Gebote

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Gebotesind Gesetze imd Richtlinien, Verordnungen, Bündnisse, Verträge, Satzungen, Vorschriften, Offenbarungen und Bestimmungen, die Gott der Menschheit gegeben hat, entweder individuell oder gemeinschaftlich für alle.

Inhaltsverzeichnis

Warum gibt Gott Gebote?

Diese Gebote halten die Menschen dazu an, hier auf Erden und im Reich Gottes ewiges Leben zu suchen. Es sind Worte des ewigen Lebens, von denen es heißt

Und nun gebe ich euch das Gebot, achtzuhaben in bezug auf euch selbst und den Worten des ewigen Lebens aeifrig Beachtung zu schenken. Denn ihr sollt avon jedem Wort leben, das aus dem Mund Gottes hervorkommt. (LuB 84:43-44)

Viele Leute mögen die Gebote als Last empfinden und dass sie sie in ihrer Freiheit und persönlichem Wachstum beschränken. Doch der Erlöser lehrte, dass es wahre Freiheit nur gibt, indem man Ihm nachfolge: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien." (Joh 8:31–32)

Die Wichtigkeit des Gehorsams

Gehorsam und Opfer sind die fundamentalen Richtlinien des Plans der Erlösung und die wahre Grundlage der Religion. Es ist Gehorsam, der von uns gefordert wird, ihn auf den Altar zu legen. Wir opfern die Bindung an unsere Sünden und an die Welt, um Ihm zu folgen.

Der Prophet Joseph Smith lehrte, dass Gehorsam zu den Geboten zu Segnungen von Gott führt:

„Es gibt ein Gesetz, das im Himmel vor den Grundlegungen dieser Welt unwiderruflich angeordnet wurde und auf dem alle Segnungen beruhen — und wenn wir irgendeine Segnung von Gott erlangen, dann nur, indem wir das Gesetz befolgen, auf dem sie beruht." (LuB 130:20–21).

König Benjamin lehrte ebenfalls dieses Prinzip im Buch Mormon. „Und weiter wünschte ich, ihr würdet den gesegneten und glücklichen Zustand derjenigen betrachten, die die Gebote Gottes halten. Denn siehe, sie sind gesegnet in allem, sowohl zeitlich als auch geistig, und wenn sie bis ans Ende getreulich aushalten, werden sie in den Himmel aufgenommen, so daß sie dadurch mit Gott in einem Zustand nie endenden Glücks weilen. O denkt daran, denkt daran, daß dies wahr ist; denn der Herr, Gott, hat es gesprochen." (Mosiah 2:41).

Gehorsam gegen über den Geboten ist ein Ausdruck unserer Liebe zu unserem himmlischen Vater und Jesus Christus. Der Erlöser sagte: „Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe." (John 15:10).

Wenn wir den Herrn lieben, ist Gehorsam keine Last mehr. Gehorsam wird zur Freude. Wenn wir den Herrn lieben, trachten wir weniger nach dem, was uns nützt, und wenden unser Herz dem zu, was anderen Menschen zum Guten gereicht und sie erhebt. (Joseph B. Wirthlin, „Das wichtigste Gebot,” Liahona, Nov 2007, 28–31.)

Die zehn Gebote

Die zehn Gebote sind die ewige Grundlage des Evangeliums und sind für unsere Erhöhung notwendig. In alten Zeiten offenbarte sich Der Herr dem Moses (siehe Exodus 20:1–17), und sie werden teilweise oder ganz in anderen Teilen der Heiligen Schrift erwähnt. (siehe Matth 19:18–19; Römer 13:9; Mosia 12:33–36; 13:13–24; LuB 42:18–29; 59:5–13; 63:61–62). Die zehn Gebote sind ein wesentlicher Teil des Evangeliums Gehorsam zu diesen Geboten ebnen den Weg zum Gehorsam zu den anderen Evangeliumsprinzipien. [1]

In diesen Letzten Tagen gab Der Herr Joseph Smith eine Anzahl von Geboten, die später als der 59. Abschnitt von Lehre und Bündnisse niedergelegt wurden. Der Herr gebot:

Darum gebe ich ihnen ein Gebot, nämlich so: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit all deiner Macht, ganzem Sinn und aller Kraft; und im Namen Jesu Christi sollst du ihm dienen.
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Du sollst nicht stehlen, auch nicht Ehebruch begehen, nicht töten, noch irgend etwas Derartiges tun.
Du sollst dem Herrn, deinem Gott, in allem danken.
Du sollst dem Herrn, deinem Gott, in Rechtschaffenheit ein Opfer darbringen, nämlich das eines reuigen Herzens und eines zerknirschten Geistes.
Und damit du dich selbst noch mehr von der Welt unbefleckt halten mögest, sollst du an meinem heiligen Tag ins Haus des Betens gehen und deine heiligen Handlungen darbringen;
denn wahrlich, dies ist der Tag, der dir bestimmt ist, von deiner Arbeit zu ruhen und dem Allerhöchsten deine Gottesverehrung zu entrichten;
doch sollen deine Gelübde an allen Tagen und zu allen Zeiten in Rechtschaffenheit dargebracht werden;
aber denke daran: An diesem, dem Tag des Herrn, sollst du dem Allerhöchsten deine Opfergaben und deine heiligen Handlungen darbringen und deinen Brüdern sowie vor dem Herrn deine Sünden bbekennen.
Und an diesem Tag sollst du nichts anderes tun, nur mit Lauterkeit des Herzens deine Speise bereiten, damit dein Fasten vollkommen sei oder, mit anderen Worten, damit deine Freude voll sei. (LuB 59:5-13)

Das Gesetz des Mose

Das Gesetz des Mose oder die fleischlichen Gebote wurden entworfen, um ein vergessliches Volk aufmerksam zu halten in bezug auf den Willen Gottes. Das Gesetz reicht in jeden Lebensaspekt, sogar in die Küche und ins Schlafzimmer, sodass durch jede banale Handlung der Gläubige innewerde, dass er Dem Herrn geweiht ist. Die Einzelheiten des Gesetzes bewirken, dass man nach dem Großen Gebot lebt, nämlich Den Herrn und seine Kinder zu lieben. Auf diese Weise ist das mosaische Gesetz ein Gesetz des Gehorsams, des Opferns, der Gefolgschaft und der Moral.

Das Große Gebot

Bei Gelegenheit versuchen die Pharisäer, Jesus eine Falle zu stellen, indem sie eine offensichtlich unmögliche Frage stellten. "Meister," fragten sie, "Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?"

Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.
Das ist das wichtigste und erste Gebot.
Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.(Matt 22:37–40).

Seit jenem Tag ist diese inspirierte Aussage durch viele Generationen hindurch wiederholt worden. Was nun uns betrifft, so bestimmt das Ausmaß unserer Liebe die Größe unserer Seele. (Joseph B. Wirthlin, „Das wichtigste Gebot,” Liahona, Nov 2007, 28–31.)

Liebe ist der Beginn, die Mitte und das Ende des Pfades der Nachfolge Christi. Sie ermutigt, berät, heilt und tröstet. Sie führt uns durch Täler der Dunkelheit und durch den Schleier des Todes. Am Ende führt sie uns zur Herrlichkeit und Pracht des ewigen Lebens

Das höhere Gesetz

Einige glauben irrtümlich, Jesus hätte das mosaische Gesetz, ein gesetz der Rache, abgelöst nd beiseite gesetzt und es durch das Gesetz der Liebe ersetzt. Heilige der Letzten Tage wissen, dass Jesus existierte, ehe die Erde war, und dass er der Schöpfer des Himmels und der Erde ist. Er ist bekannt als DER HERR, und ER war es, der Moses, das Gesetz gegeben hat. Das Gesetz bezeugte das Kommen des Erlösers. Als Er kam, erfüllte Jesus das Gesetz des Mose durch sich selbst.

Das höhere Gesetz ist dies:

  1. eine Fülle des Priestertums, des höheren Priestertums (Melchisedekisches Priestertum) ebenso das untergeordnete Priestertum (aaronisches Priestertum) mit der Vollmacht, im Himmel und auf Erden zu binden, und die Schlüsselvollmachten der heilenden Verordnungen, der ewigen Ehe und der Erhöhung.
  2. Mehr Verantwortung für den Gläubigen, die Gebote Gottes ins Herz geschrieben zu haben. Auf diese Weise wird von dem Gläubigen erwartet, sich in mehr Willenskraft zu üben, wenn er den Willen Gottes tut.
  3. Mit mehr Willenskraft seitens des individuellen Gläubigen kommt die beständige Gabe des Heiligen Geistes und ermöglcht persönliche Offenbarungen, damit der Mensch dienen und Fortschritt machen kann, indem er dem Willen Gottes folgt.
  4. Spirituelle Wiedergeburt — Ein Prozess, durch den man ein neuer Mensch wird, der wünscht fortwährend Gutes zu tun.

Gebote gegeben durch neuzeitliche Propheten

Der Herr hat immer versucht, Seine Kinder durch direkte Offenbaurng an Seine Propheten zu führen. Menchmal haben die Menschen das nicht zugelassen, nicht nur, indem sie es ablehnten zuzuhören, sondern auch indem sie die Boten Gottes beschimpften und mordeten. Gott hat Gebote für seine Kinder jeder Generation und sie waren manchmal speziell für die kulturelle Umgebung und eigentümlichen Versuchungen ihrer Zeit. Ein gutes Beispiel dafür ist im 89. Abschnitt von Lehre und Bündnisse zu finden, das Wort der Weisheit, welcher das Gesundheitsgesetz der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage enthält. Der Herr selbst erläutert die Gründe in seinem Vorwort. "Siehe, wahrlich, so spricht der Herr zu euch: Infolge der aSchlechtigkeit und der bösen Absichten, die im Herzen von bverschwörerischen Menschen in den letzten Tagen vorhanden sind und sein werden, habe ich euch cgewarnt und warne euch im voraus, indem ich euch durch Offenbarung dieses Wort der Weisheit gebe" (LuB 89:4) Die darauf folgenden Verse wurden erst als Rat gegeben und später als Gebote neuzeitlicher Propheten. Zu jener Zeit waren die wirklichen Gefahren des Rauchens und des Alkoholkonsums unbekannt. Der Herr gebot gegen deren Gebrauch, während Männer sich verschworen, The ensuing verses were given by way of counsel and later made die Sicherheit dieser Produkte zu beteuern und den Konsum anpriesen.

Persönliche Gebote

Viele sind der Gebote, die in der Bibel enthalten sind. Aufmerksam befolgte Jesus 613 von ihnen. Mormonen haben oft das Gefühl, doppelt so viel zu haben. Aber wenn der Gläubige lernt, den Einflüsterungen des Heiligen Geistes zu gehorchen, findet er, das Der Herr ihm sogar mehr Gebote offenbart, die für ihn persönlich gedacht sind. Ein Beispiel aus dem Buch Mormon ist Nephi. Er war gerade mit seiner Familie in die Wildnis geflüchtet aus Jerusalem beflüchtet, das dabei war, den Babyloniern in die Hände zu fallen und wo Männer sich verschworen, seinen Vater Lehi, einen Propheten, zu ermorden. Durch Lehi gebot Der Herr Nephi, nach Jerusalem zurückzukehren, um die Heiligen Schriften von einem schlimmen Ältesten zu erhalten. Das war ein gefährliches Unterfangen, doch Nephi folgte und sagte dazu: "Ich will hingehen und das tun, was der Herr geboten hat; denn ich weiß, der Herr gibt den Menschenkindern keine Gebote, ohne ihnen einen Weg zu bereiten, damit sie das vollbringen können, was er ihnen gebietet. (1. Nephi 3:7).

Die Bibel enthält viele Begebenheiten von persönlicher und einzelner Offenbarung speziell für Propheten. Gottes Gebot an Abraham, seinesn Sohn zu opfern, ist eines davon. Das Gebot an Moses, dem Pharao zu bezeugen und fordern, Gottes Volk ziehen zu lassen, ein anderes. Durch den Heiligen Geist wird Der Herr den Gehorsamen Gebote geben, ob sie Propheten sind oder einfache Nachfolger Christi. Das bestätigt den Aspekt des Herrn, das die Gebote Gaben sind und keine restriktiven Richtlinien, die den Menschen aufgebürdet werden.

verwendete Quellen

englischer Originaltext

zusätzliches Material

  • Der Stern August 1975 S. 19: Die Gebote des Herrn sind ein Segen
  • Der Stern Oktober 1967: 412: Das vornehmste Gebot

externe Links

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