Pfahlpräsident

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Gemäß der Fachausdrücke der HLT ist ein Pfahl eine kirchliche Organisation, die aus mehreren benachbarten Gemeinden besteht und mögicherweise auch kleineren Einheiten, Zweigen genannt. Es ist annähernd vergleichbar mit einer Diözese der katholischen Kirche. Der Führer über diesen Pfahl wird "Pfahlpräsident" genannt.

Ein Pfahlpräsident wird von der Generalautorität ausgewählt, die vom Kollegium der Zwölf Apostel beauftragt wurde, über eine halbjährliche Versammlung der Kirchenmitglieder zu präsidieren, die innerhalb der Grenzen des Pfahles leben und die als Pfahlkonferenz bezeichnet wird. Üblicherweise führt er vor der Pfahlkonferenz Gespräche mit vielen Führern im Melchisedekischen Priestertum. Er bemüht sich dann um Inspiration von Gott, um festzustellen, wer berufen werden soll. Sie werden dann auf der Generalkonferenz zur Bestätigung vorgeschlagen. Diese drei Männer (der Präsident und seine Ratgeber) bilden die Pfahlpräsidentschaft. Wie alle Beamten der Kirche müssen Mitglieder der Pfahlpräsidentschaft durch die allgemeine Zustimmung der Mitglieder, über die sie präsidieren, bestätigt werden.

Der Pfahlpräsident und seine Ratgeber sind führende Laienprediger, die freiwillig dienen ohne Bezahlung durch die Kirche. Jeder Pfahlpräsident hat die gebührliche Priestertumsvollmacht inne, um als Beauftragter Des Herrn zu handeln zugunsten der Mitglieder seines Pfahles. Er führt die Aufsicht und ist verantwortlich für den Fortschritt der Kirche in seinem Pfahl, einschließlich aller Kirchenaktivitäten, Berufungen, vollzogenen Verordnungen und Programme.

Was der Pfahlpräsident vollbringt und billigt innerhalb des Rahmens seiner Berufung wird von der Kirche als offiziell und bindend anerkannt. Zum Beispiel genehmigt der Pfahlpräsident würdige junge Männer zu Ämtern im Melchizedekischen Priestertum, solche wie Elder oder Hohepriester. Er unterbreitet der Ersten Präsidentschaft für ihre Zulassung die Namen der Männer, die zu Bischöfen berufen werden sollen. (Bischöfe präsidieren über Gemeinden innerhalb des Pfahles.) Wenn ihre Approbation genehmigt wird, verkündet der Pfahlpräsident die Berufung und ordiniert den Mann zum Bischof, nachdem er von seiner Gemeinde bestätigt wurde. Der Pfahlpräsident beruft die Präsidentinnen der Frauenorganisationen des Pfahles und bestimmt sie, nachdem sie durch Abstimmung des Pfahles bestätigt wurden. Vollzeitmissionare werden vorrangig zum Aufbruch von ihm bestimmt und später nach ihrer Rückkehr von ihren Missionen von ihrem Pfahlpräsidenten entlassen.

In der Erfüllung seiner Pflichten muss der Pfahlpräsident sich auf die Schriften stützen und Gott um Inspiration ersuchen. Der Pfahlpräsident ist der letztendlich für alle Entscheidungen Verantwortliche, doch hat die Pfahlpräsidentschaft als einheitlicher Rat zu handeln, wenn Entscheidungen getroffen und Aktivitäten beschlossen werden. Die Pfahlpräsidentschaft ist den Mitgliedern der Generalautoritäten gegenüber rechenschaftspflichtig für ihren Dienst in ihrem Pfahl.

Der Pfahlpräsident dient, bis er entlassen wird, üblicherweise für einen Zeitraum von etwa zehn Jahren. Ein Pfahlpräsident kann auch entlassen werden, wenn er aus den Grenzen seines Pfahles verzieht oder falls er in anderer Weise nicht mehr in der Lage ist zu dienen aufgrund von ernsthaften gesundheitlichen Schwierigkeiten z. B.

externe Links

gedrucktes Material

  • Der Pfahlpräsident - Anprache von Gorden B. Hinckley auf der 170. Frühjahrsgeneralkonferenz - Stern Juli 2000 S. 59
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