Jakob
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Im Buch Mormon ist Jakob (Hebräisch , „der die Ferse festhält; Ausstecher”) ein jüngerer Bruder des Propheten Nephi. Nach Nephis Tod wird er selbst ein Prophet. Das Buch Jakob wurde von ihm geschrieben.
Sein erster Lebensabschnitt
Gemäß dem Ersten Buch Nephi erhielt Jakobs Vater, Lehi, eine Offenbarung, dass er mit seiner Familie Jerusalem verlassen sollte, um der bevorstehenden Zerstörung der Stadt um etwa 600 v. Chr. zu entgehen. Lehi befolgte diese Offenbarung und zog mit seiner Frau Saria und seinen Söhnen Laman, Lemuel, Sam und Nephi fort. Auf ihrem Weg durch die Wildnis wurden Jakob und Joseph, Sohn Lehis, geboren. Jakob und seine Familie fuhren schließlich auf einem Schiff, das sein Bruder Nephi gebaut hatte, nach Amerika. Jakob wurde ein rechtschaffener Führer und Nachfolger Nephis als Prophet seines Volkes. Jakob ist der Autor des Buches Jakob im Buch Mormon.
Geistliche Lehren
Jakob verkündete den alten Nephiten vieles, darunter Prophezeiungen über Jesus Christus und die Lehre vom Sühnopfer (2. Nephi 9-10). Er lehrte auch das Gleichnis vom Ölbaum, das von der Zerstreuung und Sammlung Israels handelt (Jakob 5). Er predigte in aller Deutlichkeit gegen die Liebe zum Reichtum und gegen den Stolz, der daher rührt, das der einen mehr hat als der andere. Er lehrte: „... ehe ihr nach Reichtum trachtet, trachtet nach dem Reich Gottes“.
Er verurteilt alle Formen der Unkeuschheit, und er lehrte, dass die Vielehe bei den Nephiten nicht praktiziert werden sollte, es sei denn, dass Gott dies durch Offenbarung gebieten würde. Er ermahnte die Menschen, für ihre eigenen Sünden Umkehr zu üben, anstatt auf andere herabzublicken und ihre vermeintlichen Schwächen zu sehen (Jakob 2-3).
Im 2. Nephi, Kapitel 9, gibt Jakob die vielleicht beste Predigt über das Sühnopfer Jesu Christi, die wir im Buch Mormon finden können. Er lehrt die Notwendigkeit der Auferstehung und legt dar, wie sich die Auferstehung auf alle Menschen auswirken wird. Er spricht vom ewigen Gericht, von Gottes Gerechtigkeit und vom schließlichen Zustand der Rechschaffenen und der Schlechten. Er spricht von der „Größe der Barmherzigkeit unseres Gottes, des Heiligen Israels! Denn er befreit seine Heiligen von jenem furchtbaren Ungeheuer, dem Teufel, und Tod und Hölle und jenem See von Feuer und Schwefel, der endlose Qual ist“ (2. Nephi 9:19). Über das Sühnopfer Christi sagte er: „er erleidet die Schmerzen aller Menschen, ja, die Schmerzen jedes lebenden Geschöpfes, sowohl der Männer als auch der Frauen und Kinder, die der Familie Adams angehören.
Und er erleidet dies, damit die Auferstehung allen Menschen zuteil werde, damit alle am großen Tag, am Tag des Gerichts, vor ihm stehen können“ (2. Nephi 9:21-22). Er spricht davon, dass Glaube, Umkehr und die Taufe notwendig sind. Er erklärt auch, wie alle, die Gottes Gesetz nicht kennen, durch die Macht des Sühnopfers vor Gott wiederhergestellt werden. Er verurteilt die, welche meinen, sie seien weise, die aber nicht auf die Ratschläge Gottes hören. Seine Predigten sind voll von Beispielen für die Güte, das Wissen, die Macht und die Heiligkeit Gottes. Zum Schluss ermahnt er uns eindringlich, die Sünde zu meiden und die Ketten der Hölle abzuschütteln. Er ruft uns auf, demütig, glaubenstreu, geistig gesinnt und heilig zu sein. Eins der größten Zeugnisse des Glaubens der Mormonen an den Retter und sein Sühnopfer findet sich im 2. Nephi, Kapitel 9.
Jakob setzt seine Predigt in 2. Nephi 10 fort, wo er über die Kreuzigung Christi prophezeit und über die Schlechtigkeit derer, die ihn kreuzigen. Nach weiteren Prophezeiungen und Ermahnungen schließt er mit einer Reihe von wichtigen Punkten der Lehre. Er sagt: „daß ihr frei seid, für euch selbst zu handeln — den Weg des immerwährenden Todes zu wählen oder den Weg des ewigen Lebens ... und nachdem ihr mit Gott versöhnt seid, denkt daran, daß es nur in der Gnade Gottes ist und durch sie, daß ihr errettet werdet“ (2. Nephi 10:23-24).