Jedediah Grant

Aus MormonWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Biographisches

  • Jedediah M. Grant wurde am 21. Februar 1816 in Windsor im Staat New York als Sohn des Joshua Grant und der Athalia Howard geboren.
  • Im Alter von 17 Jahren bekehrte sich Jedediah M. Grant zur Kirche und wurde am 21. März 1833 getauft.
  • Bruder Grant erfüllte viele Missionen. Die erste im Jahre 1835.
  • Am 28. Februar 1835 wurde er von Joseph Smith, Sidney Rigdon und Frederick G. Williams zum Siebziger ordiniert. Im Alter von 29 Jahren wurde er am 2. Dezember 1845 in den Ersten Rat der Siebzig berufen.
  • Im Jahre 1851 wurde Jedediah M. Grant zum ersten Bürgermeister von Salt Lake City gewählt.
  • 1852 wurde er zum Sprecher des Repräsentantenhauses des Territoriums Utah gewählt.
  • Am 7. April 1854 wurde Bruder Grant von Brigham Young, dem Präsidenten der Kirche, zum Apostel ordiniert. Am gleichen Tag — damals war Bruder Grant erst 38 Jahre alt — wurde er als Zweiter Ratgeber Brigham Youngs bestätigt.
  • Bruder Grant war ein eifriger Diener Gottes; seine Arbeit überstieg oftmals das Maß seiner körperlichen Kraft. Allzufrüh verstarb er am 1. Dezember 1856 in Salt Lake City.

Zum Zeitpunkt seines Todes war einer seiner Söhne, Heber Jeddy Grant, der später der Präsident der Kirche werden sollte, gerade erst neun Jahre alt. Auf dem Trauergottesdienst sprach Brigham Young dem Verstorbenen ein großes Lob aus. Im wesentlichen sagte er: „Jedediah M. Grant ist ungefähr 25 Jahre lang Mitglied der Kirche gewesen, aber in dieser Zeit hat er dem Herrn einhundert Jahre gedient.” .

„Wer steht an der Spitze Ihrer Kirche?”

Bruder Grant wurde einmal von einem sehr bekannten Baptistenprediger namens Baldwin zu einer Diskussion herausgefordert. Bruder Grant nahm die Herausforderung an. Der Ort der Diskussion war die schöne, große Kirche seines stolzen und herrischen Gegners. Mr. Baldwin war mir als ein Mann beschrieben worden, der es verstand, andere einzuschüchtern. Als die Zeit für die Diskussion gekommen war, war die Kirche zum Bersten gefüllt. Schiedsrichter wurden gewählt, und alles war bereit, damit das bevorstehende Ereignis seinen Lauf nehmen konnte, als Bruder Grant aufstand und sagte: „Mr. Baldwin, ich möchte Ihnen gern eine Frage stellen, bevor wir fortfahren.” „Gewiss doch”, willigte Baldwin ein. „Wer steht an der Spitze Ihrer Kirche in Südwest-Virginia?” Ohne zu zögern antwortete Mr. Baldwin streng: „Ich, mein Herr. Ich stehe an ihrer Spitze.”

„Danke”, sagte Bruder Grant, „ich wollte mich vergewissern, dass ich einen würdigen Gegner habe.” Für einen Augenblick lang sah der Baptistenprediger ein wenig verwirrt aus, doch dann fragte er: „Mr. Grant, nun ist es an mir, Sie zu fragen, wer an der Spitze Ihrer Kirche in Südwest-Virginia steht?” Bruder Grant stand auf und antwortete mit gesenktem Haupt: „Jesus Christus, mein Herr.” Dieser Schock war umwerfend. Die inspirierte Antwort entwaffnete seinen stolzen Gegner, und der demütige Diener Gottes ging wieder einmal als Sieger hervor.

„Sie sehen, das Blatt ist leer”

Schon am Anfang seines Wirkens als Missionar erlangte Jedediah M. Grant den Ruf, ein Sprecher zu sein, der jederzeit in der Lage war, über ein Thema zu sprechen, das ihm erst unmittelbar vor Beginn seiner Rede gegeben wurde. Mit der Zeit begannen sich viele Leute darüber zu wundern, wie und wann er seine wunderbaren Reden vorbereite. Auf ihre Fragen hin antwortete er, dass er sich nie wie andere Geistliche auf seine Reden vorbereite. „Natürlich lese ich und eigne mir Wissen über die Evangeliumswahrheiten an”, sagte er, „aber ich studiere nie eigens für eine Rede.”

Nun, die Leute glaubten seinen Worten nicht; denn ihrer Meinung nach war es unmöglich, solche Reden ohne sorgfältige Vorbereitungen zu halten. Um dies zu beweisen, entschlossen sich einige Leute, ihn auf die Probe zu stellen. Sie fragten ihn, ob er bereit wäre, an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit über ein Thema zu reden, das sie ihm geben würden. Sie erklärten ihm, dass sie ihm das Thema erst stellen würden, wenn er am Versammlungsort eintreffen würde, damit er keine Zeit hätte, sich vorzubereiten. Um sie zufriedenzustellen, willigte Bruder Grant ein. Der Ort, der ausgesucht wurde, war Jeffersonville in Virginia, der Heimat John B. Floyds, dem späteren Kriegsminister, und vieler anderer prominenter Männer. Der Raum, in dem Bruder Grant sprechen sollte, war das Gerichtsgebäude. Zur verabredeten Stunde war der Saal hoffnungslos überfüllt. Mr. Floyd und eine Zahl von Juristen und Geistlichen waren anwesend und hatten in der ersten Reihe Platz genommen. Bruder Grant kam heran, ging zum Podium und eröffnete die Versammlung wie üblich. Am Ende des zweiten Liedes trat ein Sekretär, der für diesen Anlass berufen worden war, nach vorn und händigte Bruder Grant einen Zettel aus. Bruder Grant faltete ihn auf und fand — dass er leer war. Ohne irgendein Zeichen von Überraschung zeigte er den Zuhörern den Zettel und sagte:

„Meine Freunde, ich bin heute vereinbarungsgemäß hergekommen, um über ein Thema zu sprechen, das mir diese Herren geben würden. Ich halte es in meiner Hand. Ich möchte Sie nicht beleidigen, denn ich habe versprochen, über das Thema zu sprechen, das man mir geben würde; und wenn es gilt, jemanden deswegen zu rügen, so müssen Sie die rügen, die das Thema ausgesucht haben. Ich wusste nicht, worüber ich sprechen sollte, aber von allen Themen ist mir dieses am liebsten. Sie sehen, das Blatt ist leer (zur gleichen Zeit hielt er das Blatt hoch).
Ihre religiösen Eiferer dort unten glauben, dass Gott alles aus nichts geschaffen hat; und nun möchten Sie von mir, dass ich eine Predigt aus dem Nichts schaffe, denn dieses Blatt ist leer. Ihre religiösen Eiferer glauben an einen Gott ohne Leib, ohne Glieder und ohne Regungen. Solch ein Gott, so denke ich, muss ein vollkommenes Nichts sein, gerade so wie es das Thema auf meinem Zettel ist. Sie glauben an eine Kirche ohne Propheten, Apostel, Evangelisten usw. Solch eine Kirche wäre im Vergleich zu der Kirche Christi ein Nichts. Diese Aussage stimmt mit meinem Thema überein. Sie haben Ihren Himmel jenseits von Raum und Zeit hingestellt. Er existiert nirgends, und demzufolge ist Ihr Himmel nichts wie mein Thema.”

Und so fuhr Bruder Grant fort, bis er sämtliche Glaubensbekenntnisse seiner Hörer in die Bestandteile zerlegt hatte; und dann verkündete er machtvoll die Grundsätze des Evangeliums. Mit folgenden Worten schloss er seine Rede: „Habe ich mich an das Thema gehalten, und hat sie das zufriedengestellt?” Sobald sich Bruder Grant gesetzt hatte, sprang Mr. Floyd auf und sagte: „Mr. Grant, wenn Sie kein Rechtsanwalt sind, dann sollten Sie einer werden.” Dann wandte er sich den Leuten zu:

„Meine Herren, Sie haben mit großer Verwunderung einer großartigen Rede zugehört. Nun sehen Sie sich Mr. Grants Kleidung an. Seine Ellbogen kommen fast aus den Rockärmeln; und seine Knien haben seine Hosen nahezu durchstoßen. Lassen Sie uns eine Sammlung für ihn durchführen.”

Als Mr. Floyd sich gesetzt hatte, stand ein anderer bekannter Rechtsanwalt auf und sagte: „Ich zahle den Ärmel einer Jacke und ein Hosenbein für Mr. Grant.” Der präsidierende Älteste der Methodistenkirche im Süden der Vereinigten Staaten wurde aufgefordert, den Hut herumzutragen, aber er erwiderte, dass er für einen „Mormonenprediger” doch keine Sammlung veranstalten würde.

„Jawohl, Sie werden”, sagte Mr. Floyd. „Reichen Sie den Hut herum”, forderte Mr. Stras den Geistlichen auf; und der Ruf wurde von den Zuhörern aufgenommen und wiederholt, bis sich der Geistliche schließlich um des Friedens willens dazu bereit erklärte. Er nahm den Hut und ging durch die Reihen und nahm die Spenden entgegen. Die Sammlung brachte so viel ein, dass sich Bruder Grant einen guten Anzug, ein Pferd, einen Sattel und Zaumzeug kaufen konnte. Keiner der Spender war ein Mitglied der Kirche Jesu Christi gewesen. Einige von ihnen schlossen sich später der Kirche an. Dies war das Ergebnis einer Rede von einem leeren Blatt.

„Hier ist unsere kleine Margaret”

Nach einer Rede Heber C. Kimballs anlässlich der Beerdigung Jedediah M. Grants.

„Vergangene Woche bin ich zu Bruder Grant gegangen, um ihn zu besuchen. Als ich sein Zimmer betrat, richtete er sich ein wenig von seinem Bett auf und drückte mir stumm die Hand. Er war nicht mehr imstande zu sprechen. Er tat mir sehr leid. Ich wollte ihm aufhelfen, damit ich ihm leichter die Krankensegnung geben konnte, die ich an ihm vollziehen wollte. Warum? Weil er tapfer war und ich ihn liebhatte ...

Ich legte ihm meine Hände auf und segnete ihn. Ich bat Gott, seine Lungen zu kräftigen, damit er wieder leichter atmen konnte; und in zwei oder drei Minuten stand er allein auf und sprach ungefähr eine Stunde lang mit mir. Er erzählte mir, was er gesehen und gelernt hatte, bis ich befürchtete, er würde wieder sehr krank werden, wenn ich ihn verlassen hätte. Bruder Grant sagte zu mir:

„Heber, ich bin zwei Nächte lang hintereinander in der Geisterwelt gewesen, und von allem Schrecklichen, was ich bisher durchgemacht habe, ist es das schlimmste gewesen, dass ich wieder zu meinem Körper zurückkehren musste. Die Ordnung und die Gesetzmäßigkeit, die dort geherrscht hat! In der Geisterwelt erblickte ich die Ordnung der rechtschaffenen Männer und Frauen; ich sah, wie sie in den verschiedenen Stufen organisiert waren. Es war nichts da, was sich meiner Vision in den Weg stellte; ich konnte jeden Mann und jede Frau auf ihrer Stufe und in ihrer Ordnung erblicken. Ich schaute danach, ob dort irgendeine Unordnung herrschte; aber es gab keine. Ich konnte weder Tod noch Dunkelheit, weder Unordnung noch Verwirrung entdecken.”

Bruder Grant erzählte, dass die Leute, die er dort sah, in Familienverbände organisiert waren, Stufe für Stufe, und alles befand sich in vollkommener Harmonie. Er führte eins nach dem anderen an und sagte: „Es ist genauso, wie Bruder Young es gesagt hat; es ist genauso, wie er es uns viele Male erzählt hat.”

Das ist ein Beweis für die Wahrheit dessen, was Bruder Young uns gelehrt hat; und ich weiß, dass es wahr ist ... Bruder Grant sah in der Geisterwelt die Rechtschaffenen versammelt, und unter ihnen gab es keine bösen Geister. Er sah seine Frau. Sie war die erste Person, die zu ihm kam. Er sah viele, die er gekannt hatte; aber außer mit seiner Frau Caroline sprach er mit niemandem. Sie kam zu ihm, und — so sagte er — sie sah wunderschön aus. Sie hatte ihr kleines Kind auf dem Arm, das auf dem Zug über die Prärien gestorben war, und sagte: „Hier ist unsere kleine Margaret; du weißt, dass die Wölfe ihr Grab aufgescharrt und sie verschlungen haben. Es hat ihr aber nicht weh getan; hier geht es ihr gut." Er erzählte weiter:

„Zu meinem Erstaunen waren einige Familien, die ich sah, unvollständig. Einigen Familien wurde nicht erlaubt, zusammen zu wohnen, weil sie ihre Berufung hier auf Erden nicht voll erfüllt hatten.”

Bruder Grant fragte seine Frau, wo Joseph und Hyrum und Vater Smith und andere seien. Sie antwortete: „Sie sind vorausgegangen, um Arbeiten für uns zu erledigen.” So war es gewesen, als Bruder Young und die anderen Brüder Winter-Quarters verlassen hatten und ins Tal des Großen Salzsees gekommen sind, um eine neue Heimat zu suchen; sie waren gegangen, um für ihre Schwestern und Brüder ein Zuhause zu finden.

Bruder Grant sprach auch von den Bauwerken, die er in der Geisterwelt gesehen hatte. Er machte die Bemerkung, dass der Herr dem Salomo Gold und Silber in die Hände gegeben hatte, damit er seine Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis stellen konnte. Doch, so sagte Bruder Grant, war der Tempel des Salomo im Vergleich zu den gewöhnlichsten Bauwerken, die er in der Geisterwelt sah, unbedeutend.

Über Gärten sagte Bruder Grant: „Ich habe viele schöne Gärten auf dieser Erde gesehen; aber ich habe nichts gesehen, was sich auch nur annähernd mit den Gärten in der Geisterwelt vergleichen lässt. Ich sah unzählige verschiedene Arten von Blumen, und einige von ihnen hatten fünfzig bis hundert verschiedenfarbige Blüten an einem Stiel.” Wir haben zwar auch viele Arten von Blumen auf Erden, aber ich nehme an, dass jene vom Himmel gekommen sind.

Als Bruder Grant mir erzählt hatte, was er gesehen hat, sprach er davon, wie ungern er zurückgekehrt war, um seinen Körper wieder aufzunehmen, nachdem er die Schönheit und Herrlichkeit der Geisterwelt gesehen hatte, wo die rechtschaffenen Geister versammelt waren.

verwendete Quellen

  • Der Stern Juni 1974: Andrew Jenson, The Latter-day Saints Biographical Encyclopedia, p.58: Heber C. Kimball, Remarks at the Funeral of President Jedediah M. Grant, in Journal of Discourses, vol. 4, pp. 135-38.

externe Links

GA-Pages, Lebensläufe der Generalautoritäten, englisch

Persönliche Werkzeuge