Tempel-Begabung
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Eine Begabung ist, wie die Taufe, eine heilige Verordung des Evangeliums und notwendig für die Erlösung und die Erhöhung Begabungen werden in einem geweihten Haus des Herrn oder Tempel durchgeführt. Tempel waren Zentren der Gottesverehrung, Orte um Bündnisse z schließen, zu opfern und um Gott zu verehren. Mormonen bauen heute Tempel, da die alten Verordnungen der Erlösung au der Erde wiederhergestellt wurden, und zwar unter der Leitung von Gott, dem Vater und Seinem Sohn, Jesus Christus.
Begabung ist aus dem Englischen, übersetzt von Endowment, was im Lexikon als Geschenk von einer höheren Macht definiert wird. So ist es mit einer Begabung in einem Tempel Gottes. Eine Begabung ist ein Geschenk an Wissen, eine Serie von Anleitungen und Bündnissen, welche die Teilnehmer befähigt, das Haus des Herrn zu verlassen und mit dem Geist Gottes Tag für Tag zu wandeln und eine Erhöhung der Stärke und Leitung.
Jedes Mitglied der Kirche in gutem Stand kann, sobald es erwachsen ist, den Tempel betreten und seine Tempelbegabung oder Endowments empfangen. Was unter Endowment zu verstehen ist, darüber gibt John A. Widtsoe folgende Erklärung:
- „Im Tempel empfängt das Kirchenmitglied seine Endowments; dies ist im wesentlichen eine Belehrung über die Existenz des Menschen vor seinem Erdendasein, über die Erschaffung der Erde, über unsere Stammeltern Adam und Eva, über die verschiedenen Evangeliumszeiten, über die Bedeutung des Sühnopfers Jesu Christi, über die Wiederherstellung des Evangeliums; man erfährt auch, wie man Freude im Diesseits und Erhöhung im jenseits erlangen kann. Um diese umfangreiche Darstellung für alle Teilnehmer so klar und eindrucksvoll zu machen wie möglich, wird jede bekannte Lehrmethode angewandt. Es ist durchaus möglich, dass nirgends außerhalb des Tempels eine ähnlich richtige pädagogische Methode benutzt wird. jeder Sinn des Menschen wird angesprochen, um ihm die Bedeutung des Evangeliums von Anfang bis Ende klarzumachen.” (Widtsoe, Eine vernunftgemäße Theologie)
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Söhne und Töchter Gottes werden
Wer alle Gebote befolgt, erreicht den Stand eines Sohnes Gottes. Wie werden wir nun Söhne und Töchter Gottes? Können wir einfach dadurch Söhne und damit auch Erben unseres ewigen Vaters werden, dass wir glauben und Umkehr üben, uns zur Vergebung der Sünden taufen und zur Übertragung der Gabe des Heiligen Geistes die Hände auflegen lassen und uns der Kirche anschließen? Nein, damit ist es nicht getan. Natürlich sind alle, die dies tun, Kinder unseres Vaters im Himmel, ebenso wie die Menschen, die der Kirche nicht angehören. Wie es aber in Römer 8:14-19 heißt, müssen wir mit Christus leiden, um mit ihm verherrlicht zu werden; nur so werden wir Söhne und Töchter Gottes, seine Erben und Christi Miterben. Mit anderen Worten, wir müssen jeden offenbarten Grundsatz des Evangeliums als für uns verbindlich anerkennen und, soweit es uns möglich ist, vollständig im Einklang mit diesen Grundsätzen und den Geboten Gottes leben.
Bevor man zu einem Sohn Gottes wird, muss man das Endowment erhalten und gesiegelt werden. Der Herr hat uns Vorzüge und Segnungen gewährt; er hat uns die Möglichkeit gegeben, Bündnisse zu schließen und heilige Handlungen auf uns zu nehmen, die unsere Errettung betreffen, aber über das hinausgehen, was der Welt offen verkündigt wird. Sie sind auch nicht in den Grundsätzen enthalten, wonach man an den Herrn, Jesus Christus, glauben und von seinen Sünden umkehren, sich zur Vergebung der Sünden taufen und sich zur Übertragung der Gabe des Heiligen Geistes die Hände auflegen lassen soll. Diese besonderen, zusätzlichen Prinzipien und Bündnisse kann man ausschließlich im Tempel Gottes empfangen.
Wer ein Sohn oder eine Tochter Gottes, ein Erbe seines Reiches werden will, muss in das Haus des Herrn gehen und die dort zugänglichen Segnungen erhalten. Nirgendwo sonst kann man ihrer teilhaftig werden. Sodann muss man die dort empfangenen Gebote halten und diesen Bündnissen bis ans Ende treu bleiben ...
Die heiligen Handlungen des Tempels Endowment und Siegelungen betreffen die Erhöhung im celestialen Reich, wo die Söhne und Töchter Gottes einen Platz finden werden. Sie werden nicht draußen bleiben, in irgendeinem anderen Reich. Vielmehr werden sie zur Familie Gottes gehören; bei ihm wird ihr Zuhause sein. „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen (Johannes 14:2).” Seine Söhne und Töchter haben Zugang zu dem Ort, wo er wohnt, aber die Voraussetzung dafür ist, dass man in den Tempel geht, weil man bestimmte Schlüsselwörter benötigt und besondere Bündnisse schließen muss. Diese Schlüsselwörter und Bündnisse gewähren uns den Zugang zu ihm. Nur mit diesem Schlüssel kann man sein Haus betreten, denn die Tür ist verschlossen. Man erhält ihn im Tempel, und auf diese Weise findet man Einlass.
Joseph Fielding Smith sagte dazu:
- Ich fand einmal auf der Straße einen Schlüssel, hob ihn auf und nahm ihn mit nach Hause. Ich konnte damit jede Tür in meinem Haus öffnen. Den Schlüssel jedoch, der die Wohnungen unseres ewigen Vaters öffnet, kann man nicht auf der Straße finden, denn niemand wird ihn je verlieren. Vielmehr muss man sich dorthin wenden, wo man ihn erhält. jeder kann ihn bekommen, wenn er nur will. Hernach kann man ihn allerdings dadurch wieder verlieren, dass er einem weggenommen wird, weil man sich nicht an die Übereinkunft gehalten hat, die man im Haus des Herrn getroffen hat (LuB 130:10,11; 132:4-14.).
Alle Menschen werden entweder Knechte oder Söhne sein. Sie wissen, was in der Schrift über die Knechte gesagt wird. Es sind diejenigen, die nicht bereit sind, diese Segnungen im Haus des Herrn anzunehmen und daran festzuhalten. Sie werden nicht Söhne und Töchter. Zwar sind sie Kinder Gottes, wie ja alle Menschen seine Kinder sind. Sie sind aber keine Erben; daher bleiben sie in alle Ewigkeit Knechte, weil sie nicht gewillt sind, sich dessen zu erfreuen, dessen sie sich erfreuen könnten. Sie lehnen die ihnen angebotene oder gewährte Gabe ab und damit auch den, von dem die Gabe stammt. Es wird sehr viele Knechte geben, aber nicht viele Erben, denn „das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn (Matthäus 7:14; LuB 76:112; 132:16,17, 24,25).”
In der Mitte der Zeit war Elijas Vollmacht vorhanden
Über die Sendung Elijas hat der Prophet Joseph Smith geäußert: „Elijas Geist und Kraft und Berufung bestehen darin, dass man die Schlüsselgewalt zu den Offenbarungen und Verordnungen, zum Endowment und zu aller Vollmacht des Melchisedekischen Priestertums und des Reiches Gottes auf Erden erhält. Desgleichen auch, dass man die Macht hat, sämtliche zum Reiche Gottes gehörenden Verordnungen zu empfangen und zu vollziehen (Lehren des Propheten Joseph Smith).”
Diese Vollmacht muss es gewesen sein, die einst Petrus, Jakobus und Johannes und später Joseph Smith und Oliver Cowdery wurde. Daraus können wir schließen, dass die Heiligen jener Evangeliumszeit alle Schlüsselgewalt und alle Vollmachten erhalten haben, die zur Errettung und Erhöhung des Menschen notwendig sind. Bis zur Auferstehung Christi wurden diese Vollmachten jedoch nur für die Lebenden ausgeübt. Danach wurden sie auch zugunsten der Toten angewendet.
Christus hat den Weg zur Errettung der Toten bereitet. Vor dem Tod Jesu Christi konnte für die Toten weder die Taufe noch das Endowment, noch eine andere heilige Handlung vollzogen werden. Erst Christus brachte den Toten das Evangelium und schlug eine Brücke über den Abgrund, wovon im Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus die Rede ist. Er war es, der, die Voraussagen der Propheten erfüllend, das Tor des Gefängnisses auftat und die Gefesselten entließ. Bis dahin mussten die Toten auf ihre Erlösung und Errettung, die nur durch das Blut Christi erwirkt werden konnte, geduldig warten.
Die damaligen Jünger hatten die Schlüsselgewalt für diesen Dienst. Sie wurde Petrus, Jakobus und Johannes auf jenem Berg eingeräumt, als sie diese Vollmacht von Elija und Mose übertragen bekamen. (Matthäus 17) Letzterer verlieh ihnen die Schlüsselgewalt für die Zusammenführung Israels. Joseph Fielding Smith geht davon aus, dass die drei Jünger auf diesem Berg das Endowment erhalten haben. Christus sagte ihnen, sie sollten erst nach seiner Auferstehung über diese Vision und darüber reden, was auf dem Berg geschehen war. Daher mussten sie mit dem Ausüben dieser Vollmacht warten, bis Christus den Weg bereitet hatte.
In der Mitte der Zeit wurden heilige Handlungen stellvertretend vollzogen
Wir wissen, dass man sich damals für die Toten taufen ließ.(1. Korinther 15:29) Was hinderte die Heiligen daran, auch das Endowment zu spenden? Gewiss, im Tempel zu Jerusalem konnte es nicht vollzogen werden, denn dieser war in die Hände von Abtrünnigen gefallen. Man konnte aber einen abgeschiedenen Ort, etwa einen Berg, wählen und dort den Aposteln und vielen anderen das Endowment spenden. Höchstwahrscheinlich hat es sich so zugetragen.
In Utah wurden die ersten Endowments auf dem Ensign Peak im Landkreis Utah vollzogen. Man könnte vielleicht einwenden, dass zur Zeit der Urkirche nur die Lebenden das Endowment erhalten haben. Das mag sein. Denken wir aber an jene Äußerung des Erretters, dass über jene Generation alles Blut der Propheten kommen werde, das von Abel bis Zacharias vergossen worden sei, und zwar deshalb, weil dieses Geschlecht größere Möglichkeiten als vorangegangene Generationen hatte. Dies lässt den Schluss zu, dass zu jener Zeit in begrenztem Rahmen sogar die Toten das Endowment erhalten konnten (Siehe Matthäus 23:34-36) ...
Uns ist indessen nichts darüber berichtet. Wir haben lediglich Paulus' Aussage[(1. Korinther 15:29)]. Tatsache bleibt daher nur, dass dieses Werk fast völlig für die jetzige Evangeliumszeit aufbehalten worden ist. Es ist unsere Pflicht, die Toten zu erretten, und man wird dieses Werk noch während des Millenniums fortsetzen, bis alle, die auf diese Segnungen einen Anspruch haben, das Endowment erhalten haben und gesiegelt sind.
Das Werk für die Toten in den Letzten Tagen
Praktisch bleibt das Werk der Errettung der Toten der Evangeliumszeit der Erfüllung vorbehalten, wo der Herr alles wiederherstellen wird. Daher soll jeder Heilige der Letzten Tage zusehen, dass dieses Werk getan wird. Wir können nicht alles auf einmal bewältigen, sondern werden dafür auch die 1000 Jahre des Millenniums verwenden können. Innerhalb dieser Zeit muss die Arbeit für die Toten der vorangegangenen 6000 Jahre vollbracht werden für alle, für die sie notwendig ist. Zu diesem Zweck wird man Tempel errichten, und die Arbeit darin wird den größten Teil der Zeit der Heiligen in Anspruch nehmen.
Bis zur Wiederkunft Christi wird erwartet, dass wir alles in unserer Kraft Stehende getan haben, was wir jetzt für unsere Toten tun können. Das bedeutet nicht, dass wir schon jetzt alles vollbringen müssen, was einmal getan werden muss. Die Arbeit wird während des Millenniums ja fortgesetzt. Die wichtigste Arbeit, die während des Millenniums zu leisten ist, ist das Werk für die Toten, und diejenigen, die bereits auf der anderen Seite des Schleiers sind, werden uns dabei helfen, indem sie uns Informationen übermitteln. Die heiligen Handlungen, die der Errettung der Toten dienen, sind irdischer Natur, denn sie gehören zu diesem Leben; daher können unsterbliche Wesen sie nicht ausführen.
verwendete Quellen
- Seine Kirche wiederhergestellt (William E. Berrett)
- Lehren der Erlösung, Band II (Joseph Fielding Smith)
Externe Links
- Tempel-Begabung und Freimaurerei – FairWiki-Artikel
- Änderungen an der Tempelbegabung – FairWiki-Artikel
- Racheeid – FairWiki-Artikel
- Die Verordnungen und Segnungen des Tempels empfangen - Lehren des Propheten Joseph Smith
- Video: Tempel und Tempelarbeit
- Video - Elder Bednar spricht über den Tempel
- Sich einen achtbaren Namen und Stand bewahren - Elder Bednar, Generalkonferenz April 2009
- Die Segnungen des Tempels erhalten Elder Richard G. Scott Generalkonferenz April 1999
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