit zurückzuführen ist, die im letzten Jahrhundert und besonders im letzten Jahrzehnt oder den beiden letzten Jahrzehnten getan worden ist. Heute (1971) haben wir viele lamanitischen Führer in der Kirche. In Tonga zum Beispiel, wo 20% der Menschen von den Inseln zur Kirche gehören, haben wir drei große Pfähle. Zwei davon werden ganz von Lamaniten geleitet und der andere fast ganz. Es gibt drei Pfähle in Samoa, und ein weiterer wird auf den kleinen samoanischen Inseln gegründet. Das sind vier weitere Pfähle mit lamanitischen Führern.

In Mexiko City gibt es drei Pfähle Zions mit mexikanischen Führern, welches Lamaniten sind. Die Pfahlpräsidentschaften, die Bischöfe, die Brüder vom Hohen Rat und die Leiter der Hilfsorganisationen — alle mit nur einer oder zwei Ausnahmen — sind Lamaniten. In Monterrey, Mexiko, Guatemala, Lima, Neuseeland und anderswo haben wir Pfähle Zions mit geeigneten lamanitischen Beamten. (Heute, im Jahre 2008 gibt es in Mexiko 13 Tempel)

Das ist die direkte Erfüllung der Prophezeiungen und eine große Veränderung. Vor einem Dutzend Jahren gab es nicht einen einzigen lamanitischen Pfahl in der Welt. Es gab keine lamanitischen Bischöfe, keine lamanitischen Pfahlpräsidenten. In wenigen Jahren ist all dies hervorgekommen. Nephi sagte, als er auf den Lauf der Zeit herniederblickte: „So sehen wir, daß die Gebote des Herrn erfüllt werden müssen. Und wenn die Menschenkinder die Gebote des Herrn halten, dann wird Er sie nähren und stärken und einen Weg bereiten, wodurch sie das vollbringen können, was Er ihnen geboten hat; und Er sorgte auch für uns, während wir die Wildnis durchzogen” (1. Ne. 17:3).

Er hat die Führer dieser Kirche inspiriert, vorauszuschauen und in direkter Erfüllung der heiligen Schrift unserer Tage zu arbeiten, worin der Herr zu Oliver Cowdery gesagt hat: „Gehe zu den Lamaniten und verkündige ihnen mein Evangelium. Wenn sie deine Belehrungen annehmen, dann sorge dafür, daß meine Kirche unter ihnen gegründet werde” (LuB 28:8).

Der Herr hat uns ferner belehrt: „Trotzdem wird mein Werk vorwärtsgehen; denn wie die Kenntnis von einem Erlöser durch das Zeugnis der Juden die Bibel in die Welt gekommen ist, so soll auch die Kenntnis von einem Erlöser zu meinem Volke kommen — und zu den Nephiten und zu den Lamaniten ... durch das Zeugnis ihrer Vorväter” (LuB 3:16, 17).

Und dieses Zeugnis ist das Buch Mormon. Jeder Lamanite, der das Buch Mormon mit dem aufrichtigen Wunsch liest, seine Wahrheit zu erkennen, wird ein Zeugnis davon empfangen, daß es von seinen Vorfahren handelt, daß es seine heilige Schrift ist und daß er einer von diesem Volk ist.

„Und dieses soll auch zur Kenntnis der Lamaniten kommen .. .

Eben zu diesem Zwecke sind die Platten, die diese Berichte enthalten, aufbewahrt worden, damit die vom Herrn Seinem Volke gegebenen Verheißungen erfüllt würden, nämlich, daß die Lamaniten zur Erkenntnis ihrer Väter gelangen und die Verheißungen des Herrn kennen sollten, damit sie an das Evangelium glauben, auf die Verdienste Jesu Christi vertrauen, durch Glauben an Seinen Namen verherrlicht und durch Umkehr selig werden möchten. Amen” (LuB 3:18-20).

Etwas, was Joseph Smith u. a. zuerst tat, als er die Kirche gründete, war, daß er selbst den Lamaniten das Evangelium predigte. Dann schickte er Brüder: Ziba Peterson, Parley P. Pratt, Oliver Cowdery und Peter Whitmer. Und der Herr sagte: „Und ich selbst will mit ihnen gehen und in ihrer Mitte sein; ich bin ihr Fürsprecher beim Vater, und nichts wird sie überwinden” (LuB 32:3).

Entwicklung, Wachstum und Fortschritt des lamanitischen Volkes sind von größter Wichtigkeit für den Mormonismus, das ganze Kirchenprogramm und die Christenheit.

1963 waren 23% aller Neugetauften in der Kirche Lamaniten. Es waren 25.000 in einem Jahr. 1970 gab es sogar noch mehr. Durch all das wird die Reaktion der Lamaniten auf die Wahrheit aufgezeigt. Es ist so, wie ein Lamanite gesagt hat: „Dieses Evangelium, das manchmal Mormonismus genannt wird, ist etwas, woran wir uns unser ganzes Leben zu erinnern versucht haben; jetzt kommt alles auf einmal zurück.” Haben Sie jemals versucht, sich an etwas zu erinnern, was Ihnen entfallen war, und das, während Sie sich abmühten, dann auf einmal wieder vor Ihnen stand? So sehen die Lamaniten das Evangelium. Ein guter Mann von den Navajos sagte zu mir: „Wir wußten während unseres ganzen Lebens, daß wir vom Weg abgekommen sind. Vor langer Zeit pflegten wir mit Ihren Leuten zusammen zu sein. Dann kamen wir zu einer Stelle auf dem Weg, wo ein großer Stein in der Mitte lag. Wir gingen zur einen Seite und Sie zur andern; aber jetzt sind wir herum und treffen alle wieder zusammen.”

Wir haben wahrscheinlich 30.000 (1973) lamanitische Mitglieder in Mittelamerika; und ich möchte Sie daran erinnern, daß dies das Ergebnis von verhältnismäßig wenigen Jahren ist. Es gehören etwa 100.000 Polynesier zur Kirche, so daß wir jetzt schätzungsweise eine Viertelmillion Lamaniten haben. Ich vermute, daß eine grobe Schätzung aufzeigen würde, daß es vor 20 Jahren nur einige Tausende waren. Nach dieser kurzen Zeit von zwei oder drei Jahrzehnten haben wir jetzt eine Viertelmillion. Bei einigen Polynesiern haben wir schon 100 Jahre und mehr Missionsarbeit geleistet.

Es ist erfreulich, zu wissen, daß wir Hunderte lamanitischer Missionare haben, die wie die Nichtlamaniten für zwei Jahre hinausgehen. Sie geben von ihrer Zeit und ihren Mitteln und predigen das Evangelium hauptsächlich ihrem eigenen Volk, wobei sie im allgemeinen außergewöhnlich erfolgreich sind. Es mag interessant sein, zu wissen, daß von fast 100 Missionen die vier besten lamanitische Missionen sind. Das sind die Nordmexikanische Mission, die Guatemala-EI-Salvador-Mission, die Mexikanische Mission und die Tonga-Mission. Das sind die vier besten in der Welt. Wofür ist das ein Anzeichen? Es bedeutet, daß die Lamaniten wie kein anderes Volk das Evangelium annehmen. Sie erkennen darin etwas, worauf sie lange, lange gewartet haben; und jetzt empfangen sie das Evangelium. Von den ersten 21 Missionen waren 9 lamanitisch.

In der Nordmexikanischen Mission werden jetzt (1971) von einem Missionar 53 Menschen getauft. Im nördlichen Mittelmexiko sind es 34, in Südostmexiko 30. Es gibt Länder, wo die Missionare außer Lamaniten nur sehr wenige taufen. Gott möge sie segnen, weil sie das Evangelium annehmen. Sie sind zu dieser Zeit aufgeschlossener dafür als irgendein anderes Volk. Sie scheinen die Wahrheit zu erkennen, die sie all die Jahre vermißt und von der sie nicht gewußt haben, daß sie sie vermißt haben. Jetzt ist sie zu ihnen gekommen.

Es heißt: „Die Zeit wird kommen, wo alle das Heil des Herrn sehen werden, wo alle Nationen, Geschlechter, Sprachen und Völker Auge in Auge sehen und vor Gott bekennen werden, daß Seine Gerichte gerecht sind” (Mosia 16:1).

In jedem Land Südamerikas, außer Guayana, in jedem Land Mittelamerikas, jedem Staat in Mexiko, jedem Gebiet in Kanada und allen Staaten der USA wird missioniert, und die lamanitischen Missionare treten in den Vordergrund.

Die Lamaniten sind gute Menschen, sie sind ehrliche Menschen im allgemeinen. Natürlich gibt es in jeder Gruppe einige, die nicht völlig die Ansprüche erfüllen; aber im Ganzen gesehen sind die Lamaniten warmherzige, liebenswürdige Menschen.

Wahrscheinlich waren einige von jenen zwölf Jüngern in Amerika Lamaniten. Der große Prophet Samuel war ein Lamanite. Es gab damals eine Zeit, .die meines Wissens bisher keine Parallele in der Weltgeschichte hatte; die Menschen lebten über 200 Jahre in Rechtschaffenheit. Diese 200 Jahre waren frei von Krieg; es gab keine Angebereien, keine Spaltungen und keine Parteisucht. Alle gehörten einer Gemeinschaft an; alle liebten einander, und es gab keine Streitigkeiten.

Da waren die 2.000 „Söhne Helamans”, die in den Kampf geschickt wurden, um ihre Familien zu schützen und von denen keiner getötet wurde. Sie kämpften und bluteten, einige waren schwer verwundet; aber wegen ihres großen Glaubens starb keiner von ihnen. Die Lamaniten scheinen von Natur aus gläubig zu sein. Sie sind Gott nahe.

Der Herr hat die Lamaniten gesegnet, und Er ist bereit, unter ihnen zu wirken und diese Dinge zu tun. Jesus selbst hat gesagt, als Er den Überrest des Hauses Jakob auf diesem Kontinent besucht hat:

„Solch großen Glauben habe ich unter allen Juden nie gesehen; daher konnte ich ihnen ihres Unglaubens wegen so große Wunder nicht zeigen. Wahrlich, ich sage euch, keiner unter ihnen hat die großen Dinge gesehen, die ihr gesehen habt; auch haben sie keine so großen Dinge gehört, wie ihr gehört habt” (3. Ne. 19:35, 36).

Meine lamanitischen Brüder und Schwestern, Sie gehören zu einem bedeutenden Volk. Ihr Vater ist Joseph, der nach Ägypten verkauft worden ist, der tugendhafte Mann, der lieber ins Gefängnis gegangen ist, als den Verführungen einer reichen Frau nachzugeben. Jakob, der Vater von zwölf Söhnen, war Ihr Vorfahre. Sie stammen von einem seiner Söhne ab. Einer der größten Propheten aller Zeiten, Ihr Vater, war Isaak. Ein anderer großer Prophet, der auch Ihr Vorfahre ist, war Abraham; es gab keinen größeren Propheten als ihn. Abraham war ein großer Mann, der mit Gott wandelte und sprach. Er ist viele Generationen zurück Ihr Vater. Seien Sie stolz auf ihn und sich dessen bewußt, daß Sie von königlichem Geblüt sind; mit diesem königlichen Geblüt in Ihnen können Sie das Höchste erreichen.

Sie haben Geistigkeit. Ich möchte gern einige Worte anführen, die eine heute abend anwesende hübsche junge Dame vor etwa einem Jahr drüben in der Assembly Hall vor den Führern der Kirche gesagt hat:

„Vor acht Jahren stieg ich aus dem Bus und hatte nur die Kleider auf meinem Leibe und ein paar Kleinigkeiten in einem Schuhkarton. Ich kam aus ärmlichen Verhältnissen. Mein Volk hat nicht viel Besitztümer; aber Sie haben mir Ihr Herz geöffnet. Dafür bin ich dankbar. Jetzt kann ich mit einer funkelnagelneuen Aktentasche und einer Menge Kleidung nach Hause gehen; aber das ist nicht mein Reichtum. Ich könnte nur mit den Kleidern auf dem Leibe und einem kleinen Schuhkarton mit meinen Sachen nach Hause gehen und doch reich sein. Ich bin reicher als irgend jemand in der Reservation; denn ich habe etwas in meinem Innern, was so kostbar ist wie Perlen, so kostbar wie Gold und aller Reichtum in dieser Welt. Ich habe ein Zeugnis vom Evangelium. Ich weiß, daß Jesus der Christus ist und daß Gott lebt und Gebete erhört.” Das war Verenda. Ich habe sie inzwischen im Tempel getraut.

Es gibt unter allen Segnungen, die man sich vorstellen kann, keine, zu denen Sie nicht berechtigt sind Sie, die Lamaniten, wenn Sie rechtschaffen sind. Sie sind von königlichem Geblüt, die Kinder Abrahams, Isaaks, Jakobs, Josephs und Lehis.

verwendete Quellen

  • Der Stern November 1971

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