Missionare

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Die HLT-Missionare werden von vielen Menschen gesehen. Sie fallen oft auf wo immer sie sind, weil sie jung sind, mit sauberem Haarschnitt, in dunklen Anzügen, weißem Hemd und Krawatten, immer zu zweit sind und ein Namensschild tragen. Es überrascht nicht, dass viele Leute sie sehen, denn die HLT-Kirche hat wahrscheinlich das aktivste Missionsprogramm der Welt. 2006 waren 53.000 Vollzeitmissionare in der ganzen Welt unterwegs, die meisten von ihnen junge Männer.

Seit ihren frühesten Tagen ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage eine Kirche der Bekehrten, die Missionare in alle Teile der Welt aussendet. In den Gemeinden der HLT wird ständig über Missionsarbeit geredet, was die Mitglieder ermutigen soll, das Evangelium mit ihren Freunden und Nachbarn zu teilen.

Missionare im Dienst
Missionare im Dienst

Missionsarbeit ist ein grundlegendes Prinzip der Kirche und wurde eines der am leichtest erkennbaren Kennzeichen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Die dunklen Anzüge und die weißen Oberhemden der männlichen Missionare, Elders genannt, die jeweils zu zweit mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, sind überall auf der Welt in großen und kleinen Städten ein wiedererkennbares Erscheinungsbild. Weibliche Missionare, die ebenfalls zu zweit vorangehen, werden Schwestern genannt. Alle Missionare werden von der Hauptverwaltung der Kirche in ihr Missionsgebiet berufen, welches überall in der Welt sein kann, wo die Regierung ihnen erlaubt zu predigen. Sie finanzieren ihren Unterhalt selbst für zwei Jahre und lernen dabei oft eine andere Sprache.

Inhaltsverzeichnis

Offizieller Missionsdienst

Das offizielle Missionsprogramm der Kirche ist dafür verantwortlich, über 53.000 Missionare in wahrscheinlich 330 organisierte Missionen der ganzen Welt zu senden. Missionare sind in vielen Gebieten ein alltäglicher Anblick, wie sie Rad fahren, von Tür zu Tür gehen, mit den Leuten auf der Straße sprechen oder in kleinen und großen Gemeinden ihren Dienst tun. Diese jungen Männer im Alter von 19 bis 24 sind nicht die einzigen, die von der Kirche zur Missionsarbeit eingeteilt werden. Es gibt Missionare, die alt, jung, männlich, weiblich, bekehrend und dienend orientiert sind. Missionsdienst kann Vollzeit sein wie die jungen Männer und Frauen, die weit von ihrem Zuhause das Evangelium predigen und bekehren, oder es können Teilzeitmissionare einer gemeindeeigenen Mission sein. Diese Missionare werden oft Gemeindemissionare genannt.

Junge Missionare

Im Jahre 1974 gab Präsident Kimball einen Aufruf an alle jungen Männer der Kirche heraus und rief sie auf, eine Vollzeitmission zu erfüllen. Die Mitglieder antworteten und die Zahl der jungen Männer und Frauen, die eine Mission erfüllten, verdoppelte sich in ein paar kurzen Jahren und wächst immer noch bis heute, da 55.000 Missionare im Durchschnitt jährlich das Evangelium predigen.

Missionsanstrengungen der HLT jedoch haben eine lange Tradition. Im Jahre 1830, nicht lange nachdem Joseph Smith das Buch Mormon veröffentlicht und die Kirche gegründet hatte, wurden die ersten Missionare ausgesendet. Samuel Smith, Joseph Smiths Bruder, war der erste Missionar. Er nahm frisch gedruckte Bücher Mormon und begann in den Regionen des Hinterlandes New York zu predigen. Durch diese Mission sind viele wichtige zukünftige Führer der Kirche beigetreten, einschließlich dem zweiten Präsidenten und Propheten der HLT-Kirche, Brigham Young.

Seit dieser Zeit, egal wie schwer die Umstände oder wie schlimm die Christenverfolgung, hat die Kirche fortwährend Missionare in alle Teile der Welt ausgesandt. Dies erfüllt die Prophezeiung Jeremias, als er sagte:

Seht, ich hole viele Fischer - Spruch des Herrn -, die sollen sie fangen; dann hole ich viele Jäger, die sollen sie erlegen auf jedem Berg und Hügel und in den Felsenklüften. (Jeremiah 16:16)

Heute wird von jedem würdigen jungen Mann der Kirche erwartet, dass er eine Mission erfülle. Jede würdige junge Frau kann ebenfalls auf Mission gehen, und viele tun das auch. Von den Missionaren und ihren Familien wird erwartet, dass sie ihre Mission selbst finanzieren oder so gut sie können. Wenn Umstände großer Armut oder Not jemanden hindern, auf Mission zu gehen, obwohl dieser gerne dienen möchte, dann helfen die Mitglieder der Heimatgemeinde des Missionars aus. Den Missionaren wird auch über den allgemeinen Kirchenfond geholfen, dem Missionarsfond. Doch normalerweise sparen die Missionare und ihre Familien für diese erwartete Zeit. Viele junge HLT haben ein Missionssparbuch, auf dem sie Geld für ihre zukünftige Mission sparen können.

Wenn die jungen Männer 19 werden oder die Frauen gegebenenfalls 21, können sie ihre Namen der Kirche einreichen, um sich für eine Mission zur Verfügung zu stellen. Kirchenführer einschließlich dem Rat der Zwölf Apostel denken gebeterfüllt darüber nach, wo die Missionare gebraucht werden und welche Einsatzmöglichkeiten es für sie gibt. Dann beauftragen sie jeden Missionar für eine bestimmte Mission der Kirche. Im Jahre 2006 gab es über 340 Missionen weltweit. Wenn die Missionsanwärter dann ihre Berufung bekommen, ist es Zeit für die ganze Familie, das zu feiern.

Je nachdem wohin der Missionar berufen wird, wird er oder sie in einem Missions-Training-Center oder MTC antreten, wo die Missionare ein intensives Sprachtraining bekommen, das Evangelium studieren und lernen, wie man das Evangelium verkündet. Mehr über die MTCs siehe unten. Nach ein paar Wochen Training dort verlassen sie es, um ihre Mission zu erfüllen. HLT nennen das oft den "Eintritt in das Missionsfeld". Das Missionsfeld weist auf jeden Platz hin, wo das Evangelium gepredigt wurde; daher weist verweist es auf die ganze Welt. Natürlich wird das Evagelium auch in Regionen gepredigt, wo Mormonen in der Mehrheit der Bevölkerung sind, wie z. Nord Arizona oder südliches Idaho, ja sogar innerhalb Utahs leisten die Missionare Bekehrungsarbeit.

Jede Mission wird von einem Missionspräsidenten geleitet. Er betreut die Missionare und beauftragt sie, in den zahlreichen Gebieten innerhalb der Missionsgrenzen zu arbeiten. Jedem Missionar ist einem Kameraden zugeordnet, bis Der Herr seine Jünger von dort abzieht. In Markus 6:7 lesen wir: "Er rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben". Jede Mission wird von einem Missionspräsidenten verwaltet. Er betreut die Missionare und beauftragt sie, in den verschiedenen Gebieten innerhalb der Missionsgrenzen zu arbeiten. Jedem Missionar wird einem Mitarbeiter zugeordnet, und jeder Missionar behält seinen Mitarbeiter für vier oder fünf Monate..

Missionare haben zahlreiche Regeln, die ihnen helfen sollen, auf ihre Missionsarbeit konzentriert zu bleiben. Einige der bedeutsameren Regeln sind:

  • Sie müssen immer mit ihrem Begleiter zusammenbleiben.
  • Sie sollen sich an ihre tägliche Terminplanung halten, welche das Aufstehen um 6:30 und das Zu-Bett-Gehen um 22:30 einschließt.
  • Von ihnen wird erwartet, dass sie wöchentlich ihren Eltern und ihrem Missionspräsidenten schreiben.
  • Es ist ihnen streng untersagt, sich zu verabreden oder mit jemandem anderen Geschlechts zu flirten oder allein zu sein.
  • Es darf kein Fernsehen geben oder andere nicht genehmigte Medien.

Die Missionare können die Heiligen Schriften lesen oder andere Kirchenbücher, so wie sie Kirchenmusik hören dürfen.

Die Missionare verbringen ihre Zeit mit dem Studium der Heiligen Schriften, einschließlich der Bibel und dem Buch Mormon, damit, das Evangelium zu predigen all denen, mit denen sie sich treffen und damit, Gemeindedienst zu leisten wie Stadtpark-Reinigung, Englisch-Unterricht oder Nachbarschaftshilfe. Von den Missionaren wird erwartet, dass sie wenigstens zehn Stunden pro Woche Gemeindedienst leisten, obwohl viele sehr viel mehr tun. Anderen zu dienen und das Evangelium zu lehren ermöglicht den Missionaren, dem Beispiel unseres Erretters, Jesus Christus, zu folgen, der auszog, um Gutes zu tun. (Apostelgeschichte 10:38)

Diese jungen Männer und Frauen opfern viel, um eine Vollzeitmission zu erfüllen, einschließlich Zeit und Geld. Viele müssen ihre Schulzeit oder Zeit ihrer Karriere opfern, doch sind sie reich gesegnet mit der Freude, die sie sich selbst und anderen bringen, ebenso die großartigen Erfahrungen und die Gefühle der Erfüllung, die eine Mission mit sich bringt. Viele zurückgekehrte Missionare berichten, dass ihre Mission die härteste und lohnendste Erfahrung war, die sie je gehabt hatten. Aus diesem Grund betrachten zurückgekehrte Missionare ihre Mission als ihre besten zwei Jahre ihres Lebens. Eines der größten Opfer ist fort zu sein von der Familie und den Freunden. Missionare dürfen wöchentlich schreiben, aber nur zweimal jährlich zu Hause anrufen: zu Muttertag und zu Weihnachten.

Senioren als Missionare

Viele HLT, entweder die sich an ihre wundervolle Mission ihrer Jugend erinnern oder solche, die nie eine Chance dazu hatten, gehen auf Mission, wenn sie in Rente gehen. Auch sie gehen zu zweit, und in der Regel ist ihr Begleiter ihr Ehepartner. Unverheiratete, Witwen oder geschiedene Senioren können ebenfalls eine Mission für die Kirche erfüllen. Viele Senioren, sowohl die einzelnen als auch die Paare, können eine Gemeindemission machen, eine Teilzeitmission in ehrenamtlichen humanitären Projekten oder helfen aus in Besucherzentren und Genealogiebibliotheken. Viele Seniorenpaare lieben es auch, in einer Vollzeitmission weit von zu Hause zu dienen. Sie leisten Bekehrungsmissionen, humanitäre Missionen, Führungsmissionen, wo sie örtliche Mitglieder darin unterweisen, wie sie bessere Führer in ihren Gemeinden sein können.

So wie junge Missionare verbringen auch Seniorenmissionare ihre Zeit in Missionstrainingszentren. Sie dienen ohne eine spezielle Mission unter dem Missionspräsidenten, obwohl sie sie oft auch jemand anderem Bericht erstatten können, der ihr jeweiliges Gebiet überblickt. So arbeitet zum Beispiel ein humanitäres Paar mit dem großen humanitären Programm der Kirche zusammen. Genau wie junge Missionare kommen auch Seniorenmissionare für ihren eigenen Lebensunterhalt auf. Viele sparen jahrelang dafür. Viele Paare dienen auch in verschiedenen Missionen und nehmen sich Auszeiten zwischen den Missionen, um Zeit mit ihren Kindern und Enkeln zu verbringen. Obwohl sie die Beschwernisse des Missionarsleben verstehen und von ihren Enkeln getrennt sind, lieben Seniorenmissionare die Chance Dem Herrn mit den Jahren ihrer Erfahrung, Wissen und Treue zu dienen. Seniorenmissionare werden immer gebraucht und ermutigt zu gehen. Oft ist es ihnen erlaubt, auszusuchen wo und welche Art von Mission sie erfüllen.

Bekehrende Missionare

Die meisten Mormon-Missionare widmen ihre meiste Zeit der Bekehrung. Das bedeutet, sie widmen den Hauptteil ihrer Zeit, um das Evangelium zu predigen. Jedoch verbringen sie auch Zeit für gemeinnützige Arbeit und Dienst am Nächsten. Die Mehrheit der Missionare sind bekehrende Missionare.

Zusätzlich zu den 53.000 Vollzeitmissionaren beruft jede Gemeinde einige Gemeindemissionare, die den Vollzeitmissionaren behilflich sind und helfen örtlichen Mitgliedern, das Evangelium ihren Freunden zu predigen.

Wohlfahrtsmissionare

Wohfahrtsmissionare sind jene Missionare, die nicht im bekehrenden Dienst stehen, sondern in humanitären, Bildungs- Führerschafts- oder in technischen Missionen. Vollzeitwohlfahrtsmissionare werden berufen und ausgesendet zu dienen wie bekehrende Vollzeitmissionare. Sie gehen durch die ganze Welt, um Mormonen und Nichtmormonen zu helfen. Die Kirche Jesu Christi hat ein riesengroßes Programm, welches sich LDS Foundation nennt und alle humanitären Dienste weltweit überblickt. Sie akzeptieren Geschenke, ob Geld oder Sachwerte oder was ihnen während ihrer Zeit zweckdienlich ist. Da dieses Programm in erster Linie durch ehrenamtliche Missionare geleistet wird, und die Kirche das Geld benutzt, umd allen Verwaltungsaufwand zu finanzieren, können hundert Prozent der Spenden den Bedürftigen gegeben werden.

Wohlfahrtsmissionare sind sehr gefragt und es kann nie genug geben. Die Kirche ermutigt alle älteren Ehepaare, entweder eine Voll- oder eine Teilzeitmission zu leisten. Eine humanitäre Mission zu leisten hilft nicht nur anderen, sondern es hilft vor allem, dem Nächsten und Dem Herrn näher zu sein. Es ist die Erfüllung dessen, was Jemes über den unbefleckten Gottesdienst sagte: Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten. (Jacobus 1:27).

Missionstrainingszentren

Jeder Missionar findet sich für kurze Zeit in einem Missiontrainingscenter ein, ehe er aufbricht auf Mission. Diese Zentren bereiten die Missionare darauf vor, das Evangelium zu lehren und sich im Missionarsleben zu orientieren. Es gibt zur Zeit 17 beständige Missionstrainingszentren(MTCs) in der ganzen Welt.

Missionstrainingszentren sind wie kleine Universitäten oder Gemeinden, wo sie zu lehren lernen, was sie in ihrem Dienst bebrauchen. Wenn die Missionare die Sprache dort schon kennen, wohin sie gehen, bleiben sie normalerweise ungefähr drei Wochen im MTC. Wenn sie dagegen eine Fremdsprache lernen, verlängert sich die Zeit auf eine Dauer von acht bis zehn Wochen mit einem umfassenden Sprachtraining, das an ihre Studien angehängt wird. In Gebieten, wo es keine NTCs gibt oder in Umständen, da Missionare nicht in der Lage sind, das MTC zu erreichen, wegen maßlos hoher Reisekosten oder Beschränkungen seitens der Regierung werden vorläufige Missionstrainingszentren in den örtlichen Kirchengebäuden eingerichtet, um den Missionaren zu helfen sich vorzubereiten.


Jedes Mitglied ein Missionar

Dieses Schlagwort wir allgemein mit dem früheren Propheten Päsident David O. McKay in Verbindung gebracht. Es verweist auf die Verantwortung aller Mitglieder das Evangelium durch Wort und Tat zu verkünden. 1958 sagte David. O. MacKay:

Es ist allgemein verständlich, dass jedes Mitglied der Kirche ein Missionar sein sollte. Er ist wohl nicht berechtigt, von Haus zu Haus zu gehen, doch ist er durch seine Mitgliedschaft befugt, ein gutes Beispiel für einen guten Nachbarn zu setzen. Die Nachbarn beobachten ihn. Die Nachbarn beobachten seine Kinder. Er ist ein Licht, und es ist seine Pflicht, sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, sondern es auf einen Berg zu setzen, auf dass alle Menschen dadurch geführt werden.
Conference Report, October 1958, 93

HLT glauben, dass sie die Wahrheit und die Macht des Evangeliums mit jedem teilen sollen, den sie treffen. Der Herr sagte zu Joseph Smith, dem Propheten, "Siehe, ich habe euch ausgesandt, Zeugnis zu geben und die Menschen zu warnen; und einem jeden, der gewarnt worden ist, kommt es zu, seinen Nächsten zu warnen." (LuB 88:81) Daher wissen HLT, dass ihre Botschaft von Gott ist und für die gesamte Menschheit. Darum teilen sie es, ob mit Christen oder mit Nicht-Christen. Mit Nichtchristen teilen sie das Zeugnis von Jesus Christus, dem Erlöser der Menschheit. Den Christen sagen sie, dass unser Erlöser, Jesus Christus, wieder gesprochen hat und eine wichtige Botschaft für die heutige Menschheit hat.

Weiterführende Informationen

Hier finden Sie zusätzliche Informationen über Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage:

Missionary Alumni Datenbank (englisch)

Geschichten über HLT-Missionare:

A PBS story on Mormon missionary efforts.</b>

<i>Eine Geschichte über Missionsarbeit in New York City von Columbia News Service.

Communities:

Weitere externe Links:

Verwendete Quellen

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