Engel Moroni

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Wer je einen Tempel der HLT gesehen hat, hat sicherlich auch die goldene Statue gesehen, die die Kirchturmspitzen der meisten dieser schönen Gebäude ziert. Diese Statue ist als der Engel Moroni bekannt. Die männliche Gestalt ist in eine Robe gekleidet und bläst in eine lange goldene Trompete, die er in der Hand hält.
Die Engel-Moroni-Statue des Schweizer Tempels in Bern
Die Engel-Moroni-Statue des Schweizer Tempels in Bern

Inhaltsverzeichnis

Moroni: Krieger, Prophet, Historiker

Moroni war als sterblicher Mensch der letzte Autor des Buches Mormon, und der die Metallplatten vergraben hat, worauf es etwa 421 Jahre nach Christi Geburt geschrieben war. Er folgte in den Fußstapfen seines Vaters Mormon, [nach dem das Buch benannt ist) als Hüter eines alten Berichtes, der die Historik und Zerstörung ihres Volkes, die Nephiten, durch ihre Feinde, die Lamaniten detailliert schildert. Moroni diente als General; unter seinem Vater war er der Heerführer der nephitischen Armeen während des letzten militärischen Einsatzes seines Volkes. Nur er und eine handvoll anderer überlebten. Moroni war allein und beschrieb seine Situation: "Mein Vater ist im Kampf getötet worden, ebenso meine ganze Verwandtschaft, und ich habe keine Freunde und nirgendwo hinzugehen." (Mormon 8:5).

Trotz Einsamkeit lebte Moroni nach der Zerstörung seines Volkes noch mindestens 36 Jahre. Während dieser Zeit beendete er den Bericht seines Vaters, indem er von der letzten Schlacht schrieb einschließlich einiger Briefe, die ihm sein Vater geschrieben hatte. Da Moroni dem Leser verschiedentlich das Lebewohl anbietet, ist anzunehmen, dass er nicht erwartete, dass Der Herr sein Leben so lange bewahren würde. Moroni kürzte zusätzlich den Bericht der Jarediten (eine Nation, die vor dem Turmbau zu Babel nach Amerika kam und sich selbst zerstörte, ehe Moronis Volk in Amerika ankam), der als das Buch Eher bekannt ist.

Zum Schluss schrieb Moroni das Segment, das als Buch Moroni bekannt ist. Hier erzählt er ausführlich von den Besonderheiten der Organisation der Kirche Christi. Er fügt noch zwei weitere Briefe seines Vaters Mormon hinzu, die eine Predigt über Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe enthält. Im letzten Kapitel des Buches verläßt Moroni den Leser mit einer Ermahnung und einem Versprechen:

"Siehe, ich möchte euch ermahnen, wenn ihr dieses hier lesen werdet, sofern es nach Gottes Weisheit ist, dass ihr es lest, dass ihr daran denkt, wie barmherzig der Herr zu den Menschenkindern gewesen ist, von der Erschaffung Adams an bis herab zu der Zeit, da ihr dieses hier empfangen werdet, und dass ihr im Herzen darüber nachdenkt. Und ich möchte euch ermahnen: Wenn ihr dieses hier empfangt, so fragt Gott, den Ewigen Vater, im Namen Christi, ob es wahr ist; und wenn ihr mit aufrichtigem Herzen, mit wirklichem Vorsatz fragt und Glauben an Christus habt, wird er euch durch die Macht des Heiligen Geistes kundtun, dass es wahr ist. Und durch die Macht des Heiligen Geistes könnt ihr von allem wissen, ob es wahr ist. (Moroni 10:3-5)

Moroni: himmlischer Bote

Die Offenbarung 14:6 sagt: Und ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern.

Während der Nacht des 21. Septembers 1823 kam Moroni als verherrlichte Persönlichkeit, als von Gott gesendeter himmlischer Bote und besuchte den jungen Joseph Smith. Moroni erzählte Joseph von den Platten, die er selbst vor 1400 Jahren vergraben hatte. Der Engel Moroni zitierte Joseph auch eine Anzahl von Schriftstellen. Joseph beschreibt den himmlischen Besuch in seiner Lebensgeschichte, ein Abschnitt in der Köstlichen Perle.

Nicht nur sein Gewand war überaus weiß, sondern seine ganze Gestalt war unbeschreiblich herrlich und sein Antlitz leuchtend wie ein Blitz. Im Zimmer war es überaus hell, aber doch nicht so hell wie in seiner unmittelbaren Nähe. Als ich ihn erblickte, fürchtete ich mich zuerst; aber bald verließ mich die Furcht. Er nannte mich beim Namen und sagte zu mir, er sei ein Bote, aus der Gegenwart Gottes zu mir gesandt, und heiße Moroni; Gott habe eine Arbeit für mich zu tun; und mein Name werde bei allen Nationen, Geschlechtern und Sprachen für gut und böse gelten, ja, man werde unter allem Volk sowohl gut als auch böse von ihm sprechen. (JS-L 1:32-33)

Moroni wiederholte seinen Besuch bei Joseph in jener Nacht und am nächsten Morgen, immer mit derselben Botschaft. In den nächsten vier Jahren besuchte Joseph jährlich den Hügel Cumorah (der Ort, an dem Moroni die goldenen Platten hinterlegt hatte) und erhielt weitere Kenntnisse und Belehrungen von Moroni. Nach vier Jahren, im Jahre 1827, vertraute Moroni ihm die Platten an mit dieser Warnung:

Ich solle für sie verantwortlich sein; wenn sie mir unbedacht oder durch irgendeine aNachlässigkeit meinerseits abhanden kommen sollten, würde ich abgeschnitten werden; wenn ich aber alle meine Kräfte dafür einsetzen wolle, sie zu bbewahren, bis er, der Bote, sie wieder abhole, würden sie geschützt sein. (JS-H 1:59)

1830 veröffentlichte Joseph Smith die Übersetzung der goldenen Platten als das Buch Mormon. Als die Übersetzung vollständig war, brachte Joseph die Platten in Moronis Gewahrsam zurück.

Externe Links

gedrucktes Material

  • Der Stern Juni 1970 S. 165: Moroni - von Richard J. Marshall
  • 149. Herbst-Generalkonferenz 1979, der Stern Mai 1980 S. 11: „Ein Engel aus der Höhe" von Gordon B. Hinckley
  • 153. Herbstgeneralkonferenz, der Stern April 1984 S. 55 „Als der Engel Moroni kam!" von Mark E. Peterson
  • Liahona August 2000 S. 12: „Dann sah ich: ein anderer Engel flog hoch am Himmel" - von J. Michael Hunter

verwendete Quellen

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