Kirchenmusik
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Der Sinn der Musik
Heilige der Letzten Tage lieben gute Musik und religiöse Musik besonders. Einer J. Reuben Clark hob einer der Gründe dafür hervor, als er sagte: „Manchmal kommen wir Gott durch Musik näher als durch alles andere, außer dem Gebet. Charles W. Nibley bestätigte das und sagte: Es gibt etwas Geistiges im Lied, ein Einfluss, eine inspirierende Macht, dass die auf eine Weise Seele entzündet, wie sie sonst nicht berührt werden kann. Doch der Prophet Spencer W. Kimball sagte mehr zu der großartigen Wirkung der Musik. Er sagte: „Eine der größten Predigten, die je gehalten wurden, wurden durch den Gesang eines Liedes gepredigt.“ Andere hoben hervor, dass Kirchenlieder und andere religiöse Musik unsere Gedanken und Taten erheben kann, und uns hilft, ein Gefühl von Anbetung und Liebe zu Gott und anderen zu entwickeln.
Was Bruce McConkie über den Gesang sagte
Seit den Tagen des alten Testaments spielte Musik eine wesentliche Rolle bei der Gottesverehrung. Inspirierte Dichterpropheten in jedem Zeitalter haben wunderbare Lieder und Psalmen komponiert, in denen sie die mächtigen Werke Gottes verewigen, mit denen er sein Volk geführt und bewahrt hat. Religiöse Musik ist bei weitem die bedeutendste Musik aller Zeitalter. Was könnte man an rhythmischer Schönheit, dichterischer Größe und inspirierter Lehre mit den Psalmen Davids vergleichen?
Der Herr gebietet: „Wenn du lustig bist, so preise den Herrn mit Gesang, mit Musik, mit Tanz und mit einem Gebet des Lobes und der Danksagung“ (LuB 136:28). Er sagt auch: „Meine Seele erfreut sich am Lied des Herzens; ja, das Lied der Rechtschaffenen ist ein Gebet zu mir, und es wird ihnen mit einer Segnung auf ihr Haupt beantwortet werden“ (LuB 25:12). Eine große Verheißung der Wiederherstellung lautet: „Die Rechtschaffenen werden aus allen Nationen gesammelt werden und nach Zion kommen – singen werden sie die Lieder immerwährender Freude“ (LuB 45:71; s.66:11; 101:18; 109:39; 133:33).
Gute Musik ist ewig. Engelschöre verschönerten den Himmel im vorirdischen Dasein mit ihren Lobeshymnen. Wer kann sich vorstellen, wie die himmlischen Melodien geklungen haben mögen „als alle Morgensterne jauchzten, als jubelten alle Gottessöhne?“ (Ijob 38:6,7). Wessen Seele hätte sich nicht erweichen lassen von den celestialen Klängen, die die Geburt des Herrn ankündigten? „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade“ (Lk 2:14). Welcher Heilige freut sich nicht auf den Tag, wenn sein „unsterblicher Geist zusammen mit den Chören in der Höhe einem gerechten Gott lobsingen kann“ (Mos 2:28; s. Morm 7:7; Offb 14:2,3).
Gott schenkt dem Menschen Musik, um seine Absichten zu fördern. Schöne Melodien erweichen die Seele des Menschen und bereiten den Menschen auf das Evangelium vor. Wenn der Mensch die Wahrheit empfangen hat, helfen Loblieder auf Gott, seine Seele zu reinigen und zu heiligen. Die beste und größte Musik preist Gott und seine Wahrheiten mit Wort und Klang. Andererseits kann Musik auch sinnlichen und fleischlichen Zwecken dienen. Um Gottes Werk zu verwirklichen, müssen Wort und Melodie erhebend sein und zu erhabenen Gedanken und Gefühlen führen. Musik kann vulgär oder tugendhaft sein.
Gute Unterhaltungsmusik hat ihre Berechtigung genau wie klassische Musik, die hauptsächlich die musikalisch Begabten anspricht. In den Gottesdiensten sollen die Heiligen Lieder singen, die das Evangelium verkündigen und den Glauben stärken. Dazu genügt eine schöne Melodie allein nicht. Sie muß mit einem Text verbunden werden, der wahre Evangeliumsprinzipien verkündet. Die Wahrheit soll in Kirchenliedern genauso sorgfältig wie in den heiligen Schriften verkündet werden.
Der Mormon Tabernakelchor
Viele der größten Kirchenlieder aller Kirchen bezeugen Christus und verkünden die Lehren des Evangeliums. Eine der gewaltigsten Kompositionen überhaupt ist Händels großartiges Oratorium Messias. Die Darbietung des Messias durch den Mormon Tabernacle Chor ist sogar unter Nicht-Mormonen sehr beliebt.
Dieser Chor mit 360 Mitgliedern begann 1847 und macht Tourneen durch die ganze Welt, singt vor Staatsoberhäuptern, religösen Versammlungen und überhaupt in der Öffentlichkeit, um durch ihren Gesang Zeugnis zu geben. Sie traten auf, als fünf US-Präsidenten ihre Amtseinführung hatten, und Präsident Ronald Reagan nennt den Chor „Amerikas Chor“. Von ihren zahlreichen Aufführungen haben zwei die Goldene und zwei die Platin-Schallplatte errungen. The Battle Hymn of the Republic mit dem Philadelphia Orchestra gewann 1959 ein Grammy, und der Chor wurde 2003 mit der Medal of Arts(für künstlerische Spitzenleistung] ausgezeichnet. Mormonen sind sehr stolz auf ihren Chor, und alle, die eine großartige Stimme haben, nutzen die Gelegenheit für eine Vorsingen, für ein Casting. In diesem Chor zu singen wird als eine Berufung betrachtet, und Mormonen, die das Vorrecht haben, auf diese Weise zu dienen, investieren jede Woche viele Stunden mit Üben und Auftritten.
Musik in der Gemeinde
Der Prophet Joseph Smith bat seine Frau Emma Lieder für ein erstes Gesangbuch zusammenzustellen, das regelmäßig aktualisiert wurde. Oft wurden diesem Gesangbuch Kinderlieder mit besonders bewegender Dichtkunst hinzugefügt Das Buch enthält auch Lieder für Feiertage, patriotische Lieder und Lieder wie Vorwärts Christi Jünger und Wie groß bist du, Lieder, die man überall im Lande in vielen anderen Kirchen auch hören kann. Die Gemeindeversammlungen beginnen und enden mit einem Lied aus diesem Buch, was mit Orgel oder Klavier begleitet wird. Bei großen und langen Versammlungen kann man gegebenenfalls ein Pausenlied einfügen, das aus diesem Gesangbuch ausgewählt wird. Dann wird der Versammlung zu stehen erlaubt, ehe die Versammlung fortgesetzt wird. Mit Ausnahme von speziellen Auftritten durch einige Mitglieder (was eine Darbietung von klassischer Musik sein kann mit Gesang und Begleitung), wird fast immer Musik aus dem Gesangbuch verwendet. Anders als in einigen modernen Kirchen beschränken Mormonen, besonders in amerikanischen Gemeinden, ihre Musikinstrumente während ihrer Versammlungen auf Klavier, Orgel, Geige, Flöte, Cello, Clarinette oder andere synphonische Instrumente.
Doch während der Versammlungen, die nicht am Sabbat stattfinden wie Talenteshows, Familienabende und andere Aktivitäten, singen und spielen Mormonen jede Art von Musik, doch ziehen sie erhebende und erbauende Dichtung vor, sogar bei weltlicher Musik wie Tanzmusik.
verwendete Quellen
- Gospel Music
- Mormon Doctrine von Bruce McConkie
weiterführendes Material
164. Herbst-Generalkonferenz, der Stern Januar 1995 S. 8: „Gottesverehrung durch Musik"
externe Links
mehr Musik vom Tabernacle Chor
