Matthew Cowley

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Biographisches

  • Bruder Cowley wurde am 2. August 1897 in Preston in Idaho als Sohn von Matthias F. Cowley und Abbie Hyde geboren. Er wurde nach Neuseeland auf Mission berufen, als er erst 17 Jahre alt war.
  • An der George-Washington-Universität erwarb er einen akademischen Grad in Rechtswissenschaften.
  • 1938 wurde Bruder Cowley als Missionspräsident nach Neuseeland berufen.
  • Am 13. Juli 1922, als er noch in Washington studierte, kehrte er nach Salt Lake City zurück, um Elva Eleanor Taylor im Tempel zu heiraten. George Albert Smith, damals ein Mitglied des Rates der Zwölf, vollzog die Eheschließung.
  • Am 5. Oktober 1945 wurde Bruder Cowley als Mitglied des Rates der Zwölf bestätigt, als die Kirche während der Halbjahreskonferenz eine feierliche Versammlung abhielt. Auf dieser Konferenz wurde George Albert Smith als Präsident der Kirche bestätigt, und als ersten berief er diesen jungen Mann zum Apostel, den er seit dessen früher Kindheit geliebt und geleitet hatte.
  • Am 11. Oktober 1945 wurde Matthew Cowley von Präsident Smith zum Apostel ordiniert — der 65. in dieser Evangeliumszeit.
  • Ungefähr ein Jahr später wurde unter den Generalautoritäten der Kirche eine neue, verantwortungsvolle Stellung geschaffen, und Bruder Cowley wurde dazu bestimmt, die Stelle des Missionspräsidenten für die Pazifischen Inseln zu übernehmen. Die neue Aufgabe bestand darin, die vielen Missionen im Pazifischen Ozean zu beaufsichtigen. Sein Sitz blieb weiter in Salt Lake City, aber in den folgenden drei Jahren bereiste er fast ununterbrochen die Inseln. Nun wirkte er zum Segen des ganzen polynesischen Volkes wie vorher für die Maoris während der Jahre, als er als Missionar und Missionspräsident unter ihnen gelebt hatte.

Er hatte eine große Sprachbegabung und konnte die Sprache der Eingeborenen sprechen, so dass die Menschen ihn auf seinen Reisen verstehen konnten. Außer den Inseln besuchte er auch noch die Missionen im Fernen Osten und in Australien. Er besuchte die Philippinen, Japan und China und weihte dabei China erneut für die Verkündigung des Evangeliums. Nach ungefähr drei Jahren wurde er aus diesem besonderen Auftrag entlassen, und von diesem Zeitpunkt bis zu seinem Tode reiste er außerordentlich viel mit anderen Generalautoritäten, um die Pfähle und, Missionen der Kirche zu besuchen.

  • Als er am 13. Dezember 1953 starb, war er einer der am meisten geliebten Männer seiner Zeit geworden. Es gibt wenige Menschen, die jemals so geliebt und geachtet wurden. Er hat das Leben eines jeden, der ihn kannte, beeinflusst.

Inhaltsverzeichnis

„17 Jahre alt”

Ich erinnere mich daran, wie ich damals — ich war nur ein Junge und drei Monate ganz allein ohne einen Mitarbeiter und ohne die Sprache zu verstehen — jeden Morgen um sechs Uhr in den Wald ging und elf Stunden lang studierte und fastete und betete. Nach elf oder zwölf Wochen und ganz allein, ohne einen anderen Missionar, der mich ermutigt hätte, hatte ich schließlich die Kühnheit, vor eine Gruppe von Eingeborenen zu treten und das Evangelium in ihrer Sprache zu predigen. Ich benutzte Worte, die ich noch niemals gehört oder gelesen hatte, und ich verspürte ein Brennen in der Brust, wie ich es niemals vorher oder hinterher gefühlt habe. Mein Verstand war nicht wie der eines Halbwüchsigen. Die Macht Gottes sprach durch mich — einen Jungen von 17 Jahren.

„Zu Hause sind alle auf den Knien und beten für dich”

Ich möchte Ihnen sagen, meine Brüder und Schwestern, dass ich in den letzten Monaten so oft und so viel gebetet habe, dass ich manchmal gemerkt habe, wie ich mich mitten auf der Straße niederknien wollte, um zu beten. Die Mormonenfamilie kann durch das Gebet im Familienkreis ihre Unversehrtheit bewahren. In dieser Kirche ist das Allerheiligste nicht in diesem Tabernakel oder im Tempel, sondern bei Ihnen zu Hause. Dort erproben Sie die erlösenden Kräfte des Evangeliums Jesu Christi. Als ich auf der Schule war oder auf den Inseln in der Missionarsarbeit tätig war, pflegte ich meinen Vater besonders zu schätzen. Ich war acht Monate lang sehr krank. Ich hatte Furunkel, einen Hitzschlag, einen Bandwurm, dann hatte ein Pferd mich in den Leib getreten, und so kam eins nach dem anderen. Wenn ich morgens aufwachte, pflegte ich mir zu sagen:

„Zu Hause sind alle, Vater, Mutter, Brüder und Schwestern, auf den Knien und beten für dich.” Und wenn die Dämmerung kam und der Abend hereinbrach, wusste ich, dass mehr als 12.000 km entfernt meine Familie am Boden kniete und betete und dass sie auch für mich betete. Das bedeutete viel für mich. Ich danke Gott, dass meine Familie — die Familie meines Vaters — immer intakt geblieben ist. Selbst wenn ich nach meiner Heirat bei meinen Eltern zu Besuch war und wieder gehen wollte, sagte mein Vater: „Komm noch einmal her. Ich bin immer noch der Patriarch in der Familie, und du hast ein Anrecht auf meinen Segen.” Und dann betete er. Er ergoss seine Seele vor Gott, aber gleichzeitig hat er mir damit das Evangelium gepredigt.

„Diese Eingeborenen sind Gott nahe”

Er (Matthew Cowley) musste auf die Berufung zum Apostel wohl schon vorbereitet gewesen sein, als sie erfolgte ... Hatten seine eingeborenen Freunde es ihm nicht vorausgesagt? Eine besondere Begebenheit, die er bestimmt nicht vergessen hatte, ereignete sich in Neuseeland, als die Heiligen dieser Mission sich zu einer Gedächtnisfeier für Rufus K. Hardy versammelt hatten. Ein Sprecher beklagte den großen Verlust, den die Mission erlitten hatte, weil Bruder Hardy aus den präsidierenden Räten der Kirche genommen worden war. Plötzlich hielt er inne, sah Bruder Cowley an und sagte:

„Warten Sie einen Moment. Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen. Wenn Präsident Cowley nach Hause kommt, wird er die erste freie Stelle im Rat der Zwölf Apostel ausfüllen, und dann werden wir wieder einen Vertreter unter den Autoritäten der Kirche haben.”

Bruder Cowley wusste, dass dies keine zufällige Bemerkung sein konnte. Er hatte schon zu oft erlebt, wie der Herr diese Menschen inspiriert hatte. „Diese Eingeborenen sind Gott nahe. Sie haben eine besondere Kraft. Ich nehme an, es kommt daher, dass sie Wunder als selbstverständlich hinnehmen. Sie zweifeln niemals an etwas”, sagte er.

„In dieselbe Richtung schauen”

In einem unserer Pfähle habe ich kürzlich eine Familie besucht, wo ein Mann im Bett lag. Er konnte nur die Augen und die Zunge bewegen. Er konnte sprechen und sehen, aber das war alles. Kein Leben in den Armen, kein Leben in den Beinen.

Die Wohnung war sauber, seine Bettwäsche war sauber, er war sauber. Vielleicht hatte er kein Gefühl in der Hand, aber seine Gefährtin hielt diese Hand ganz fest. Brüder und Schwestern, der Händedruck hat Bedeutung! Wenn Sie getrennt sind und wenn Sie nicht eine geistige Einheit spüren, die stärker ist als diese körperliche Einheit, dieser Händedruck, dann laufen Sie so schnell Sie können wieder zueinander! Wahre Liebe besteht nicht darin, dass man einander in die Augen schaut. Das ist nicht die wahre Liebe. Die wahre Liebe kommt in Ihr Herz und treibt Sie dazu, wenn Sie sich vom Altar erheben, dass Sie beide in dieselbe Richtung schauen — durch die ganze Ewigkeit. Das ist die wahre Liebe, wo beide in dieselbe Richtung schauen.

Wenn ein Maori von seiner Frau spricht, sagt er: „Taku hoa wahine”. Das heißt: „Meine Gefährtin Frau.” Wenn die Frau von ihrem Mann spricht, sagt sie: „Taku hoa taue”. „Mein Gefährte Mann.” Mir gefällt das etwas besser, als wenn man einfach sagt: „Meine Frau.” „Mein Mann.” „,Meine Gefährtin Frau.” „Mein Gefährte Mann.” Dies zeigt eine Einheit der Richtung, durch alle Ewigkeit.

„Wäre das nicht herrlich!”

Er (Gott) ist ein wunderbarer Partner, nicht wahr? Er ist wunderbar. Wie gern hätte ich im Leben so einen Partner! Ich würde gern geschäftlich mit jemandem zu tun haben, der so wie er zu mir kommen und sagen würde: „Hier, ich gebe das ganze Kapital, um das Geschäft zu beginnen. Ich sorge für viele Vorzüge. Du verwaltest das Geschäft. Vergiss mich nicht. Wenn du Einnahmen hast, behältst du neunzig Prozent und gibst mir zehn Prozent. Du kannst mit deinen neunzig Prozent machen, was du willst, und ich werde meine zehn Prozent wieder ins Geschäft stecken.” Wäre das nicht herrlich? Genauso einen Partner haben wir in dieser Kirche. Wir behalten die neunzig Prozent und verwenden sie so, wie wir möchten, manchmal zu unserm Verderben. Wir geben ihm zehn Prozent, und hier steht ein Tempel. Hier steht ein Tabernakel. Er steckt alles wieder ins Geschäft — in sein Geschäft. Gott finanziert seine Kirche, Brüder und Schwestern, wenn Sie die Evangeliumsgrundsätze befolgen!

verwendete Quellen

  • Der Stern Januar 1975: Auszüge aus dem Buch „Exceptional Stories from the Lives of Our Apostles”, zusammengestellt von Leon R. Hartshorn: mit freundlicher Genehmigung der Deseret Book Co., Salt Lake City.

Externe Links

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