Himmlischer Vater
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Der allererste Glaubensartikel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erklärt klar und einfach unseren Glauben an Gott:
- Wir glauben an Gott, den ewigen Vater, und an seinen Sohn, Jesus Christus, und an den Heiligen Geist.
Joseph Smith bot eine lehrreiche Erklärung seines Glaubens, die in den Heiligen Schriften der Kirche niedergelegt sind:
- Der Vater hat einen Körper aus Fleisch und Gebein, so fühlbar wie der eines Menschen, ebenso der Sohn; aber der Heilige Geist hat keinen Körper aus Fleisch und Gebein, sondern ist eine Person aus Geist. Wäre es nicht so, könnte der Heilige Geist nicht in uns wohnen. (LuB 130:22)
Heilige der Letzten Tage glauben, dass Gott allmächtig und allwissend ist, und dass Sein Geist überall von jedem Menschen wahrgenommen werden kann. Er ist ist ein erhöhtes, vollkommenes und verherrlichtes Wesen mit allen guten Eigenschaften; Er ist gnädig, liebend, geduldig, wahrheitsliebend und kein Anseher der Person. Durch Joseph Smiths erste Vision haben die Mitglieder eine erste klare Erkenntnis bezüglich Seiner Natur.
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Unser aller Vater
Heilige der Letzten Tage glauben, dass Gott buchstäblilch der Vater von uns allen ist. Wir sind Seine Kinder, und so können wir von Ihm und durch Ihn lernen. Wir können danach trachten, ihn zu kennen und zu werden wie Er. Er liebt uns und kannte uns, ehe wir auf die Erde kamen, wünschte uns Freude und Glück in diesem Leben und möchte, dass wir zu Ihm zurückkehren, dass wir im im nächsten Leben bei Ihm wohnen. (Heilige der Letzten Tage glauben, dass unser Erdenleben nur ein winziger Teil unserer ewigen Existenz ist. Sie glauben, dass sie bei Gott lebten, ehe sie geboren wurden, und dass wir zurückkehren können, um bei Gott zu leben, nachdem wir gestorben sind. Dieses Konzept ist dargelegt im Plan der Erlösung)
Gottes Verwandtschaft zu Jesus und dem Heiligen Geist
Heilige der Letzten Tage glauben, dass der himmlische Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist drei deutlich verschiedene Wesen sind. Zusammen bilden sie eine Konstitution, was als die Gottheit bezeichnet wird. Der Gedanke, das alle drei Mitglieder der Gottheit drei deutlich verschiedene Wesen sind, wurde durch die Offenbarung bekräftigt, als Joseph Smith seine erste Vision erhielt, doch auch die Schriften zeugen davon. Zum Beispiel bei der Taufe Jesu, während er im Wasser war, wurde die Stimme Des Vaters vom Himmel her gehört und der Heilige Geist kam herab wie eine Taube und ruhte auf Jesus. (Matth 3:13-17)Bei dieser Gelegenheit offenbarten sich alle drei Mitglieder der Gottheit getrennt und gleichzeitig. Jesus legte auch deutlich dar, wie er von seinem Vater verschieden ist, als er sagte: „Mein Vater ist größer als ich." (Joh 14:28) An einer anderen Stelle erklärte Jesus: „Auch richtet der Vater niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen." (Joh 5:22) Auf dem Berg der Verklärung identifizierte der Himmlische Vater den sterblichen Jesus vor Petrus, Jacobus und Johannes als „Meinen geliebten Sohn." (Matthew 17:5) Dieses sind nur wenige Beispiele in der Bibel, wo der Himmlische Vater und Jesus als deutlich voneinander getrennte Wesen darstellt.
Trotz iher Individualität glauben die Heiligen der Letzten Tage, dass die Mitglieder der Gottheit vollkommen einig sind in Ziel und Absicht. Die Art und Weise, wie die Gottheit eins ist, wird im Gebet Jesu veranschaulicht, dass seine Jünger eins sein mögen, wie Er und Der Vater eins sind. (Joh 17:21-22) Hier betet Jesus für seine Jünger um Einigkeit in Ziel, Absicht und Zeugnis, nicht um die Verschmelzung ihrer Identitäten in ein einziges ununterscheidbares Wesen. Er betete, dass sie eins sein mögen in ihren Wünschen, Zielen und Plänen, genauso wie das zwischen Ihm und dem Himmlischen Vater ist.
Geschichte Gottes
Es ist ein bekannter Glaube der HLT, das Gott, der Himmlische Vater einst sterblich war, selbst wie wir jetzt. Einige glauben, er war einst ein Mann wie einer von uns: andere glauben, er war einst ein Mann wie Jesus. Dies ist zu finden in den Lehren Joseph Smiths:
- Denn ich werde ihnen jetzt erzählen wie Gott Gott wurde. Wir haben uns vorgestellt, das Gott Gott durch alle Ewigkeiten hindurch war. Dass er das nicht war, ist so manchen ein unverständlicher Gedanke. Aber dies ist das einfache und erste Prinzip des Evangeliums: mit Sicherheit den Charakter Gottes zu erkennen, damit wir uns mit Ihm unterhalten können wie ein Mann mit dem anderen. Gott selbst, unser aller Vater, wohnte auf einer Erde, wie sie der glich, auf der Jesus wohnte...
siehe Die King-Follett-Rede
Dieses Zitat ist aus einer Predigt von Joseph Smith, die er kurz vor seinem Tod gegeben hat. Das vorzeitige Ende seines Lebens hinderte ihn, diesen theologischen Gedanken in ausführlichen Details auszudiskutieren. Andere Führer und Mitglieder haben zu anderen Zeiten die gleiche Auffassung vertreten. Der Glaube, dass Gott einst war wie wir (wie Jesus war), ist unter HLT-Mitgliedern allgemein bekannt, doch ist es nicht der Test, Mormone zu sein oder nicht. Manche Mitglieder mögen verschiedener Meinung sein über das, was Joseph Smith genau damit gelehrt hat, oder einige mögen diesen Gedanken insgesamt ablehnen. Das hindert sich nicht daran, Mitglieder zu sein mit den grundlegenden Lehren der Kirche übereinzustimmen.
Einige Kritiker reklamieren, dass der Glaube, Gott war einst sterblich, bedeute, HLT-Lehre sage "Gott wäre nicht immer Gott gewesen", doch das ist nicht wahr. Warum`Weil alle Menschen ein unvollständiges Verständnis über die Natur der Ewigkeiten haben. Moses sprach mit Gott von Angesicht zu Angesicht und wurde gestärkt darin, in Seiner Gegenwart stehen zu können. Der Herr sagte:
- Siehe, ich bin der Herr, der Allmächtige Gott, und Endlos ist mein Name; denn ich bin ohne Anfang der Tage und ohne Ende der Jahre, und ist das nicht endlos? Und siehe, du bist mein Sohn; darum schaue, und ich werde dir das Werk meiner Hände zeigen; aber nicht alles, denn meine Werke sind ohne Ende wie auch meine Worte, denn sie hören nie auf.
(Die Köstliche Perle, Moses 1:3,4)
- Aber nur von dieser Erde und ihren Bewohnern gebe ich dir Bericht. Denn siehe, es gibt viele Welten, die durch das Wort meiner Macht vergangen sind. Und es gibt viele, die jetzt bestehen, und unzählbar sind sie für den Menschen; aber mir sind alle Dinge gezählt, denn sie sind mein, und aich kenne sie. Und es begab sich: Mose sprach zum Herrn, nämlich: Sei barmherzig zu deinem Knecht, o Gott, und erzähle mir in bezug auf diese Erde und ihre Bewohner und auch die Himmel, und dann wird dein Knecht zufrieden sein. Und der Herr, Gott, sprach zu Mose, nämlich: Der Himmel sind viele, und sie können für den Menschen nicht gezählt werden; aber mir sind sie gezählt, denn sie sind mein. Und so wie eine Erde vergehen wird, samt ihren Himmeln, so wird eine andere kommen; und es gibt kein Ende für meine Werke, auch nicht für meine Worte. Denn siehe, dies ist mein Werk und meine Herrlichkeit — die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.(Die Köstliche Perle, Moses 1:35-39)
Der himmlische Vater ging durch die Stadien der Existenz, doch war er immer Gott. Das ist leichter zu verstehen, wenn diese Stadien erklärt sind. Der Prophet Joseph Smith, der beständig durch Offenbarung aus der Höhe lehrte, erklärte, das wir alle ewig existiert haben, zuerst als Intelligenze, dann als Geister des himmlischen Vaters, dann als sterbliche Wesen, das als auferstandene unsterbliche Wesen. Offenbar ist die Intelligenz Gottes so groß, dass er in der Lage ist,alle anderen unzähligen Intelligenzen zu führen und zu regieren hin zu ewigem Ruhm. Joseph Smith erklärte diese Philosophien:
- Der Geist oder die Intelligenz des Menschen ist gleichartig mit Gott selbst. Ich weiß, mein Zeugnis ist wahr, deshalb sage ich zu diesen Leidtragenden: „Was habt ihr eigent/ich verloren? Eure Verwandten und Freunde sind nur für eine kurze Zeit von ihrem Körper getrennt worden, ihr Geist, der mit Gott bestanden hat, musste die irdische Hülle für eine kurze Zeit verlassen und Sie befinden sich jetzt an einem Ort, wo sie sich miteinander unterhalten, wie wir es hier auf Erden tun.
- Ich spreche jetzt von der Unsterblichkeit des Menschengeistes. Ist es vernunftgerecht zu behaupten, die Intelligenz der Geister sei ewig, aber sie habe einen Anfang gehabt? Die Intelligenz der Geister hatte keinen Anfang, noch wird sie je ein Ende haben. Das ist gute Logik. Was einen Anfang hat, muss auch ein Ende haben. Es gab nie eine Zeit, wo es keine Geister gab, denn sie sind von gleicher Ewigkeit wie der Vater im Himmel. (Zitat aus der King-Follett-Rede)
Die Intelligenz ist ewig und besteht aus sich selbst. Sie ist ein Geist von Zeitalter zu Zeitalter, und da gibt es keine Erschaffung. Alle Geister, die Gott je in die Welt sandte, sind des Wachstums fähig. Der Wesenskern des Menschen ist so aus sich selbst bestehend wie Gott. Der Allmächtige selbst, als er sich inmitten von Geister und in seiner Herrlichkeit sah, und weil er intelligenter war als sie alle, hielt es für angebracht, Gesetze aufzustellen, die den anderen eine ähnliche Gelegenheit zum Fortschritt ermöglichten, wie er sie hatte. Das Verhältnis, in dem wir zu Gott stehen, versetzt uns in die Lage, an Erkenntnis zu wachsen. Er hat die Macht, Gesetze aufzustellen, um die schwächeren Geister zu belehren, damit sie mit ihm erhöht werden, um von einer Herrlichkeit zur anderen fortzuschreiten und alle jene Erkenntnis, Macht, Herrlichkeit und Weisheit zu erlangen, die notwendig sind, sie in der Welt der Geister zu erretten.
In Lehre und Bündnisse Abschnitt 93 heißt es:
- Der Mensch war auch im Anfang bei Gott. Intelligenz oder das Licht der Wahrheit wurde nicht erschaffen oder gemacht und kann es auch gar nicht.
Die Mormonen werden beschuldigt, die Größe Gottes zu schmälern, indem sie 1) diese Elemente des Plans der Erlösung eingeführt haben und 2) darlegen, dass Männer und Freuen wie Gott werden können. Doch im Gegenteil zeigen HLT auf, dass der himmlische Vater all seine Macht geweiht hat zu dem einzigen Zweck, das alle, die überall im Universum auf zahlreichen Planeten wohnen zu einem Punkt gebracht werden, wo sie Ihm gleich sind und in Ehre und Freude. Und so sagen die Heiligen der Letzten Tage, dass ihre Ansicht und Erkenntnis über den Himmlischen Vater größer ist als in jeder anderen Religion.
