Familienabend

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Inhaltsverzeichnis

Beim Familienabend die Familie stärken

Der Familienabend festigt die Liebe in der Familie und den Glauben im Herzen eines jeden Familienmitglieds.

1915 stellten Präsident Joseph F. Smith und seine Ratgeber der Kirche ein wöchentliches Familienabendprogramm vor und forderten die Eltern auf, die Zeit zu nutzen, um ihre Kinder im Wort Gottes zu unterweisen. Später, als Präsident Smith einmal das Familienabendprogramm beschrieb, rief er die Familien dazu auf, „eine Stunde oder mehr gemeinsam zu verbringen, und zwar auf andächtige Weise - mit dem Singen von Kirchenliedern und anderen Liedern, mit Beten, dem Lesen in den heiligen Schriften und anderen guten Büchern, Instrumentalmusik, Familiengesprächen und Unterweisung zu den Grundsätzen des Evangeliums und den ethischen Fragen des Lebens und den Verpflichtungen der Kinder gegenüber ihren Eltern, der Familie, der Kirche, der Gesellschaft, dem Land".

Mit diesem Familienabendprogramm brachte Präsident Smith seinen festen Glauben daran zum Ausdruck, dass „die Mitglieder der Kirche die große und wichtige Aufgabe haben, ihre Kinder von klein auf zu unterweisen, bis sie Männer und Frauen sind, und zwar in jedem Grundsatz des Evangeliums, und sich zu bemühen, soweit es in der Macht der Eltern liegt, in ihrem Herzen die Liebe zu Gott, zu Wahrheit, Tugend, Ehrlichkeit, Ehre und Redlichkeit und allem, was gut ist, zu nähren".1917 berichtete Präsident Smith den Heiligen, der Familienabend werde „von vielen Familien durchgeführt, und sie verbrächten sehr interessante und nützliche Abende". Heute legt die Kirche auch weiterhin Nachdruck auf viele der wesentlichen Aspekte des Programms, wie es ursprünglich von Präsident Smith eingeführt wurde.

Den Kindern die Grundsätze des Evangeliums lehren

Die Grundlage des Gottesreiches, der Rechtschaffenheit, des Fortschritts, der Entwicklung, des ewigen Lebens und der ewigen Vermehring im Reich Gottes liegt in der Familie, wie Gott sie bestimmt hat.

Das typische „Mormonenzuhause” ist der Tempel der Familie, in dem die Mitglieder des Haushalts morgens und abends zusammenkommen, um zu beten und Gott zu lobpreisen, und zwar im Namen Jesu Christi. ... Hier werden die sittlichen Lehren und religiösen Wahrheiten, die miteinander die Rechtschaffenheit ausmachen, die ein Land erhöht und die Sünde abwehrt, die jedem Volk Schande macht, gelehrt und wird ihnen sanfter Nachdruck verliehen.

Die Eltern lehren die Kinder, Gott zu lieben., die Grundsätze des Evangeliums Jesu Christi zu lieben, ihre Mitmenschen zu lieben, vor allem die Mitglieder der Kirche, damit sie der Gemeinschaft mit dem Volk Gottes treu bleiben. Sie lehren sie, das Priestertum zu ehren, die Vollmacht zu ehren, die Gott seiner Kirche verliehen hat, damit sie auf die rechte Weise regiert werde, denn das Haus Gottes ist ein Haus der Ordnung, kein Haus der Verwirrung....

Da es in der Familie zu wenig religiöses Engagement, zu wenig Gottesliebe und –furcht gibt und zu viel Weltlichkeit, Egoismus, Gleichgültigkeit und Ehrfurchtslosigkeit,. Musste also die Familie reformiert werden, damit Liebe und Frieden und der Geist des Herrn, Güte, Nächstenliebe, Opferbereitschaft in eurer Familie reichlich vorhanden sein. Präsident Smith forderte die Mitglieder fernerhin auf:

„Verbannt harte Worte, Neid, Hass, üble Nachrede, obszöne Ausdrücke und Sticheleien und Gotteslästerung, und lasst den Geist Gottes von eurem Herzen Besitz ergreifen. Lehrt eure Kinder dies im Geist und in der Macht, durch Übung unterstützt und gestärkt. Zeigt ihnen, dass ihr aufrichtig seid, und praktiziert, was ihr predigt. Überlasst eure Kinder, was das betrifft, nicht den Spezialisten, sondern lehrt sie selbst, durch Wort und Tat, am heimischen Herd. Seid selbst Spezialisten in der Wahrheit. Unsere Versammlungen, Schulen und Organisationen sollten nicht unsere einzigen oder führenden Lehrer sein, sondern Ergänzung zu dem, was wir zu Hause lehren und einüben.

Durch den Familienabend lehren, vor Gott untadelig zu wandeln

Den Heiligen der Letzten Tage wurde geraten, das Gebot des Herrn, das im 68. Abschnitt des Buches Lehre und Bündnisse steht (25-28), strikter zu befolgen:

„Und weiter: Wenn Eltern in Zion oder einem seiner organisierten Pfähle Kinder haben und sie nicht lehren, die Lehre von der Umkehr, vom Glauben an Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes, und von der Taufe und der Gabe des Heiligen Geistes durch Händeauflegen zu verstehen, wenn sie acht Jahre alt sind, so sei die Sünde auf dem Haupt der Eltern. Denn dies soll für die Einwohner Zions und in einem jeden seiner organisierten Pfähle ein Gesetz sein. Und ihre Kinder sollen, wenn sie acht Jahre alt sind, zur Vergebung ihrer Sünden getauft werden und die Hände aufgelegt bekommen. Und sie sollen ihre Kinder auch lehren, zu beten und untadelig vor dem Herrn zu wandeln.”

Die Kinder Zions sollten auch das Gebot des Herrn, das den Israeliten geben wurde und den Heiligen der Letzten Tage gegenüber wiederholt wurde, vollständiger beachten: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.” (Exodus 20:12.) Diese Offenbarungen gelten für die Heiligen der Letzten Tage mit großem Nachdruck, und es wird von den Vätern und Müttern in dieser Kirche verlangt, dass sie diese Gebote bei sich zu Hause lehren und anwenden.

Deshalb wird von der Präsidentschaft eindringlich dazu geraten, dass in der ganzen Kirche der „Familienabend” eingeführt wird, an dem die Väter und Mütter ihre Jungen und Mädchen zu Hause um sich scharen und sie das Wort des Herrn lehren. So können sie noch mehr lernen, was in ihrer Familie nötig ist und verlangt wird; gleichzeitig können sie sich selbst und ihre Kinder noch gründlicher mit den Grundsätzen des Evangeliums Jesu Christi vertraut machen. Dieser „Familienabend” soll dem Beten, dem Lesen in den heiligen Schriften und anderen guten Büchern, Instrumentalmusik, Familiengesprächen und Unterweisung zu den Grundsätzen des Evangeliums und den ethischen Fragen des Lebens und den Verpflichtungen der Kinder gegenüber ihren Eltern, der Familie, der Kirche, der Gesellschaft, dem Land gewidmet sein. Für die kleineren Kinder führt man Wiederholungen, Lieder, Geschichten und Spiele. Leichte Erfrischungen, die zum größten Teil zu Hause zubereitet werden, gehören dazu.

Formalitäten und Steifheit sollte man tunlichst meiden, und die ganze Familie soll sich an den Übungen beteiligen. Diese Versammlungen werden die Möglichkeit zu gegenseitigem Vertrauen zwischen Eltern und Kindern und zwischen den Geschwistern bieten, auch haben die Eltern dabei die Möglichkeit, ihren Jungen und Mädchen warnende Worte und guten Rat zukommen zu lassen. Die Jungen und Mädchen erhalten die Möglichkeit, Vater und Mutter zu ehren und ihre Dankbarkeit für die Segnungen der Familie zu bekunden, so dass die Verheißung des Herrn an sie buchstäblich in Erfüllung geht und sie lange leben und glücklich sind... .

Wir ... bitten darum, dass alle Beamten der Hilfsorganisationen in der ganzen Kirche diese Bewegung unterstützen und die jungen Leute dazu anhalten, an dem Abend zu Hause zu bleiben und ihre Energie dafür einzusetzen, dass es ein lehrreicher, nützlicher und interessanter Abend wird. Ich verheiße den Heiligen: wenn sie diesen Rat befolgen, werden sie sehr gesegnet. Die Liebe in der Familie und der Gehorsam gegenüber den Eltern werden zunehmen. Die Jugend Israels wird im Herzen stärkeren Glauben haben, und sie werden die Kraft haben, sich dem bösen Einfluss und den Versuchungen, die ihnen zu schaffen machen, zu widersetzen.

verwendete Quellen

  • Lehren der Präsidenten der Kirche - Joseph F. Smith
Persönliche Werkzeuge