George A. Smith

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Biographisches

  • George A. Smith — nicht zu verwechseln mit dem späteren Präsidenten George Albert Smith — wurde am 26. Juni 1817 in der Stadt Potsdam im Staat New York geboren. Sein Vater war John Smith, der Bruder Joseph Smith sen., und seine Mutter war Clarrissa Lyman.
  • Als Georg elf Jahre alt war, erhielt sein Vater einen Brief von seinem Bruder, dem Vater des Propheten Joseph Smith. In dem Brief wurden die Visionen und Erlebnisse Georges Cousins, Joseph Smith jun., geschildert. Es dauerte auch nicht lange, bis Onkel Smith mit einem Buch Mormon, das gerade erst übersetzt worden war, nach Potsdam kam. Georges Mutter war die erste aus der Familie, die sich der Kirche anschloss. Im Frühjahr 1832 wurde Georges Vater, John Smith, durch die Taufe ein Mitglied der Kirche Jesu Christi. George A. Smith begegnete seinem Cousin, dem Propheten Joseph Smith, das erstemal im Jahre 1832. George wurde am 10. September 1832 ein Mitglied der Kirche.
  • Am 1. März 1835 wurde George A. Smith zum Siebziger ordiniert. Er war somit das jüngste Mitglied des ersten Siebzigerkollegiums. Drei Monate später trat er seine erste Mission an. Sein Arbeitsgebiet waren die Oststaaten von Amerika.
  • Später wurde er eingesetzt, eine Mission in England zu erfüllen. Im Alter von 21 Jahren wurde er am 26. April 1839 zum Apostel ordiniert.
  • Brigham Young hat George A. Smith ein „Studierzimmer der Geschichte”, und Orson Whitney hat ihn als „wandelnde Enzyklopädie” beschrieben. Deshalb kam es auch nicht überraschend, dass er am 7. April 1854 zum Kirchengeschichtsschreiber berufen wurde. In den folgenden 16 Jahren bekleidete Bruder Smith dieses Amt.
  • Im Jahre 1856 wurde Bruder Smith als Abgesandter des Territoriums Utah nach Washington geschickt, um dort die Souveränität dieses Gebietes zu beantragen.
  • 1868 starb sein lebenslanger Freund Heber C. Kimball. Auf der Herbst-Generalkonferenz der Kirche wurde George A. Smith zum Ersten Ratgeber Präsident Brigham Youngs berufen.
  • George A. Smith starb am 1. September 1875 in Salt Lake City.

Die „goldene Bibel”

Im August kamen mein Onkel Joseph Smith und sein jüngster Sohn, Don Carlos, zu uns auf Besuch. Sie brachten einige Exemplare des Buches Mormon mit. Mein Vater hatte seinen Bruder schon seit 18 Jahren nicht mehr gesehen und freute sich deshalb besonders über seinen Besuch. Onkel Smith wohnte in einer Ortschaft namens Wayne, die etwa 400 km von uns enfernt war, im westlichen Teil des Staates New York. Da mein Onkel große Eile hatte, seinen Vater zu sehen, spannte Vater am folgenden Tag die Pferde vor den Wagen und fuhr mit ihm nach Stockholm, einem Ort, der ungefähr 19 km entfernt war, wo mein Großvater und etliche meiner Onkel wohnten. Meine Mutter und ich verbrachten den Samstag und den Sonntag damit, im Buch Mormon zu lesen. Am Sonntagabend kamen die Nachbarn zu uns, um die „goldene Bibel”, wie sie sie nannten, zu sehen. Sie waren kaum da, brachten sie schon Einwände gegen das Buch vor. Obwohl ich nicht an das Buch glaubte, schienen mir die Einwände so armselig und töricht, dass ich meinerseits damit begann, darauf einzugehen und ihre Einwürfe zu entkräften und sie als falsch und dümmlich zu entlarven, bis die Leute schließlich verwirrt und bestürzt nach Hause gingen.

Ich befasste mich weiter mit dem Buch Mormon und legte mir eine Reihe von Einwänden zurecht, von denen ich meinte, dass sie ausreichen würden, um zu beweisen, dass es falsch war. Als mein Onkel zurückkam, versuchte ich mit ihm über meine Einwände zu diskutieren; aber er beseitigte meine Bedenken und erhellte meinen Verstand, dass ich seit dieser Zeit nie wieder den Versuch unternommen hatte, den göttlichen Ursprung des Buches in Frage zu stellen.

„Ich brach das Eis im Fluss auf”

Mein Vater hatte schon seit Jahren eine recht angegriffene Gesundheit, und seit ungefähr sechs Monaten war er nicht mehr imstande, seiner täglichen Arbeit nachzukommen. Und nun sollte er mitten im Winter getauft werden. Seine Nachbarn waren davon überzeugt, dass die Taufe ihn umbringen würde. Ich brach das Eis im Fluss auf und schaufelte in der 60 cm dicken Schneedecke einen 200 m langen Weg zum Fluss. Es war sehr kalt an dem Tag. Voller Staunen sahen die Nachbarn zu, wie mein Vater getauft wurde. Sie erwarteten, dass er sterben würde, aber sein Gesundheitszustand wurde von diesem Zeitpunkt an immer besser.

Ein Geistlicher sucht bestürzt das Weite

Als ich mit meiner Rede am Ende war, stand ein Geistlicher der lutherischen Kirche auf und erklärte, dass ich den Leuten erzählt hätte, dass das Buch Mormon wahr sei und dass sie alle verdammt würden, wenn sie dies nicht glaubten. „Nun”, sagte der Geistliche, „wir können nicht verdammt werden, wenn wir keinen Beweis für die Richtigkeit dieser Aussagen haben. Die Wahrheit der Bibel ist beispielsweise auf dreifache Weise bestätigt: Erstens haben wir Landkarten von all den Ländern, die sie beschreibt. Ich fordere diesen Fremdling auf, uns eine Landkarte von Zarahemla zu zeigen, wovon im Buch Mormon die Rede ist. Zweitens besitzen wir die ursprünglichen Aufzeichnungen von der Bibel. Ich fordere diesen Fremdling auf, uns die ursprünglichen Aufzeichnungen des Buches Mormon herbeizuschaffen. Drittens müssen wir den Beweis haben, dass die Übersetzung des Buches Mormon von dafür kompetenten Personen angefertigt worden ist. Wir verlangen diese Beweise. Wir sind bereit, über diese strittigen Punkte zu diskutieren. Soweit die Bibel davon berührt ist, dürften die Beweise ja wohl erbracht sein. Nun müssen die gleichen Beweise für das Buch Mormon erbracht werden, oder wir werden es als eine Fälschung bezeichnen und diejenigen, die es verbreiten, als Höllenkinder.”

Nun war es an mir, auf diese Anschuldigungen zu antworten. Ich erklärte, dass dieser Mann keinen guten Ruf haben kann, sonst hätte er nicht in Gegenwart der anwesenden Leute behaupten können, dass ich in meiner Rede gesagt hätte, jeder würde verdammt werden, der nicht an das Buch Mormon glaubt; denn er wusste ja, dass alle gehört hatten, dass ich so etwas nicht gesagt hatte. Der Geistliche unterbrach mich und rief: „Zeigen Sie uns die Landkarte von Zarahemla!” Ich erwiderte: „Ich bin immer und überall bereit, Ihnen eine Landkarte von Zarahemla zu präsentieren, wenn Sie eine Karte vom Lande Nod 1 liefern können.” Das nächste, was der Geistliche dann sagte, war: „Zeigen Sie uns die Originalplatten des Buches Mormon. Ich bin bereit, die Originale der Bibel zu bringen.” Darauf erwiderte ich: „Wenn Sie imstande sind, die Steintafeln zu bringen, auf denen Gott mit seinem Finger die Zehn Gebote geschrieben hat, und die originalen Papyrusrollen, auf denen Mose das Gesetz geschrieben hat, und die beiden Hölzern, auf denen Hesekiel geschrieben hat, dann bringe ich Ihnen die goldenen Platten, von denen das Buch Mormon übersetzt worden ist.”

Die Zuhörer brachen in lautes Gelächter aus, und der Geistliche suchte bestürzt das Weite und stieß dabei etliche Verwünschungen aus.

verwendete Quellen

  • Der Stern Juni 1974

zusätzliches Material

  • Der Stern März 1973
  • Der Stern Movember 1973 S. 456; Klassische Werke des Mormonismus
  • Der Stern März 1973 S. 123: George Alber Smith - Ein Leben für andere

externe Links

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