Jesus richtet das Abendmahl ein
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Die priesterlichen Verschwörer und der Verräter
Als die Zeit des jährlichen Passahfestes herannahte — und besonders während der beiden Tage unmittelbar vor Beginn der Feierlichkeiten —, beratschlagten die Hohenpriester, Schriftgelehrten und Ältesten des Volkes — kurz gesagt, der Sanhedrin — und die ganze Priesterpartei unablässig miteinander, wie sie Jesus am besten in Gewahrsam nehmen und dem Tode überliefern könnten. Bei einer dieser heimtückischen Ratsversammlungen, welche im Palast des Hohenpriesters Kaiphas (Matth. 26:3-5; siehe auch Mark. 14:1; Luk. 22:1-2.) abgehalten wurde, beschloss man, Jesus, wenn möglich, heimlich festzunehmen, da eine offene Gefangennahme wahrscheinlich zu einem Aufruhr des Volkes führen würde. Die Machthaber fürchteten einen solchen Ausbruch besonders bei den Galiläern, die auf die Tatsache stolz waren, dass dieser hervorragende Jesus eines ihrer Landsleute war, und von denen sich damals viele in Jerusalem befanden. Aus den gleichen Gründen wurde ferner beschlossen, im Falle Jesu vom der jüdischen Sitte abzusehen, wonach berüchtigte Missetäter als abschreckendes Beispiel bei großen, allgemeinen Versammlungen öffentlich hingerichtet wurden. Daher sagten die Verschwörer: „Ja nicht am Fest, damit kein Aufruhr im Volk entsteht.
Schon früher hatten sie erfolglose Versuche unternommen, Jesus in ihre Gewalt zu bekommen (Joh. 7:30,44, 45-53,, 11:47-57), und so waren sie natürlich nicht sicher, welches Ergebnis ihre jetzigen Machenschaften haben würden. Bei dieser Lage der Dinge wurden sie in ihren gottlosen Plänen ermutigt und erfreut, als ein unerwarteter Bundesgenosse auftauchte. Judas Ischariot, einer der Zwölf, bat um eine Unterredung mit diesen Machthabern der Juden und stellte dis schändliche Angebot, ihnen seinen Herrn in die Hände zu spielen;(Matth. 26:14-16; Mark. 14:10-11; Luk. 22:3-6). Getrieben von einer teuflischen Habsucht — die aber wahrscheinlich bei den wirklichen Beweggründen für seinen schändlichen Verrat nur die geringere Rolle spielte —, machte er den Handel, seinen Meister um Geld zu verkaufen, und feilschte mit den priesterlichen Käufern um den Preis für des Erlösers Blut. „Was wollt ihr mir geben?” fragte er; „und sie boten ihm dreißig Silberlinge“ (Matth. 26:15; vergl. Sacharja 11:12).” Dies war der durch das Gesetz festgesetzte Preis für einen Sklaven; er war auch die vorgesehene Summe des Blutgeldes, das für den Verrat am Herrn gezahlt werden sollte (Ex 21:32; Sach. 11:12—13). Dass Judas das Silber wirklich gezahlt bekam, entweder bei dieser ersten Unterredung oder anlässlich eines späteren Zusammentreffens zwischen dem Verräter und den Priestern, geht aus den späteren Ereignissen hervor (Matth. 27:3-10).
Er hatte sich zur schwärzesten Verräterei verpflichtet, deren ein Mensch fähig sein konnte, und von jener Stunde an suchte er nach einer Gelegenheit, um sein schändliches Versprechen durch eine noch abscheulichere Erfüllung einzulösen. Im Verlauf dieser erschreckenden Chronik von Tragödie und Verderben werden wir noch durch manchen anderen Einblick in das ruchlose Herz des Ischariot gepeinigt werden; für den Augenblick sei gesagt, dass Judas, ehe er Christus an die Juden verkaufte, sich an den Teufel verkauft hatte; er war Satans Sklave geworden und tat, was ihm von seinem Meister geboten wurde.
Das letzte Abendmahl
Der Tag, der dem Essen des Passahlammes voranging, hatte bei den Juden den Namen „Erster Tag der ungesäuerten Brotes (Matth. 26:17)” bekommen, weil an diesem Tag aller Sauerteig aus ihren Wohnräumen entfernt werden musste und es danach für eine Zeit von acht Tagen ungesetzlich war, etwas zu essen, das Sauerteig enthielt. Am Nachmittag dieses Tages wurden die Passahlämmer im Tempelhof getötet, und zwar von den Vertretern der Familien oder Gruppen, die miteinander essen wollten; ein Teil des Blutes von jedem Lamm wurde durch einen der zahlreichen Priester, die an dem Tage Dienst hatten, an den Fuß des Opferaltars gesprengt, wodurch das getötete Lamm als geopfert galt. Es wurde dann zum festgesetzten Versammlungsort derer gebracht, von denen es gegessen werden sollte. Während des ersten Tages der ungesäuerten Brote, welcher im Jahr des Todes unseres Herrn offenbar auf einen Donnerstag fiel, wurde Jesus von einigen der Zwölf gefragt, wo sie die Vorbereitungen für das Passahmahl treffen sollten (Matth. 26:17-19; Mark. 14:12-16; Luk. 22:7-13). Er wies Petrus und Johannes an, nach Jerusalem zurückzukehren, und fügte hinzu: „Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm, bis er in ein Haus hineingeht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann? Und der Hausherr wird euch einen großen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon für das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles für uns vor! Die Jünger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. "
An dem Abend — Donnerstagabend nach unserer Zeitrechnung, aber gemäß dem jüdischen Kalender der Beginn des Freitag (Man erinnere sich, dass die Juden ihre Tage mit Sonnenuntergang beginnen ließen und nicht wie wir mit Mitternacht) — kam Jesus mit den Zwölf, und sie setzten sich miteinander zum letzten Mahle, das der Herr vor Seinem Tod zu sich nahm. Voll tiefer Bewegung sprach Er zu ihnen: „Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen. Denn ich sage euch: Ich werde es nicht mehr essen, bis das Mahl seine Erfüllung findet im Reich Gottes. Und er nahm den Kelch, sprach das Dankgebet und sagte: Nehmt den Wein und verteilt ihn untereinander! Denn ich sage euch: Von nun an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes kommt..” (Luk 22:15-18) Zu Beginn des Passahmahles war es üblich, dass der Gastgeber einen Segen über einen Kelch Wein sprach, der dann der Reihe nach jedem Teilnehmer am Tisch gereicht wurde. Es scheint, dass Jesus bei diesem feierlichen Mahl alle wesentlichen Vorgänge des Passahmahles einhielt; wir haben jedoch keinen Bericht darüber, dass Er die vielen überzähligen Bestimmungen befolgte, durch welche das von Gott gebotene Andenken an die Befreiung Israels aus der Knechtschaft mit überlieferten Sitten und rabbinischen Vorschriften ausgestattet worden war. Wie wir noch sehen werden, geschah im Laufe des Abends in diesem Saal vieles, was über die gewöhnlichen Regeln des jährlichen Festes hinausging.
Das Mahl nahm bei einer Stimmung von tiefer Traurigkeit seinen Fortgang. Als sie aßen, bemerkte der Herr voll Kümmernis: „Einer von euch wird mich verraten und ausliefern, einer von denen, die zusammen mit mir essen (Markus 14:18).” Die meisten Apostel taten da einen Blick in ihr Inneres und riefen einer nach dem anderen aus: „Bin ich's?” „Herr, bin ich's?” Es ist erfreulich, dass jeder von denen, die so fragten, sich mehr mit dem schrecklichen Gedanken befasste, dass möglicherweise er selbst, wenn auch noch so unabsichtlich, ein Missetäter sein könnte, als damit, ob sein Bruder sich etwa als Verräter erweisen würde. Jesus antwortete, dass es einer der Zwölf sei, die gerade mit Ihm aus der gemeinsamen Schüssel äßen, und fuhr dann mit der erschreckenden Äußerung fort: „Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.” Da fragte Judas Ischariot, der sich schon vertraglich verpflichtet hatte, seinen Meister um Geld zu verkaufen, und der in diesem Augenblick wahrscheinlich fürchtete, sein Schweigen könnte den Verdacht auf ihn lenken, mit einer unverschämten Dreistigkeit, die wahrhaft teuflisch war: „Bin ich's, Rabbi?” Unverzüglich und scharf entgegnete der Herr: „Du sagst es.” Noch ein weiterer Grund machte Jesus beim Abendmahl das Herz schwer. Einige der Zwölf hatten abermals einen geflüsterten Disput untereinander begonnen, wer wohl von ihnen den Vorrang habe (Luk. 22:24-30) — möglicherweise wegen der Rangordnung, die sie am Tisch einnehmen sollten, denn wegen solcher Nebensächlichkeiten gab es unter den Schriftgelehrten und Pharisäern und auch unter den Heiden viel Streit (Luk. 14:7-11) —, und abermals musste der Herr die Apostel daran erinnern, dass der größte von ihnen derjenige sei, der seinen Mitmenschen am bereitwilligsten diene. Sie waren schon früher belehrt worden, aber doch waren sie auch jetzt noch, zu dieser späten und feierlichen Stunde, von eitlem und selbstsüchtigem Ehrgeiz erfüllt. Betrübt und voll Ernsthaftigkeit versuchte der Herr, es ihnen klarzumachen, und fragte sie, wer größer sei: der zu Tische sitzt oder der da dient? Und die augenfällige Antwort ergänzte Er durch die Feststellung: „Ich aber bin unter euch wie ein Diener.” Dann fügte Er liebevoll hinzu: „In allen meinen Prüfungen habt ihr bei mir ausgeharrt. (Luk. 22:28).” Dann versicherte Er ihnen, dass sie im Reich Gottes weder der Ehre noch der Herrlichkeit ermangeln würden, denn wenn sie sich treu erzeigten, sollten sie auf Thronen sitzen als die Richter Israels. Für diejenigen Seiner Auserwählten, die Ihm treu waren, hatte der Herr kein anderes Gefühl als das der Liebe und des Verlangens, sie möchten über Satan und Sünde siegreich bleiben.
Die Verordnung der Fußwaschung – Die würde des Dienens
(Joh. 13:1-209 Der Herr stand vom Tisch auf, legte Seine äußeren Kleider ab und band sich ein Tuch wie eine Schürze um; dann nahm Er sich ein Waschbecken mit Wasser und kniete vor jedem der Zwölf der Reihe nach nieder, wusch ihm die Füße und trocknete sie mit dem Tuch. Als Er zu Petrus kam, verwahrte sich dieser impulsive Apostel dagegen und sagte: „Du, Herr, willst mir die Füße waschen?” Dass dieser Vorgang mehr war als ein bloßer Dienst um der persönlichen Behaglichkeit willen und mehr als nur ein Anschauungsunterricht in Demut, geht aus den Worten des Herrn an Petrus hervor: „Jesus antwortete ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen..” Petrus, der noch immer nicht verstand, erhob noch heftigeren Einspruch: „Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.” Nun aber, mit noch größerem Ungestüm als zuvor, streckte Petrus sowohl Füße als auch Hände vor und bat: „Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt!” Er war nun ins andere Extrem verfallen und bestand darauf, wenngleich unwissend und unbedacht, dass die Dinge nach seiner Weise geschehen sollten; er hatte noch nicht erkannt, dass die Verordnung so vollzogen werden musste, wie der Herr es wollte. Abermals berichtigte Jesus Seinen wohlmeinenden, doch vermessenen Diener und sagte zu ihm: „Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.” Jeder von ihnen war bei der Taufe untergetaucht worden; die Fußwaschung war eine zum Heiligen Priestertum gehörende Verordnung, deren volle Bedeutung sie noch lernen mussten.
Nachdem Er die Kleider wieder angelegt und an Seinen Platz bei Tisch zurückgekehrt war, prägte Jesus ihnen die Wichtigkeit dessen, was Er gesagt hatte, ein und sagte: „Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe..”
- Die Verordnung der Fußwaschung wurde am 27. Dezember 1832 durch eine Offenbarung wieder eingeführt. Sie wurde zu einer Voraussetzung für die Zulassung zur Schule der Propheten, und es wurden ausführliche Anweisugen für ihre Durchführung gegeben. (LuB 88:140)Weitere Anweisungen am 19 Janunar LuB. 123:37-39
Das Sakrament des Abendmahls
(Matth. 26:26-29; Mark. 14:22-25; Luk. 22:19-20.) Als Jesus mit den Zwölf noch bei Tische saß, nahm Er einen Laib Brot gab, nachdem Er andächtig dafür gedankt und es durch eine Segnung geheiligt hatte, jedem der Apostel ein Stück davon und sprach: „Nehmet, e das ist mein Leib”, oder nach einem ausführlicheren Bericht: „Das mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedädiu Dann nahm Er einen Kelch mit Wein, dankte und segnete ihn und ra ihn den Aposteln mit dem Gebot: „Trinket alle daraus, das ist mein ] des Neuen Testaments, welches vergossen wird für viele zur Vergeh der Sünden. Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von die Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken .n mit euch in meines Vaters Reich (In der revidierten Version lesen wir „Bundes° anstelle von „Testaments“ in Matth. 26:28 entsprechenden Schriftstellen.).” Auf diese einfache, aber eindrucksvolle Weise wurde die Verordnung eingesetzt, die seither als das Sakrament des Abendmahls des Herrn bekannt ist. Brot und Wein, ordnungsgemäß durch Gebet geweiht, werden zu Sinnbildern des Leibes und Blutes Herrn, um ehrfurchtsvoll und zu Seinem Gedächtnis gegessen und getrunken zu werden.
Der Vorgang bei der Einführung dieser heiligen Handlung wurde später dem Apostel Paulus geoffenbart, dessen beurkundetes Zeugnis über ihre Einsetzung und Heiligkeit mit den Berichten, die die Verfasser der Evangelien uns geben, übereinstimmt (1. Kor. 11:23-34). Später setzte der Herr diese Verordnung auch auf dem westlichen Kontinent bei den Nephiten ein; und auch in der gegenwärtigen Evangeliums wurde sie wiederhergestellt (3. Ne 18:6—11; LuB 20:75). Während der finsteren Jahre des Abfalls wurden eigenmächtige Veränderungen bei der Spendung des Abendmahls eingeführt und viele falsche Lehren über seine Bedeutung und Wirkung verbreitet".
Der Verräter geht in die Nacht hinaus
(Joh. 13:18-30) Als der Herr zu den Zwölf, deren Füße Er gewaschen hatte, sagte: „Ihr seid rein”, hatte Er eine Einschränkung vorgenommen, indem Er noch die Bemerkung hinzufügte: „Aber nicht alle." Johannes, der davon berichtet, unterlässt es nicht, zu erklären, dass Jesus den Verräter im Sinn hatte und „darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein.” Der schuldige Ischariot hatte sich ohne jeden Widerspruch die Fußwaschung durch den Herrn gefallen lassen, wenngleich er nach dieser Waschung geistig unreiner war als zuvor. Als Jesus sich wieder hingesetzt hatte, brachte Er den wesentlichen Teil Seines Wissens über das verräterische Herz des Judas abermals zum Ausdruck. „Nicht rede ich von euch allen”, sagte Er, „ich weiß, welche ich erwählt habe. Aber es muss die Schrift erfüllt werden: Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, hat gegen mich geprahlt. (Psalm 41:10).” Der Herr war darauf bedacht, ihnen die Tatsache einzuprägen, dass Er schon vorher wusste, was kommen würde, damit dann, wenn die schreckliche Entwicklung eine vollendete Tatsache war, die Apostel erkennen würden, dass dadurch die Schrift erfüllt worden war. Betrübt im Geist wiederholte Er die furchtbare Aussage, dass einer der Anwesenden Ihn verraten würde. Petrus gab Johannes, der neben Jesus saß und in diesem Augenblick seinen Kopf an des Herrn Brust gelehnt hatte, ein Zeichen, dass er fragen solle, wer von ihnen der Verräter sei. Auf die geflüsterte Frage des Johannes antwortete der Herr: „Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde.”
Es lag nichts Ungewöhnliches darin, dass jemand bei Tisch, besonders der Gastgeber, ein Stück Brot in die Schüssel mit Bratensaft oder würziger Tunke tauchte und es einem anderen gab. Diese Handlung von seiten Jesu erregte kein allgemeines Aufsehen. Er tauchte das Stückchen Brot ein und gab es Judas Ischariot mit den Worten: Was du tun willst, das tu bald!” Die anderen deuteten die Bemerkung des Herrn als eine Anweisung an Judas, sich um irgendeine Pflicht zu kümmern oder einen gewöhnlichen Gang zu unternehmen, vielleicht um etwas für die weitere Feier des Passahfestes einzukaufen oder einigen Armen Geschenke zu bringen, denn Judas war der Schatzmeister der Gruppe und „hatte die Kasse”. Aber Ischariot verstand es wohl. Sein Herz war um so mehr verhärtet, da er entdeckte, dass Jesus von seinen schändlichen Plänen wusste, und die Demütigung, die er in des Meisters Gegenwart fühlte, machte ihn rasend. Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. und übernahm seine bösartige Herrschaft. Judas ging züglich hinaus und verließ die gesegnete Gemeinschaft seiner Brüder des Herrn für immer. Johannes versieht den Abgang des Verräters mit der kurzen und bedeutungsvollen Bemerkung: „Und es war Nacht.”
verwendete Quellen
- Jesus der Christus - von James E. Talmage
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