Geburtenkontrolle

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Die Segnung, mit einem sterblichen Körper geboren zu werden.

Nichts soll man als heiliger betrachten und mehr in Ehren halten als das Bündnis, wodurch die Geister der Menschen Gottes Geistkinder – den Vorzug bekommen, mit einer irdischen Wohnstatt auf diese Welt zu gelangen. Diese Einrichtung ist es, die die Segnungen der unsterblichen Herrlichkeit ermöglicht. Die schwerste Strafe, die jemals verhängt worden ist, traf Luzifer und seine Engel. Der schwerste Fluch, der überhaupt jemanden treffen kann, liegt darin, dass man keinen sterblichen Körper erhalten darf. Die solchermaßen bestraften Geister können sich nicht entwickeln, und sie haben keine Hoffnung auf die Auferstehung und das ewige Leben. Wegen ihres Aufruhrs sind sie zu ewigem Elend verurteilt!

Es ist nicht nur unser Recht, sondern auch unsere Pflicht, unseren ewigen Vater bei seinem Erlösungswerk zu unterstützen, indem wir seinen Kindern die Segnung zukommen lassen, die uns selbst gewährt worden ist, nämlich das Recht, zu leben und sich bis zur Vollkommenheit zu entfalten. Keine unschuldige Seele sollte dazu verdammt sein, durch eine uneheliche Geburt in diesem Leben benachteiligt zu werden. Jedes Kind hat einen Anspruch darauf, unter günstigen Umständen auf die Welt zu kommen. Wer ihnen dieses Recht nimmt, macht sich einer Todsünde schuldig.

Wie wichtig ein irdischer Körper für uns ist, zeigt sich schon daran, was wir über das ewige Leben wissen. Ein Geist kann ohne einen Körper aus Fleisch und Gebein nicht vollkommen gemacht werden. Durch die Auferstehung werden Körper und Geist zur Unsterblichkeit und zu den Segnungen der Errettung geführt. Nach der Auferstehung kann der Körper nicht mehr vom Geist getrennt werden; beide Teile sind untrennbar miteinander verbunden, damit sie ein Höchstmaß an Freude erlangen können. Nur durch die Geburt, womit für den Menschen das irdische Dasein beginnt, und durch die Auferstehung kann ein Geist wie unser ewiger Vater werden.

Dem Menschen wurde geboten, fruchtbar zu sein und sich zu mehren

Die von einem Ehepaar zu übernehmenden Pflichten sollen in jedem Punkt den Geboten des Herrn entsprechen.

Am Anfang, als der Herr die Eva dem Adam gab, sprach er: „Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch.” (Genesis 1:28) (Mose 2:28) Diese Erde wurde eigens zu dem Zweck erschaffen, den Geistkindern unseres ewigen Vaters das zeitliche Dasein zu ermöglichen, wo sie als Behausung für ihren Geist einen Körper aus Fleisch und Gebein erhalten und durch die Sühne Jesu Christi einst auferstehen, um wieder leben zu können in einer Auferstehung, wobei Geist und Körper untrennbar miteinander verbunden werden ... Die Ehe ist ein ewiges Bündnis. Sie soll nicht mit dem Tod enden, wie man in der Welt allgemein annimmt, sondern von ewiger Dauer sein. Der wahre Zweck dieses Lebens besteht darin, dass die mit einem Körper aus Fleisch und Gebein versehenen Geister der Menschen durch ihren Gehorsam gegenüber dem Evangelium in die Gegenwart Gott Vaters und seines Sohnes zurückkehren können, um dort im vollen Maße erhöht zu werden.

Wenn ein Mann und eine Frau sich nach dem Gesetz des Herrn trauen lassen, so gehören ihnen ihre Kinder gemäß der Offenbarung Gottes für alle Ewigkeit.

Das Bündnis, das der Herr mit Adam schloss und worin er ihm gebot, sich zu mehren, wurde nach der Sintflut mit Noach und seinen Nachkommen erneuert, denn der Herr sprach zu Noach: „Seid fruchtbar und vermehrt euch; bevölkert die Erde, und vermehrt euch auf ihr! Dann sprach Gott zu Noach und seinen Söhnen, die bei ihm waren: Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen.” (Genesis 9:7-9) Dieses Bündnis ist noch immer in Kraft, obwohl die Menschheit vom Weg des ewigen Lebens abgewichen ist und den vom Herrn offenbarten Ehebund abgelehnt hat.

Die Geburtenkontrolle ist eine Sünde

Der Missbrauch des heiligen Ehebundes ist die Hauptursache für den Untergang früherer Nationen. Wenn das heilige Ehebündnis gebrochen wird und die Ehe nicht mehr ihrem eigentlichen Zweck dient, wie es heute in der Welt so häufig vorkommt, ist die Vernichtung unvermeidlich.

Keine Nation kann längere Zeit bestehen, wenn die Ehe missbraucht und mit Verachtung behandelt wird. In alter Zeit entfachten die Völker durch ihre Unsittlichkeit den Zorn des Allmächtigen. Nichts soll man als heiliger betrachten als dieses Bündnis, wodurch die Geister der Menschen mit einem irdischen Körper ausgestattet werden.

Wenn ein Mann und eine Frau heiraten und vereinbaren, die Anzahl ihrer Kinder auf zwei oder drei zu beschränken, und Methoden anwenden, wodurch dies erreicht werden soll, so machen sie sich einer Sünde schuldig, wofür sie eines Tages bestraft werden müssen. Leider wird die Sünde der Geburtenkontrolle von vielen als Tugend propagiert, die sich für kultiviert und gebildet halten. Sie hat sogar in die Kirche Eingang gefunden und wird dort gar in einigen Unterrichtsklassen befürwortet. Daher sei es hier ausdrücklich klargestellt: Eine derartige Lehre wird von den Autoritäten der Kirche nicht nur nicht gebilligt, sondern als Sünde vor dem Herrn verdammt. Präsident Joseph F. Smith hat folgendes zu dieser Frage geäußert:

„Wer die Verantwortung des Ehestandes auf sich genommen hat, soll zusehen, dass er den Lauf der Natur nicht missbraucht, dass er das Lebensprinzip in sich nicht zerstört, dass er kein göttliches Gebot verletzt. Das Gebot, das er am Anfang gegeben hat, nämlich, dass der Mensch sich mehren und die Erde füllen solle, ist für die Menschenkinder noch immer gültig. Wer das Evangelium angenommen hat, kann wohl keine größere Sünde begehen, als die Entwicklung von Leben zu verhindern oder es zu zerstören. Wir kommen auf die Welt, damit wir leben können, und wir leben, damit wir Freude haben können. Wenn wir eine Fülle der Freude erlangen möchten, müssen wir dem Gesetz unserer Erschaffung gehorchen und das Gebot befolgen, das uns die Erfüllung unserer rechtschaffenen Hoffnungen und Wünsche zu bringen vermag, nämlich ewiges Leben.”(Joseph F. Smith, Evangeliumslehre, S. 310-311)

Die Geister möchten in einer rechtschaffenen Familie zur Welt kommen

Es sind sogenannte zivilisierte Völker, die die Geburtenkontrolle praktizieren Völker, die sich vom Weg des Lebens abgewandt haben. Brigham Young hat folgendes über die Geburtenkontrolle gesagt:

„Zahllose reine und unbefleckte Geister warten darauf, dass sie einen irdischen Körper annehmen können. Was ist demnach unsere Pflicht? Wir müssen ihnen eine Behausung geben. Wir müssen uns so verhalten, dass diese Geister nicht in Familien sündiger Menschen geboren werden, denn dort werden sie nur zur Schlechtigkeit, Ausschweifung und allen möglichen Verbrechen erzogen. Rechtschaffene Männer und Frauen sind verpflichtet, so vielen Geistern eine Wohnstatt zu bereiten, wie es ihnen möglich ist12.” (Discourses of Brigham Young, S. 305)

Wenn dieses sündige Verhalten in unserem Herzen Eingang findet und wir schuldig sind, wie wird uns dann zumute sein, wenn wir auf der anderen Seite des Schleiers anlangen und gewahr werden, dass wir uns selbst ewiger Segnungen beraubt haben? Wie werden wir es empfinden, wenn uns dort diejenigen anklagen, die dafür vorgesehen waren, in unsere Familie zu kommen, aber, wie Präsident Young gesagt hat, gezwungen waren, in Familien von Sündern zur Welt zu kommen? Werden wir nicht unsere eigene Errettung verlieren, wenn wir dieses göttliche Gesetz verletzen?

Die Geburtenkontrolle führt zur Verdammnis

Joseph F. Smith hat die Mütter in der Kirche im Juni 1917 wie folgt belehrt:

„Ich bedauere es und halte es für ein schreiendes Übel, dass bei Mitgliedern der Kirche die Ansicht besteht, man solle die Geburtenzahl beschränken. Ich halte dies, wo auch immer es geschieht, für einen Frevel, solange Mann und Frau gesund und rüstig und frei von Mängeln sind, die sich auf ihre Nachkommenschaft übertragen könnten. Ich bin der Meinung, dass Leute, die ihre Kinderzahl beschränken oder Geburtenverhütung betreiben, in der Zukunft Enttäuschung erleben werden. Ich zögere nicht zu sagen, daß dieser üble Brauch in meinen Augen eines der größten Verbrechen unserer Zeit ist.”(Evangeliumslehre S. 312-313)

Gott hat den Menschen im Anbeginn geboten, sich zu vermehren und die Erde zu füllen. Dieses Gebot gilt noch immer. Wenn junge Eheleute sich weigern, es zu befolgen, berauben sie sich selbst der erhabensten ewigen Segnungen. Wenn ein Ehepaar die Welt und ihr sündhaftes Treiben mehr liebt als die Gebote des Herrn, die uns in dieser Hinsicht auferlegt sind, schließt es sich selbst von der Segnung der ewigen Vermehrung aus. Wer dieses Gebot vorsätzlich und böswillig bricht, wird verdammt werden. Er kann den Geist des Herrn nicht bei sich haben. Die Kleinfamilie ist das gewohnte Bild in unserer Zeit. Viele Eheleute lehnen es ab, die Pflichten des Familienlebens auf sich zu nehmen. Sie wollen sich mit Kindern nicht belasten. Und doch ist das Gebot, das Adam einst erhalten hat, niemals aufgehoben worden. Wenn wir unseren Bündnissen nicht treu bleiben wollen – besonders jenen, die wir im Haus des Herrn eingegangen sind, können wir in der Ewigkeit nicht die Segnungen bekommen, die mit diesen Bündnissen einhergehen. Wer sich auf Erden absichtlich der Verantwortung, Vater oder Mutter zu sein, entzieht, kann nicht erwarten, dass der Herr ihm trotz dieser Verfehlung die Segnung ewiger Nachkommenschaft zukommen lässt. Diese Segnung wird ihm versagt bleiben.

verwendete Quellen

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