Glaube

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Im 4. Glaubensartkel heißt es: "Wir glauben, dass die ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums sind: erstens der Glaube an den Herrn Jesus Christus, zweiten die Umkehr, drittens die Taufe durch Unterrauchen zur Sündenvergebung und viertens das Händeauflegen zur Gabe des Heiligen Geistes."

Der Glaube an den Herrn Jesus Christus ist die Grundlage des Erlösungsplans. Wirklicher Glaube ist aktiver Glaube, der sich auf Vertrauen und Überzeugung gründet, was wiederum zum Handeln führt. Wenn wir Glauben an Christus haben, dann wollen wir seine Gebote halten, und damit ermöglichen wir es Ihm, uns mit der Gnade und Macht zu segnen, die wir eines Tages brauchen, um Erhöhung zu erlangen.

Inhaltsverzeichnis

Den Glauben an Jesus weiterentwickeln

Der Glaube ist eine Gabe von Gott, die allen seinen Kindern offensteht. Glaube bedeutet, dass man auf den Vater und den Sohn vertraut und ihnen gehorcht und nachfolgt. Wen wir von Christus und seiner Mission erfahren, beginnen wir, an ihn zu glauben, und dieser Glaube wird immer fester. Er kann sich weiterentwickeln, und wir fangen an, den Charakter und die Eigenschaften Christi besser zu verstehen.

Am besten lernen wir etwas über Christus, indem wir in der heiligen Schrift lesen. Samuel der Lamanit, ein Prophet, von dem im Buch Mormon erzählt wird, hat gesagt, die hielige Schrift führe uns zum Glauben an den Herr und zu Umkehr (Helamen 25:7). Wenn wir in der heiligen Schrift vom Erretter lesen, wird uns klar, dass er uns in allem helfen möchte. Er hat die Macht zu vergeben, zu beschützen, zu helfen und uns schließlich zur Vollkommenheit hinzuführen. Uns wird klar, dass er lebt und dass sein Werk und seine Herrlichkeit darin besteht, uns Unsterblichkeit und ewiges Leben zu ermöglichen (Mose 1:39). Diese Erkenntnis lässt unseren Wunsch, ihm zu gefallen weiter wachsen und macht unseren Glauben stark.

Alma macht allen Menschen Mut, die meinen, ihr Glaube sein nicht stark genug (Alma 32:17-43). Er erklärt, wie wir glauben lernen können, nämlich indem wir zuerst den Wunsch nach Erkenntnis haben und uns von diesem Wunsch leiten lassen, das Wort Gottes kennenzulernen. Wenn wir Gottes Gebote dann kennen, können wir sie anwenden. Und wenn wir dann merken, dass unser Versuch mit dem Wort Gottes Erfolg hat, wird unser Glaube aktiv. Alma vergleicht diesen Vorgang damit, dass man ein Samenkorn pflanzt, das sich schließlich zum Buam entwickelt und kostbare Frucht hervorbringt, nämlich ewiges Leben. (Alma 32:42-43)

Der Glaube an Christus kann uns sehr helfen, weil er Furcht und Zweifel durch Überzeugung, Vertrauen und Mut zum Vorwärtsstreben ersetzt. Der Glaube gibt unserem Leben Ziel und Richtung, sowie Hoffnung für die Zukunft. Wenn wir Glauben haben, leisten wir jeden Tag mehr und dienen immer mehr mit ganzem Herzen. Der Glaube ist eine Gabe, um die wir uns immer bemühen und um die wir beten müssen.

Durch den Glauben an Christus können wir geheilt werden

Einmal kam eine Frau zu Jesus, die seit zwölf Jahren krank war. Sie glaubte daran, dass Jesus sie heilen konnte; deshalb drängte sie sich durch die Menschenmenge und berührte Jesu Gewand am Saum. Sie sagte sich: "Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt." Sie wurde sofort geheilt, und Jesus, der spürte, dass Kraft von ihm ausgeströhmt war, fragte, wer ihn berührt habe. Als die Frau ihm zu Füßen fiel und gestand, sie sei es gewesen, sagte er zu ihr: "Meine Tochter, deine Glaube hat dir geholfen." (Markus 5:25-34).

Eine Frau erzählt, wie sich festgestellt hat, dass der Glaube ihr die Kraft gegeben hat, mit Würde etwas zu bewältigen, dem sie anders niemals gewachsen gewesen wäre. Ihr Mann leidet seit vielen Jahren an der Alzheimerschen Krankheit. Sie schreibt ihre Fähigkeit zum Durchhalten ihrem Glauben an Christus zu. Dieser Glaube ist die Quelle ihrer Kraft; ohne ihn hätte sie schon lange aufgegeben.

Eine ganze Familie aber auch jeder einzelne kann geheilt werden, wenn er an den Erretter galubet. In jeder Familie gibt es Streßsituationen. Dieser STreß kann die Familie schwächen, spaöten oer sogar auseinandersprengen, wenn der Glaube schwach ist ode sogar gänzlich fehlt. Wenn eine Familie hingegen starken Glauben hat, können Prüfungen sie im Gegenteil fester zusammenschweißen, wei alle einander stark machen und vom Herr stark gemacht werden.

Der Herr macht alle Getreuen stark und segnet sie

Christus hat verheißen: "Wenn ihr Glauben an mich habt, werdet ihr Macht haben, alles zu tun, was mir ratsam ist." [(Moroni 7:33)

Auch wir können die Macht des Glaubens ausüben, indem wir anderen Menschen helfen. Das, was wir erreichen und vollbringen, kommt uns meistens allerdings nicht ungewöhnlich vor; es vollzieht sich zu Hause und in der Nachbarschaft. In unserer Familie und bei unseren Freunden. Aber wenn wir unseren Glauben dadurch zeigen, dass wir rechtschaffen sind, können wir die Kraft erhalten, unsere Aufgaben zu erledigen und dann anderen Menschen zu helfen. Die Stärke der Kirche wird am Glauben ihrer Mitglieder gemessen. Wenn wir uns nach besten Kräften bemühen, dem Herrn und unsere Mitmenschen zu lieben und ihnen zu dienen, stellen wir damit unsreen Glauben an den Herr Jesus Christus unter Beweis.

Es ist nicht immer leicht, nach den Evangeliumsgrundsätzen zu leben; der Glaube an Christus kann uns jedoch die Kraft geben, uns schwierigen Situationen zu stellen und Probleme so zu lösen, wie Christus es möchte. Präsident Kimball hat darauf hingewiesen, wie nötig die Mitglieder der Kirche Glauben brauchen, und erklärt, welche Segnungen ihnen zuteil werden, wenn sie diesen Glauben ausüben:

"Es erfordert Glauben - Glaube, der nicht sieht -, wenn junge Menschen auch angesichts finanzieller Ungewissheit sofort an die Gründung einer Familie herangegen. Die junge Frau braucht Glauben, um zu Hause zu blieben und die Kinder großzuziehen, anstatt ihrem Beruf nachzugehen. Das gilt vo allem dann, wenn ihr Mann noch nicht mit der Ausbildung fertig ist. Es erfordert Glauben, den Sabbat heiligzuhalten, besonders wenn man mehr verdienen kann, falls man an diesem Tag arbeiten würde, wenn man Gewinn erzielen und Waren verkaufen könnte. Es erfordert großen Glauben, den Zehnten zu zahlen, wenn das Geld knapp und der finanzielle Bedarf groß ist. Es erfordert Glauben, zu fasten und das Familiengebet zu sprechen und das Wort der Weisheit zu befolgen. Es erfordert Glauben, wenn dann Opfer notwendig sind. Es erfordert Glauben, eine Vollzeitmission zu erfüllen. Aber über eins müssen wir uns im Klaren sein: das alles gehört zum Pflanzen und Säen, wohingegen Treue und Opferbereitschaft in der Familie, geistige Sichserhiet, Fried und ewiges Leben auf die Ernte sind." (Faith Prededes the Miracles, Seite 11)

Solcher Glaube ist in unserer Zeit notwendiger als je zuvor. Heute erscehint die Zukunft of unsicher und macht uns angst. Wir wissen nicht, was morgen geschieht. Aber der Glaube an Christus kann uns trotz aller Ungewisszeit geisten Frieden schenken. Präsidetn Ezra Taft Benson hat gesagt: "An Jesus Christus zu glauben bedeutet zu wisssen, dass er alles versteht, auch wenn wir das nicht können." (Generalkonferenz Okt. 1981)

Denken wir einmal über den folgenden Rat von Elder Bruce McConkie nach: "Vesuchen Sie nicht, Berge zu versetzen, sonder fangen Sie an, das zu tun was notwenidg ist, damit Sie sich das beschaffen, was sie für ihr zeitliches und geistiges Wohlergehen brauchen. Glaube ohne Werke ist nämlich nutzlos (siehe Jakobus 2:23).

Der Glaube an Christus führt zu Hoffnung auf ewiges Leben

In den großen Segnungen, die der Glaube an den Erretter bringt, gehört die Hoffnung auf ewiges Leben im celestialen Reich. Hoffnung erwächst aus dem Glauben an Christus. Wenn wir wissen, dass wir durch das Sühnopfer Jesu Christi Vergebung für unsere Sünden empfangen können und auferstehen werden, um für immer bei ihm zu leben, dann verzweifeln wir auch dann nicht, wenn wir schweren Prüfungen ausgesetzt sind. Die Hoffnung darauf, dass wir ewiges Leben ererben werden, gibt uns Kraft und schenkt uns bei allen irdischen Problemen Hoffnung darauf, dss wir ewiges Leben in der Gegenwart des himmlischen Vaters erlangen werden.

Mormon hat erklärt, worauf ein gläubiger Mensch hoffen darf und wie der Glaube zur Hoffnung führt:

"Und was ist es, was ihr erhofft? Siehe, ich sage euch, durch die Sühne Christi und die Macht seiner Auferstehung werdet ihr Hoffnung haben, zu ewigem Leben erhoben zu werden, und diese wegen eures Glaubens an ihn, gemäß der Verheißung. Darum, wenn der Mensch Glauben hat, muss er notwenigerweise Hoffnung haben; denn ohne Glauben kann es keine Hoffnung geben." [(Moroni 7: 41,42)

Die Hoffnung auf ewiges Leben trägt dazu bei, dass wir unsere irdischen Probleme vom Blickwinkel der ewigen Herrlichkeit aus betrachten. Sie schenkt uns Trost und hält uns davon ab, in Verzweiflung zu verfallen, wenn wir mit ansehen müssen, wie die Schlechtigkeit in der Welt immer mehr zunimmt. Sie schenkt uns die Gewissheit, dass unsere rechtschaffenen Bemühungen auf der Erde mit ewiger Freude belohnt werden.

gedrucktes Material

  • 153. Herbst-Generalkonterenz, der Stern April 1984 - "Gott schenke und den Glauben" von Gordon B. Hinckley S. 93
  • 152. Herbst-Generalkonterenz, der Stern April 1983 - "Glauben und Tun" von Elder Mark E. Petersen
  • 152. Herbst-Generalkonterenz, der Stern April 1983 - "Glaube - Macht des Lebens" von Elder Rex D. Pinegar
  • 151. Herbst-Generalkonferenz, der Stern April 1982 - "Glaube - der Kern der Religion" von Gordon B. Hinckley S. 5
  • 165. Frühjahrs-Generalkonferenz, Stern Juli 1996 S. 6: "Der Schild des Glaubens" von Präsident Boyd K. Packer
  • Der Stern Oktober 1985 S. 31: "Glauben lernen" von Mollie Hoaugh Sorensen
  • Der Stern April 1990 S. 2: "Sei nicht ungläubig² von Gordon B. Hinckley

Externe Links

verwendete Quellen

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