Umkehr

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Umkehr führt zu einer Wandlung im Herzen und schenkt uns Freude, weil uns vergeben wird.

Inhaltsverzeichnis

Gott hat geboten, dass wir umkehren sollen

Das ist ein wichtiger Punkt im Erlösungsplan. Wenn wir einsehen, dass wir umkehren müssen, dann können wir durch die Macht des Sühnopfers Christi eine Herzenswandlung erleben, so dass wir lieber Gutes als Böses tun möchten. Dann segnet der Herr uns mit Freude, Reinheit, Selbstwertgefühl und größerem Glauben.

In LuB 1:31 heißt es: Gott kann nicht mit der geringsten Billigung auf Sünde blicken. Doch für diejenigen, die demütig sind und sich dem Herrn unterwerfen, gibt es einen Weg, die Sünde samt ihren tragischen Folgen zu überwinden und somit vom Herrn wieder angenommen zu werden. Der Vorgang, durch den die Sünde überwunden wird, ist die Umkehr, der zweite Grundsatz des Evangeliums Jesu Christi. David O. McKay hat gesagt: "Jeder Grundsatz und jede Verordnung des Evangeliums Jesu Christi ist wichtig und trägt zum Fortschritt, zum Glücklichsein und zum ewigen Leben des Menschen bei. Doch gibt es keinen wesentlicheren Grundsatz für die Errettung des Menschen als das göttliche und ewig gültige Prinzip der Umkehr; ohne Umkehr kann niemand errettet werden. Ohne sie kann niemand auch nur den geringsten Fortschritt machen." (Gospel Ideals)

Die Umkehr wäre jedoch nutz- und machtlos, wenn es das Sühnopfer nicht gegeben hätte. Jesus war der einzige, der so gelebt hat, dass er durch sein Leben das Recht verdient hat, in die Gegenwart Gottes zurückzukehren, denn, wie der Prophet Joseph Smith im Gebet bei der Weihe des Tempels zu Kirtland gesagt hat: "Alle Menschen sündigen." (LuB 109:54) Deshalb haben alle Menschen die Herrlichkeit Gottes verloren. (Römer3:23) Da Gott nicht mit der geringsten Billigung auf Sünde blicken kann, das heißt, da er sie nicht übersehen oder in irgendeiner Weise entschuldigen kann, musste ein Weg geschaffen werden, wie Sünde wiedergutgemacht werden kann. Der Preis musste bezahlt werden. Ein Teil des Preises war das Leiden, das so heftig war, dass es selbst Jesus "den Größten von allen, der Schmerzen wegen zittern und "aus jeder Pore bluten" ließ (LuB 19:18). Kein Sterblicher hätte diesen Preis je bezahlen können, denn wie Amulek gelehrt hat, musste es "ein unbegrenztes und ewiges Opfer" sein (Alma 34:10).

Nicht die Umkehr als solche rettet den Menschen, sondern das Blut Jesu Christi errettet ihn. Die Umkehr ist jedoch die Voraussetzung dafür, dass das Sühnopfer zu unseren Gunsten angewendet werden kann. Wenn sich jemand selbst erretten könnte, indem er sein Verhalten aufrichtig ändert, dann könnte man sagen, er errette sich durch seine eigenen Werke, doch die heiligen Schriften lehren ganz deutlich, dass dies nicht der Fall ist. Wie Nephi geschrieben hat: "Denn wir wissen, dass wir durch Gnade errettet werden - nach allem, was wir tun können." (2. Nephi 25:23) Jesus verglich sich selbst mit einem Verteidiger oder Fürsprecher in einem Gerichtssaal (LuB 45:3). Normalerweise wird ein Angeklagter nur dann freigesprochen, wenn er unschuldig ist. Doch in diesem Fall ist es anders. Alle haben gesündigt, alle haben übertreten (Römer 3:23). Wer kann für jemanden plädieren, der schuldig ist? Der Fürsprecher richtet die Aufmerksamkeit des Richters nicht auf die Schuldlosigkeit des Menschen, sondern auf seine eigene. Er weist darauf hin, dass er sein Blut vergossen hat, und bittet dann darum, dass der bußfertige Mensch verschont wird, weil er die Bedingungen, die Christus festgelegt hat, erfüllt hat und sein Bruder geworden ist (LuB 45:3-5).

Die Bedingungen der Umkehr sind

  • Eine gottgewollte Traurigkeit für unsere Sünden spüren (2 Korinther 7:9,10).
  • Die Sünden bekennen und von ihnen lassen (LuB 58:42,43).
  • Wo dies möglich ist, für unsere schlechten Taten Wiedergutmachung leisten (Lukas 19:8).
  • Den Geboten gehorchen (LuB 1:31,32).
  • Sich dem Herrn zuwenden und ihm dienen (Mosia 7:33).

Von Sünden gereinigt werden

Es ist ein ewiges Gesetz: Nichts, was unrein ist, kann bei Gott wohnen (Mose 6:57; 1. Nephi 10:21; Alma 7:21). Deshalb hat Paulus gesagt; alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Dennoch kann uns der Erretter - wenn wir umkehren und unseren Mitmenschen vergeben unsre Sünden vergeben und den Preis dafür bezahlen. Die heiligen Schriften und die Prophetenbezeugen immer wieder: Durch das sühnende Blut Christi könne wir nicht nur Vergebung unserer Sünden erlangen, sonder auch von allen Auswirkungen der Übertretung rein gemacht werden; dann sind wir heilig und fleckenlos und können in die Gegenwart Gottes zurückkehren. Der Vorgang, durch den diese Reinigung zustande kommt, wird Heiligung genannt. "Heiligt euch vor mir." (LuB 43:11)

Heiligung bedeutet, sich von Sünde zu reinigen. Bruch R. Mc Conkie hat erklärt: "Geheiligt sein bedeutet rein und fleckenlos sein, von dem Blut und den Sünden der Welt frei sein, durch den Heiligen Geist ein neues Wesen werden, eines, dessen Körper durch die Wiedergeburt des Geistes erneuert worden ist. Heiligung ist ein Zustand der Heiligkeit, ein Zustand, der nur erreicht wird, indem man die Gesetze und Verordnungen des Evangeliums befolgt. Der Errettungsplan ist der Weg, der es dem Menschen ermöglich, seine Seele zu heiligen. (Mormon Doctrine Seite 675)

Eine der größten Bestrebungen jedes aufrichtigen Heiligen der Letzten Tage ist, rein genug zu werden, um den Erretter zu sehen nd schließlich zu wissen, dass er in der Gegenwart Gottes, des Vaters, leben wird. Wie diese Heiligung vor sich geht, wodurch jemand rein genug wird, um solch große Segnungen zu erlangen, lesen wir in Lehre und Bündnisse. Zunächst müssen wir bereit sein, umzukehren und die Fülle des Evangeliums Jesu Christi anzunehmen.(LuB 39:18; 133:62) Dann müssen wir bereit sein, "Von jedem Wort zu leben, das aus dem Mund Gottes hervorkommt (LuB 84:44). Wer das Priestertum trägt, muss seinen Mitmenschen bereitwillig dienen und seine Berufung im Priestertum groß machen (LuB 84:33). Unser Geist muss demütig und fügsam sein, denn der Herr züchtigt seine Kinder, bis sie rechtschaffen sind (LuB 101:5) und nimmt das Übeltun weg, das unter ihnen ist (LuB 43:11). Wer diese Schritte vollzogen hat, wird durch die Macht des Heiligen Geistes von seinen Sünden gereinigt; denn der Heilige Geist ist derjenige, der uns heiligt: (LuB 19:31, [55:1; 84:33).

Sobald jemand geheiligt ist, wird die Last der Schuld von ihm genommen. Er kann dann wissen, das ihm vergeben worden ist und er rein ist. Daniel Wells: "Niemand kann ein größeres Zeugnis von der Vergebung seiner Sünden erlangen, als das Wissen, dass er von seinem Übeltun abgelassen hat. Dann weiß er es, denn Gott hat verheißen, jedem zu vergeben, der sich an die Bedingungen des Evangeliums hält und sich vom Bösen abwendet. Wer von dem Bösen ablässt, weiß es, und wenn es auch das einzige Zeugnis davon ist, dass ihm die Sünden vergeben worden sind, dann ist es doch das stärkste, das er überhaupt besitzen kann.

Nur wer sich von der Sünde gereinigt hat, kann inneren Frieden finden. Die Aufgabe des Trösters ist, allen, die zu Christus kommen und sich durch sein Blut heiligen und reinigen möchten, diesen Frieden zu bringen. Spencer W. Kimball hat über die Hoffnung, die diese Verheißung in uns wecken soll, geschrieben:

"In der Offenbarung des Johannes steht, dass derjenige der siegt, vom 'Baum des Lebens' essen und den 'Kranz des Lebens' erhalten wird. Der zweite Tod wird ihm nichts anhaben. Er wird 'mit weißen Gewändern bekleidet werden', und sein Name wird nie aus dem Buch des Lammes gestrichen werden. "Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.' (Off 3:21) Was für herrliche und kostbare Verheißungen für den, der siegt!

'Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen?' fragt einer er Ältesten in der Vision des Johannes, und die Antwort lautete: "Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel (Off 7:14,15)

Offenbar sind die Menschen, von denen hier die Rede ist, nicht immer vollkommen gewesen. Ihre Gewänder waren befleckt, und sie hatten viele Schwächen, aber jetzt haben sie überwunden und ihre Kleider im Blut des Lammes gewaschen. Jetzt sind sie gereinigt und geläutert, wie es in den verheißenen Segnungen deutlich wird.

Die Verheißung des Herrn ist unmissverständlich. "Und dem, der umkehrt und sich vor dem Herrn heiligt, wir ewiges Leben gegeben." (LuB 133:62)

gedrucktes Material

153. Frühjahrs-Generalkonferenz, der Stern Oktober 1983 S. 105: "Umkehr" von Elder F. Burton Howard

externe Links

verwendete Quellen

  • Lehre und Bündnisse - Leitfaden für den Studenten
  • Kommt zu mir - Anleitung für das persönliche Studium
  • Neues Testament - Evangeliumslehre
Persönliche Werkzeuge