Mormon
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Mormon, der das Buch Mormon zusammenstellte und abkürzte, war ein Prophet und ein heiliger Mann, der auch als Befehlshaber der nephitischen Streitkräfte diente.(siehe Mormon 2:1) Von überragender Charakterstärke und tiefer Geistigkeit war er ein Lehrer und Führer seines Volkes. Er legte Zeugnis von ab Jesus und rief sie zur Umkehr (siehe Mormon 3:2-3), während er ihre Armeen zu hervorragenden Siegen führte. Voller Abscheu über den gottlosen Stolz seines Volkes, das Gott vergaß und sich Angesichts seines militärischen Triumphs seiner eigenen Kraft rühmte, weigerte sich Mormon eine Zeitlang, sie in die Schlacht zu führen (siehe Mormon 3:10-16). Er verurteilte ihre Rache- und Todesschwüre gegen ihre Feinde, aber gab nach, als ihre furchtbare Niederlage und Vernichtung unausweichlich wurde. Er marschierte mit seinen Armeen und starb mit ihnen in den furchtbaren Kämpfen, die mit der fast völligen Vernichtung der Nephiten endete.
Er wurde nach dem Land Mormon benannt,(siehe 3. Nephi 5:12; Alma 5:3) wo Alma, durch Abinadis Predigten bekehrt, vor der Verfolgung des Königs Noah Zuflucht fand und die Kirche Christi gründete. Neben all seinen anderen Aufgaben diente Mormon auch als Geschichtsschreiber und Wächter der Berichte seines Volkes und erhielt den monumentalen Auftrag, diese Berichte in einer Schrift zusammenzufassen.(siehe Worte Mormons 9: Mormon 1:1-4) Von ihm als der literarischen Hauptfigur, der die größte Arbeit leistete, stammt der Name des vollständigen Berichts, obgleich dieser von vielen Autoren geschrieben wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Was für ein Mann war Mormon?
Was formte diesen Propheten, General und Geschichtsschreiber? Was lag ihm am meisten am Herzen? Was lehrte er? Welche Übereinstimmung bestand zwischen seinen Werken und seiner Überzeugung?
- Mormon war ein „buchstäblicher Nachkomme” Lehis und Nephis. Es ist bemerkenswert, wie früh in seinem Leben sich schon seine Neigungen und seine Entschlossenheit zeigten:
- Mit zehn Jahren war er bei bedeutenden Männern schon als „verständiges Kind” bekannt, das „schnell” begreift, und er erhielt einen wichtigen Auftrag für die Zukunft.
- Mit elf reiste er mit seinem Vater ins Land Zarahemla.
- Mit 15 „erschien ihm der Herr”, und er „schmeckte und erkannte die Güte Jesu”.
- Mit 16 Jahren war er Führer der nephitischen Heere.
- Noch nicht zwanzig, versuchte er ohne Furcht dem Volk Umkehr zu predigen, zu einer Zeit, da sie „keine Gaben vom Herrn hatten. . . und der Heilige Geist auf niemanden kam.”
- So wie bei anderen bedeutenden Männern, so wie beim Herrn selbst, als dieser auf Erden weilte, nahm Mormons große Mission schon in seiner frühen Jugend Form an. Schon in jungen Jahren war er entschlossen und bereit. Die große Erwartung wurde erfüllt durch ein Leben selbstlosen Dienens.
Er liebte den Herrn
- Das Wesen seines Dienstes spiegelt sich in seiner einfachen Erklärung wider:
- „Seht, ich bin ein Jünger Jesu Christi, des Sohnes Gottes. Ich bin von ihm berufen worden, sein Wort unter seinem Volke zu verkünden, damit es ewiges Leben haben möge.” (3. Ne 12-13)
- Er glaubte und lehrte mit Vollmacht: „ ... in Christus sollte alles Gute kommen.”
- Er forderte sie auf, „fleißig im Licht Christi zu suchen, damit ihr das Gute vom Bösen unterscheiden lernt; und wenn ihr alles Gute annehmt und nicht verurteilt, dann seid ihr gewiss Kinder Christi”, denn, so sagte er, „Christus ... vertritt ... die Sache der Menschenkinder.”
Er liebte Sein Volk
Mormon liebte sein Volk, obgleich es gottlos war:
- „ Siehe, ich hatte sie geführt; ungeachtet ihrer Schlechtigkeit hatte ich sie viele Male zum Kampf geführt und hatte sie gemäß der Gottesliebe, die in mir war, mit meinem ganzen Herzen geliebt; und meine Seele hatte sich den ganzen Tag lang vor meinem Gott im Gebet für sie ergossen; doch war es, wegen ihrer Herzenshärte, ohne Glauben.“ (Morm 3:12)
„Und ich bete in bezug auf meine Brüder zu Gott, dass sie wiederum Kenntnis von Gott erlangen mögen, ja, der Erlösung durch Christus; dass sie wiederum ein bangenehmes Volk werden mögen....” (Worte Mormons 8)
- „Und ich bin von Nächstenliebe erfüllt, die immerwährende Liebe ist; darum sind für mich alle Kinder gleich; darum liebe ich die kleinen Kinder mit vollkommener Liebe; und sie sind alle gleich und haben an der Errettung teil.“ ( Moroni 8:17)
- Mormon betete für sein Volk, aber er erkannte, dass ihre Umkehr nicht aufrichtig war, „sondern es war vielmehr das aTrauern der bVerdammten, ... und ich sah, dass der aTag der bGnade für sie cvorüber war, sowohl zeitlich als auch geistig; (Mormon 2:13-15)
Ein weiser und getreuer Lehrer
Mormon lebte seiner Überzeugung gemäß. Seine Lehren verbanden tiefe Geistigkeit mit weisen Ratschlägen für das tägliche Leben und für das persönliche Verhalten gemäß seiner Überzeugung. In Demut bat er sein Volk inständig, ehrenhaft zu leben und das zu schützen, „was ihnen von allen Dingen am kostbarsten ist, nämlich ... Keuschheit und Tugend.” Er ermahnte sie mit folgenden Worten:
- „Betet deshalb mit der ganzen Kraft eures Herzens zum Vater.” (Moro 7:48)
- Sie sollten wissen „ ... dass Gott weder ein parteiischer Gott noch ein veränderliches Wesen ist ...”(Moro 8:12;18)
- Sie sollten Nächstenliebe üben, denn „aber die Nächstenliebe ist die reine Christusliebe, und sie dauert für immer fort; und bei wem am letzten Tag gefunden wird, dass er sie besitzt, mit dem wird es wohl sein..” (Moro 7:47)
- Sie sollten „aufrichtigen Herzens” beten, handeln und geben.
- Sie sollten aufnahmebereit sein für den Geist Christi, der „Denn siehe, meine Brüder, es ist euch gegeben zu aurteilen, damit ihr Gut von Böse unterscheiden... "(Moroni 7:15-16;19)
- Sie sollten an Propheten, Engel und Wunder glauben, denn Gott wirke auf vielerlei Weise, um den Menschenkindern Dinge kundzutun. (Moroni 10)
- Sie sollten an die Wiederherstellung der Juden und Lamaniten glauben und an die Sammlung des Hauses Jakob und des Hauses Joseph.
Ermahnung und Verheißung
Mormon verbrachte einen Großteil seines Lebens inmitten von Blutvergießen, Zerstörung und tragischer Gottlosigkeit, doch er kämpfte bis zum Tode gegen den Feind und die Gottlosigkeit. Selber stark und standhaft war er bis ans Ende bemüht, sein Volk zur Umkehr zu bringen. Seine Abschiedsrede gipfelt wohl in dem Ausruf: „ ...wer Glauben an ihn hat, wird allem Guten anhangen ... " und in der Ermahnung, die sein Sohn für ihn aussprach:
- „Darum, meine geliebten Brüder, betet mit der ganzen Kraft des Herzens zum Vater, dass ihr von dieser Liebe erfüllt werdet, die er all denen zuteil werden lässt, die wahre Nachfolger seines Sohnes Jesus Christus sind; damit ihr Söhne Gottes werdet; .... " (Moroni 7:48)
verwendete Quellen
- Der Stern Oktober 1966
