Erbsünde
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Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage glauben, dass der Fall Adams ein notwendiges Ereignis in der Geschichte der Erde war. Als der himmlische Vater Adam und Eva in den Garten von Eden setzte, gebot er ihnen sich zu mehren und die Erde zu füllen. Er gebot ihnen auch, nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, gab ihnen aber die Entscheidungsfreiheit, es zu tun oder nicht. Der Herr hatte ihnen zwei widersprechende Gebote gegeben. Der Herr sagte ihnen, dass wenn sie von der Frucht des Baumes der Erkenntnis essen würden, dass sie dann sterben werden. (Abraham 5:13. Solange wie Adam und Eva im Garten Eden waren, lebten sie in einer paradiesischen Umgebung, aber dieser Zustand war ebenso feststehend. Weder alterten sie, noch sie konnten Kinder bekommen. ((2. Ne 2:22).. Es gab keinen Tod, keine Sterblichkeit, keine Verwesung, keine Fortpflanzung. In Adams Adern floß kein Blut, denn er war ja noch nicht sterblich, und das Blut ist ausschließlich ein Element der Sterblichkeit (Gen 9:2-6; Lev 17:10-15; Man: His Origin and Destiny, S. 362-364; Joseph Fielding Smith, Church History and Modern Revelation, Bd. 1, S. 231) Wenn sie vom Baum nähmen, würden sie sterblich werden und wären dem ersten Tod unterworfen, dem Tod des Körpers. Aber sie wären auch in der Lage in ihrem neuen sterblichen Zustand Kinder zu bekommen gemäß dem Gebot, sich zu mehren und die Erde zu füllen.
Die meisten Christen der Welt glauben, das Essen der verbotenen Frucht war ein sündiges Handeln und der Tod eine verdiente Strafe.
Im Gegensatz zur Lehre der Entscheidungsfreiheit und der persönlichen Verantwortlichkeit für unsere Sünden, wird in der heutigen Christenheit die Irrlehre von der Erbsünde vertreten. Neuzeitliche heilige Schriften zeigen klar, „dass der Mensch für seine eigenen Sünden bestraft werden wird und nicht für die Übertretung Adams« (2. GA; Articles ofFaith, S. 57-73). Die allgemeine Ansicht unter den Christen ist jedoch, dass alle Menschen durch den Fall Adams sündig geworden sind und ihnen deshalb Segnungen vorenthalten werden.
In der katholischen Theologie ist die Erbsünde, „die von den Nachkommen Adams ererbte Befleckung, mit der wir auf die Welt kommen.... Die Erbsünde ist die infolge der Sünde Adams eingebüßte heiligmachende Gnade Gottes“, und kann nur „durch die Taufe getilgt werden“ (Catholic Encyclopedia, Bd. 11, S. 312-315). Die Kleinkindertaufe ist eine logische Folge der Lehre von der Erbsünde, da „allen, die in der Erbsünde sterben, das Glück des Himmels versagt bleibt““ (Catholic Encyclopedia, Bd. 2, S. 258-274). Es ist deshalb leicht zu verstehen, warum man glaubt, dass Kleinkinder getauft werden müssen. Eine falsche Lehre führt zur nächsten.
Protestantische Ansichten über die Erbsünde sind ähnlich. Die Kirche von England lehrt zum Beispiel, dass die Erbsünde „eine Verfehlung und ein Verfall der Natur jedes Menschen ist, eine erbliche Veranlagung jedes Nachkommen Adams. Hierbei ist der Mensch weit entfernt von seiner ursprünglichen Rechtschaffenheit und will von Natur aus das Böse, so dass es das Fleisch stets nach dem gelüstet, was der Geist ablehnt. Deshalb verdient jeder so Geborene Gottes Zorn und Verdammnis“. Diese Verdammnis kann nur für die Menschen aufgehoben werden, die „glauben und getauft werden“ (Book ofCommon Prayer, The Anglican Church of Canada, S. 662-663). Doch ist der Tod keine Strafe, sondern der Herr informierte lediglich Adam und Eva, dass wenn sie von der Frucht essen würden, sie sterblich werden würden. Der vermeintliche Fluch auf Adam und Eva nachdem sie von der Frucht gegessen hatten, sind nicht wirklich Flüche, jedoch eine Erklärung für die Sterblichkeit. Der Mann soll leben im Schweiße seines Angesichts und die Frau sollte Kinder gebären und mit Leid und Sorge großziehen. Die Geschichte vom Fall Adam und Evas ist ausführlicher in der Köstlichen Perle als in Genesis beschrieben. Als sie von Satan getäuscht wurde und von der verbotenen Frucht aß, wussten sie beide, dass sie aus dem Garten vertrieben werden würde. Adam aß davon, um bei ihr bleiben zu können. Der Fall Adams brachte den Tod in die Welt, ein notwendiger Schritt im Plan der Erlösung. Bald nachdem Adam und Eva aus dem Garten Eden vertrieben waren, wurden sie über das Sühnopfer Jesu Christ belehrt und über die Auferstehung der Menschheit, die durch den Tod und die Auferstehung Christi zustande gebracht werden würde. Nun verstanden sie, dass sie eine gute Wahl getroffen hatten. Den Garten zu verlassen erlaubte ihnen, Kinder zu haben und alle geistigen Kinder Gottes erhielten die Gelegenheit, ewigen Fortschritt zu machen und vollkommen zu werden. Moses beschrieb eine Vision, in der er Adam und Eva frohlocken sah:
- Und an jenem Tag pries Adam Gott und wurde erfüllt und fing an, in bezug auf alle Familien der Erde zu prophezeien, nämlich: Gepriesen sei der Name Gottes, denn infolge meiner Übertretung sind meine Augen aufgetan, und in diesem Leben werde ich Freude haben, und wiederum im Fleische werde ich Gott schauen.
- Und Eva, seine Frau, hörte das alles und war froh und sagte: Wenn wir nicht übertreten hätten, so hätten wir nie Nachkommen gehabt und hätten nie Gut und Böse erkannt, auch nicht die Freude unserer Erlösung und das ewige Leben, das Gott allen gibt, die gehorsam sind. (Moses 5: 10,11)
Mormons discuss the eating of the forbidden fruit as a "transgression," not as a "sin." It was not a sinful act, but a necessary act which Eve and then Adam bravely took upon themselves. Many centuries later, Moses described a vision wherein he saw Adam and Eve rejoicing: Und so sagen Mormonen, dass das Essen der verbotenen Frucht nicht wirklich eine Übertretung war, keine Sünde, sondern eine sinnvolle notwendige Handlung, die erst Eva und dann Adam treu auf sich nahmen Nach dem vorordinierten Plan, nach der Weisheit dessen, der alles weiß (2. Ne 2:24), sollte Adam fallen und sterblich werden.
Es war Gottes Wille, daß Adam zeitlich und geistig fallen sollte. Der geistige Tod kam in die Welt, das heißt, der Mensch wurde aus der Gegenwart Gottes ausgewiesen. Der zeitliche Tod kam ebenfalls in die Welt. Der Mensch, und mit ihm die ganze Schöpfung, wurde sterblich, und Blut wurde nun das Lebenselement des natürlichen Körpers. Im sterblichen Zustand können sich Körper und Geist voneinander trennen, und diese Trennung ist der natürliche oder zeitliche Tod (Al 42:6-12; LuB 29:40-42). In seinem sterblichen Zustand kann Gott den Menschen prüfen, ob er würdig ist, ewiges Leben zu erhalten.
Der Mensch ist Krankheiten und allen möglichen irdischen Leiden ausgesetzt. Er muß jetzt im Glauben leben und er macht Erfahrungen, die es ihm ermöglichen, das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Er kann nun Kinder haben und es den Geistern im vorirdischen Leben ermöglichen, einen Körper anzunehmen und auf die Erde zu kommen. Adam fiel, damit Menschen sein können. (2. Ne 2:19-25; s. Mose 5:11; 6:45-48; Lehren der Erlösung, Bd. 1, S. 107-120).
Ein Prophet aus dem Buch Mormon erklärte die Gründe des Falles, besonders, dass es ein Akt des freien Willens war und wie sich dadurch die Notwendigkeit eines Erlösers ergab, ein Sühnopfer für die Menschheit.
- Und damit er nun seine ewigen Absichten, was den Zweck des Menschen betrifft, zuwege bringen konnte, nachdem er unsere ersten Eltern erschaffen hatte und die Tiere des Feldes und die Vögel in der Luft und kurzum alles, was erschaffen ist, mußte es notwendigerweise so sein, daß es Gegensätze gab; selbst die verbotene Frucht im Gegensatz zum Baum des Lebens, die eine war süß und die andere bitter.
- Darum hat der Herr, Gott, dem Menschen gewährt, für sich selbst zu handeln. Der Mensch könnte aber nicht für sich selbst handeln, wenn es nicht so wäre, daß er von dem einen oder dem anderen angezogen würde.
- Und sie haben Kinder hervorgebracht, ja, selbst die Familie der ganzen Erde.
- Und die Tage der Menschenkinder wurden verlängert gemäß dem Willen Gottes, so daß sie umkehren können, solange sie im Fleische weilen; darum wurde ihr Zustand zu einem Zustand der Bewährung, und ihre Zeit wurde verlängert, gemäß den Geboten, die der Herr, Gott, den Menschenkindern gab. Denn er gab Gebot, daß alle Menschen umkehren müssen; denn er hat allen Menschen gezeigt, daß sie verloren sind wegen der Übertretung ihrer Eltern.
- Und nun siehe, wenn Adam nicht übertreten hätte, dann wäre er nicht gefallen, sondern er wäre im Garten von Eden geblieben. Und alle Dinge, die erschaffen waren, hätten in demselben Zustand verbleiben müssen, in dem sie waren, nachdem sie erschaffen wurden; und sie hätten verbleiben müssen immerdar und hätten kein Ende gehabt.
- Und sie hätten keine Kinder gehabt; darum wären sie in einem Zustand der Unschuld verblieben und hätten nicht Freude gehabt, denn sie kannten kein Elend, und hätten nicht Gutes getan, denn sie kannten keine Sünde.
- Aber siehe, alles geschah gemäß der Weisheit dessen, ader alles weiß.
- Adam fiel, damit Menschen sein können, und Menschen sind, damit sie Freude haben können.
- Und der Messias kommt, wenn die Zeit erfüllt ist, damit er die Menschenkinder vom Fall erlöse. Und weil sie vom Fall erlöst sind, so sind sie für immer frei geworden und können Gut von Böse unterscheiden; sie können für sich selbst handeln und müssen nicht auf sich einwirken lassen, außer durch die Strafe des Gesetzes am großen und letzten Tag, gemäß den Geboten, die Gott gegeben hat.
- Darum sind die Menschen gemäß dem Fleische frei; und alles ist ihnen gegeben, was für den Menschen notwendig ist. Und sie sind frei, um Freiheit und ewiges Leben zu wählen durch den großen Mittler für alle Menschen oder um Gefangenschaft und Tod zu wählen gemäß der Gefangenschaft und Macht des Teufels; denn er trachtet danach, daß alle Menschen so elend seien wie er selbst.
- Und nun, meine Söhne, möchte ich, daß ihr auf den großen Mittler blickt und auf seine großen Gebote hört und seinen Worten treu seid und ewiges Leben wählt gemäß dem Willen seines Heiligen Geistes (2 Nephi 2:15, 16, 20-28)
vewendete Quellen
- Mormon Doctrine von Bruce McConkie
