Engel
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Das Wesen der Engel
Man nennt die Boten Gottes Engel. Gott sendet sie oft aus seiner persönlichen Gegenwart in der ewigen Welt aus, um bestimmte Botschaften zu übermitteln (Lk 1:11-38); um seinen Kindern zu dienen (Apg 10:1-8,30-32); um sie über die Errettung zu belehren (Mosia 3), um sie zur Umkehr aufzurufen (Moroni 7:31); um ihnen das Priestertum und dessen Schlüssel zu übertragen (LuB 13 128:20,21); um sie aus Gefahr zu retten (l. Ne 3:29-31, Dan 6:22); um sie in ihrer Arbeit zu beraten (Gen 24:7); um in den letzten Tagen seine Auserwählten zusammenzuführen (Mt 24:31); um alles zu tun, was zur Ausführung seines Werkes notwendig ist (Moroni 7:29-33). Diese Boten, Beauftragten oder Engel des Allmächtigen sind Auserwählte unter seinen Nachkommen, die sich selbst noch in ihrer eigenen Sphäre auf dem Weg des Fortschritts und der Errettung befinden. Mormoni sagt dazu:
- Und haben denn, meine geliebten Brüder, die Wundertaten aufgehört? Siehe, ich sage euch: Nein; auch haben die Engel nicht aufgehört, den Menschenkindern zu dienen. Denn siehe, sie sind Ihm untertan, um gemäß dem Wort Seines Gebots zu dienen, um sich denen zu zeigen, die starken Glauben und einen festen Sinn in jeder Form der Gottesfurcht haben. (Moroni 7: 29-30)
Moroni lehrte, dass Engel im frühen Stadium einer neuen Dispensation eine besondere Rolle spielen. Er weist darauf hin dass, „das Amt ihres Dienstes es ist, Menschen zur Umkehr zu rufen und das Werk der Bündnisse des Vaters, die er für die Menschenkinder gemacht hat, zu erfüllen und auszuführen und unter den Menschenkindern den Weg zu bereiten, indem sie den erwählten Gefäßen des Herrn das Wort von Christus verkünden, so dass „sie von ihm Zeugnis geben können. Und dadurch bereitet der Herr, Gott, den Weg, damit die übrigen Menschen Glauben an Christus haben, damit der Heilige Geist in ihrem Herzen Platz habe gemäß seiner Macht; und auf diese Weise bringt der Vater die Bündnisse zuwege, die er für die Menschenkinder gemacht hat. (Moroni 7: 29-31)
Präsident Joseph F. Smith gab brachte uns einige Erkenntnisse über Engel, die denen auf der Erde dienen. „Wenn Boten gesandt werden, um den Einwohnern der Erde zu dienen, dann sind das keine Fremden, sondern Verwandte von uns, Freunde, Kameraden und Kollegen. Die Propheten aus alter Zeit waren die, die gekommen sind, um ihre Nachfolger auf der Erde zu besuchen. Sie kamen zu Abraham, Isaak und zu Jakob. Sie warteten auf den Erlöser und dienten ihm auf dem Berg. Unsere Väter, Mütter, Geschwister und Freunde, die von uns gegangen sind, die treu waren und würdig, diese Rechte und Privilegien zu genießen, mögen eine Botschaft gehabt haben für die, die sie auf der Erde besuchten und brachten von der göttlichen Gegenwart Botschaften der Liebe, der Warnung, des Tadels und Anweisung, zu denen, die sie liebten. Im Schriftenführer lesen wir:
- Es gibt im Himmel zwei Arten von Wesen, die man Engel nennt: solche, die Geister sind, und solche, die einen Körper aus Fleisch und Gebein haben. Engel, die Geister sind, haben noch keinen Körper aus Fleisch und Gebein erlangt oder es sind Geister, die schon einen sterblichen Körper hatten und auf die Auferstehung warten. Engel, die einen Körper aus Fleisch und Gebein haben, sind entweder von den Toten auferstanden oder entrückt worden.
- Es gibt in den heiligen Schriften viele Stellen in bezug auf die Arbeit von Engeln. Manchmal reden Engel mit Donnerstimme, wenn sie Gottes Botschaft überbringen (Mosia 27:11–16). Rechtschaffene sterbliche Menschen können auch als Engel bezeichnet werden (JSÜ, Gen 19:15). Einige Engel dienen nahe dem Thron Gottes im Himmel (Al 36:22).
- Die heiligen Schriften erwähnen auch die Engel des Teufels. Dies sind jene Geister, die Luzifer folgten und im vorirdischen Dasein aus der Gegenwart Gottes ausgestoßen und zur Erde hinabgeworfen wurden (Offb 12:1–9; Ne 9:9, 16; LuB 29:36–37).
Vorirdische Geister
Bevor der Herr Menschen auf diese Erde schickte, fand ein Kampf im Himmels statt. „Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften“ . (Offb 12:7). Diese Engel sind alle Geistkinder des Vaters. Der Engel, der Adam, dem ersten Menschen erschien und ihn fragte, warum er dem Herrn Opfer darbringe, war wahrscheinlich einer dieser Geister aus dem vorirdischen Dasein (Mose 5:6-8), denn nur Engel, die zu dieser Erde gehören, können auf ihr dienen (LuB 130:5), und es gab zu dieser Zeit noch keine entrückten oder auferstandenen Wesen.
Entrückte Wesen
In den ersten Tagen dieser Erde wurden viele rechtschaffene Menschen entrückt. (Inspirierte Version Gen 14:26-36) Darunter waren auch Henoch und die ganze Stadt Zion (Mose 7:18-69). Diese entrückten Wesen wurden als ‚’’dienende Engel auf vielen Planeten’’ berufen ( Teachings, S. 170). Viele der damals dienenden Engel waren ohne Zweifel entrückte Wesen. Die drei Nephiten wurden nach ihrer Entrückung ‚’wie die Engel Gottes’’ (3. Ne 28:30) und dienten auch weiterhin und erschienen von Zeit zu Zeit sterblichen Menschen. Johannes der Offenbarer diente als entrücktes Wesen dem Propheten Joseph Smith und Oliver Cowdery im Zusammenhang mit der Wiederherstellung des Melchisedekischen Priestertums (LuB 7; 27:12,13). Es ist gut möglich, daß der Apostel Paulus von entrückten Wesen sprach, als er sagte: ... „durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt“ (Hebr 13:2)
Geister der schon vollendeten Gerechten
Viele der Tausende von Engeln an dem himmlischen Ort sind die Geister der schon vollendeten Gerechten (Hebr 12:12-24 s. LuB 76:66-69). Dies sind die Geister von Menschen, die ihre Errettung verdient haben, aber noch auf den Tag der Auferstehung warten (LuB 129)
Auferstandene Wesen
Seit der Auferstehung des Herrn haben viele auferstandene Engel uns Menschen gedient. (Mt 27:52, 53; Helaman 14:25). Diese Engel, die einen Körper aus Fleisch und Gebein haben, spielten eine unentbehrliche Rolle bei der Wiederherstellung des Evangeliums. Petrus und Jakobus (LuB 27:12,13; 128:20,21), wie auch Johannes der Täufer (LuB 12), und Moroni, Michael, Gabrie!, Raphael 128:20,21),, Mose, Elija und Elias (110:11-16; 133:54-56) So kamen alle als auferstandene Wesen auf diese Erde, um den Menschen Schlüssel, Kraft und Vollmacht übertragen. Mose und Elija, die zuerst entrückt worden waren, waren in der Gegenwart Christi bei seiner Auferstehung (LuB 133:55).
Rechtschaffene sterbliche Menschen
Sogar gewisse rechtschaffene sterbliche Menschen werden in den Offenbarungen Engel genannt. Die Bibel berichtet von zwei Engeln, die Lot aus Sodom retteten. Der Bericht nennt diese Engel Männer, und die Einwohner Sodoms betrachteten sie auch als solche (Gen 19). Die Inspirierte Version berichtet uns, dass es tatsächlich drei Engel waren, und dass diese Engel Gottes in Wirklichkeit heilige Männer waren (Inspirierte Version, Gen 19). Die Bibel erwähnt auch, dass der Herr sagte: „An den Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe“ (Offb 2:1), das heißt: an den Bischof oder präsidierenden Ältesten (Offb 2:8,12,18; 3:1,7,14) In der inspirierten Version wird dieser ungewöhnliche Gebrauch des Wortes ‚’Engel’’ wie folgt geändert. „An den Knecht der Gemeinde n Ephesus schreibe“ (Inspirierte Version Offb 2:1,8,12,18;3:1,7,14). Dies kommt dem heutigen Wortgebrauch näher.
Engel, die in den Heiligen Schriften erwähnt wurden
Das Buch Mormon
Als Nephi versuchte, die Bedeutung des Baumes des Lebens zu verstehen, zeigte ihm en Engel in einer Vision eine schöne Jungfrau in der Stadt Nazareth und fragte ihn: „Kennst du die Herablassung Gottes?“ Nephi wies darauf hin, dass er wisse, dass Gott seine Kinder liebe, aber dass er nicht die Bedeutung aller Dinge wisse. Der Engel zeigte Nephi eine Frau, die eine Zeitlang im Geiste entrückt wurde. Nephi sah sie dann ein Kind im Arm tragen. Der Engel sagte zu Nephi: „Sieh das Lamm Gottes, ja, selbst den Sohn des Ewigen Vaters!“ (1. Nephi 11) Alma der Jüngere im Buch Mormon hatte ein persönliches Erlebnis mit dem Dienst der Engel. Als junger Mann wurde er zu den Ungläubigen gezählt und brachte viele Menschen dazu, seinem Beispiel des Frevels zu folgen. Eines Tages in Begleitung der Söhne Mosias als er umherging, die Kirche Gottes zu zerstören, erschien ihm ein Engel Des Herrn, und er stieg herab wie in einer Wolke und er sprach wie mit einer Donnerstimme, die die Erde erbeben ließ. Der Engel rief: „Alma, erhebe dich und tritt vor, denn warum verfolgst du die Kirche Gottes?“
Alma war so überwältigt von dieser Erfahrung dass er ohnmächtig zusammenbrach und zu seinem Vater bebracht werden musste. Daraufhin fasteten und beteten sein Vater und andere zwei Tage lang für Alma, dass seine Kraft und Gesundheit wiederhergestellt werde. Er stand dann auf und erklärte: „Ich bin von meinen Sünden umgekehrt und bin avom Herrn erlöst worden; siehe, ich bin aus dem Geist geboren.“ Seitdem wurde Alma zu einem großen Missionar im buch Mormon. In all den Jahren seines Missionsdienstes sprach er nie von dem Besuch des Engels. Statt dessen entschied er sich zu bezeugen, dass er die Wahrheit durch die Macht des Heiligen Geistes erfahren habe. Mosia 27:11-24)
Wunderbare Ereignisse waren nicht immer eine Quelle guter Gespräche. Zum Beispiel als Laman und Lemuel (ebenfalls aus dem Buch Mormon) ihre jüngeren Brüder misshandelten, erschien ein Engel und ermahnte sie, damit aufzuhören. Der Engel versicherte ihnen, dass ihnen Laban in die Hände gegeben würde.. Auf der einen Seite war Nephi, der glaubte, und die Messingplatten von Laban forderte. Laman und Lemuel andererseits glaubten das nicht, noch änderten sie ihr Verhalten als Ergebnis des Engelsbesuches. Nephi ermahnte sie: „Wie kommt es, daß ihr vergessen habt, daß ihr einen Engel des Herrn gesehen habt?“(1 Nephi 7:10)?
Das neue Testament
Als Zacharias das Allerheiligste betrat, erschien ihm ein Engel des Herrn auf der rechten Seite des Altars. Der Engel sagte: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, um mit dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen.
Als Zacharias das Allerheiligste im Tempel betrat, erschien ihm ein Engel des Herrn auf der rechten Seite des Altars. Der Engel sagte: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, um mit dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen. (Luke 1:19). Gabriel erklärte ihm dass er und seine Frau ein Kind bekommen würden, das sie Johannes nennen sollen. Gabriel erklärte auch die Mission des Johannes als ein Elias, ein Wegbereiter für Jesus Christus. (siehe Luk 1:11–17). Kurze Zeit darauf erschien eben dieser Engel Maria und verkündigte ihr, dass sie die Mutter des Sohnes Gottes werden würde.
Die nächste Engelserscheinung geschah auf den Feldern bei Bethlehem, als ein Engel des Herrn den demütigen Schäfern die Geburt des Erlösers verkündete. Der Engel erklärte: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.“ (Luk 2:10–11). Andere engelhafte Gäste erschienen, um Gott zu preisen und zu sagen: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.“ (Luk 2:14).
Joseph wurde durch einen Engel des Herrn gewarnt, Maria und Jesus zu nehmen, um nach Ägypten zu fliehen. Er sagte: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten.“ (Matth 2:13). Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot. (Matth 2:19-20).
Im Garten Gethsemani erschien ein Engel vom Himmel, um Jesus neue Kraft zu geben (Luk 22:43). Dann am Sonntag nach Christi Auferstehung gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. (Luk 24:1–7). Und wieder nach Christi Himmelfahrt erschienen zwei Männer in weiß und versicherten den Galiläern: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“ Apg 1:11).Das Alte Testament
Der Prophet Daniel hatte viele Visionen, in denen er Engel sah. (Siehe Daniel 8:16; 9:21; 10:13, 21; und 12:1.) Daniel wurde von einem Engel bewahrt, als man ihn in eine Löwengrube warf. In einigen Schriftstellen, solche wie Genesis 22:11-12, spricht ein Engel als Derr Herr selbst.. Ein Engel stand bei Abraham, als er dabei war, seinen Sohn Isaak zu opfern.
Köstliche Perle
Die Köstliche Perle offenbart, dass Abraham selbst den Göttern Ägyptens geopfert werden sollte
- „Und als sie die Hände gegen mich erhoben, um mich zu opfern und mir das Leben zu nehmen, siehe, da erhob ich meine Stimme zum Herrn, zu meinem Gott, und der Herr hörte und vernahm, und er erfüllte mich mit der Vision des Allmächtigen, und der Engel seiner Gegenwart stand mir bei und löste sogleich meine Bande.“
Schutzengel
Eine alte sektiererische Tradition, die falsch ist, besagt, daß alle Menschen – oder wenigstens alle rechtschaffenen Menschen einen Schutzengel haben, der ein himmlisches Wesen sein soll, das ihnen beisteht und sie behütet und beschützt. Es stimmt zwar, daß Engel zuweilen den besonderen Auftrag erhalten haben, glaubenstreue Menschen zu behüten und zu beschützen. Ein Engel beschützte zum Beispiel Daniel, als er in der Löwengrube war (Dan 6:22).
Die Annahme aber, daß alle Menschen – oder alle rechtschaffenen Menschen – himmlische Wesen als Schutzengel um sich haben, steht im Gegensatz zu der offenbarten grundlegenden Tatsache über die Art und Weise, wie Gott in aller Güte über seine irdischen Kinder wacht. Daß Engel manchmal Unglücksfälle verhindert haben, bedeutet noch nicht, daß alle Menschen im allgemeinen einen Schutzengel haben, und aus der Tatsache, daß Engel einigen auserwählten Propheten gedient haben, darf man nicht schließen, daß sie allen Menschen dienen.
Der Herr übt Fürsorge durch das Licht Christi, das heißt durch den Geist Christi aus (LuB 84:44-48; Moroni 7:12-19). Jeder Mensch, der auf dieser Erde geboren wird, hat die Gabe der Führung und der Erleuchtung durch diese Macht. Wenn gottesfürchtige Menschen die Eingebungen dieses Geistes befolgen, werden sie gegen Übel geschützt. Mitglieder der Kirche haben außerdem die Gabe des Heiligen Geistes, eine besondere himmlische Gabe, durch die sie Führung und Erleuchtung erhalten können, die sie in schwierigen Umständen behütet und beschützt (LuB 8:2-4 )
zerstörende Engel
Zerstörende Engel werden in der Schrift erwähnt, besonders im Buch der Offenbarung. Johannes der Offenbarer sprach von den vier Engeln, die an den vier Enden der Erde stehen und darauf warten, sie zu zerstören. Neuzeitliche Propheten haben über diese zerstörenden Engel berichtet:
- Am 6. Dezember 1832 erzälte der wurde zu Jseoph Smith vom Erlöser gesagt, dass diese Engel zu ihm Tag und Nacht um Erlaubnis schreien, die Erde niederzumähen und das Unkraut zu verbrennen. (Lehre und Bündnisse 86:4-7).
- Einundsechzig Jahre nachdem diese Offenbarung des 86. Abschnitts von Lehre und Bündnisse gegeben wurde, erklärte Präsident Wilford Woodruff, dass der Herr diese zerstörenden Engel ausgesendet hat, und sie gehen seitdem über die Erde und trennen die Spreu vom Weizen in Vorbereitung auf das Brennen, das bald stattfinden werde. „Gott hat die zerstörenden Engel viele Jahre lang zurückgehalten, damit sie nicht den Weizen mit dem Unkraut niedermähen. Doch ich will euch nun sagen, das eben diese Engel das Tor des Himmels verlassen haben, und sie stehen jetzt über diesem Volk und dieser Nation, und sie schweben über die Erde und warten darauf, die Gerichte auszuschütten. Und gerade von diesem Tage an werden sie ausgeschüttet. Katastrophen und Schwierigkeiten werden zunehmen auf der Erde. Und es gibt einen Sinn in diesen Dingen. Erinnert euch dieser Dinge. Wenn ihr eure Pflicht tut und ich die meine, sind wir geschützt."
die Sprache der Engel
- „Darum, meine geliebten Brüder, weiß ich, wenn ihr dem Sohn mit voller Herzensabsicht nachfolgt und keine Heuchelei und keine Täuschung vor Gott verübt, sondern mit wirklichem Vorsatz, und von euren Sünden umkehrt und dem Vater bezeugt, daß ihr willens seid, den Namen Christi auf euch zu nehmen durch die Taufe — ja, indem ihr eurem Herrn und eurem Erretter in das Wasser hinab nachfolgt gemäß seinem Wort, siehe, dann werdet ihr den Heiligen Geist empfangen; ja, dann kommt die Taufe mit Feuer und mit dem Heiligen Geist; und dann könnt ihr mit der Zunge von Engeln reden und Lobpreisungen für den Heiligen Israels ausrufen. Aber siehe, meine geliebten Brüder, so erging die Stimme des Sohnes an mich, nämlich: Nachdem ihr von euren Sünden umgekehrt seid und dem Vater bezeugt habt, daß ihr willens seid, meine Gebote zu halten, durch die Taufe mit Wasser, und ihr die Taufe mit Feuer und mit dem Heiligen Geist empfangen habt und mit neuer Zunge reden könnt, ja, selbst mit der Zunge von Engeln, und mich danach averleugnet, dann wäre es bbesser für euch, ihr hättet mich nicht gekannt." (2. Ne 31:13-14)
- „Erinnert ihr euch nicht, daß ich euch gesagt habe, nachdem ihr den Heiligen Geist aempfangen habt, könnt ihr mit der bZunge von Engeln reden? Und nun, wie könnt ihr mit der Zunge von Engeln reden, außer durch den Heiligen Geist? Engel reden durch die Macht des Heiligen Geistes; darum reden sie die Worte von Christus. Darum habe ich zu euch gesagt: bWeidet euch an den Worten von Christus; denn siehe, die Worte von Christus werden euch alles sagen, was ihr tun sollt." (2. Nephi 32:1–3)
- „Nephi erklärte, dass Engel durch die Macht des Heiligen Geistes reden und dass Sie mit der Zunge von Engeln reden können, was schlicht bedeutet, dass Sie mit der Macht des Heiligen Geistes reden können. Da wird nichts zu hören sein. Da wird nichts zu sehen sein. Es wird keine Taube kommen. Es werden keine Zungen wie von Feuer erscheinen. Aber die Macht wird da sein."(Boyd K. Packer, “Die Gabe des Heiligen Geistes: Was jedes Mitglied wissen sollte,” Liahona, Aug 2006, S. 18-24.)
Der Dienst der Engel
- „Ich möchte nun einige Worte über den Dienst von Engeln sagen. In alter wie auch in neuer Zeit sind Engel erschienen und haben belehrt, gewarnt und den Weg gewiesen, was für die besuchten Menschen stets von Vorteil war. Uns ist nicht bewusst, in welchem Ausmaß Engel auf unser Leben Einfluss nehmen. Präsident Joseph F. Smith hat gesagt: „Gleichermaßen mag unseren Vätern und Müttern, Brüdern, Schwestern und Freunden, die von dieser Welt gegangen sind und die treu waren und würdig, sich solcher Rechte und Vorzüge zu erfreuen, ein Auftrag erteilt worden sein, ihre Verwandten und Freunde auf Erden abermals zu besuchen und denen, die sie einst im Fleische lieb gewonnen hatten, eine Botschaft aus der Gegenwart Gottes zu überbringen – aus Liebe, zur Warnung, zum Tadel oder zur Belehrung.“6 Viele von uns haben den Eindruck, dass sie so etwas schon erlebt haben. Der Dienst von Engeln war und ist ein wichtiger Teil des Evangeliums. Engel halfen Joseph Smith, als er das Evangelium in seiner Fülle wiederhergestellt hat." (Eine königliche Priesterschaft von James E. Faust, Frühjahrs-Generalkonferenz 2006)
- „Was bedeutet es für euch, dass ihr die Stellung eines Engels habt, einander zu dienen? Es bedeutet, dass ihr berechtigt seid, in jeder Phase eures Lebens Schutz und Führung zu beanspruchen... Es bringt Schutz vor Übeln und Gefahr. [Robert L. Backman, “The Hope of Israel,” New Era, May 2001, 45.)
- „... der Dienst von Engeln muß nicht unbedingt sichtbar vor sich gehen. Die Botschaften eines Engels können durch eine Stimme überbracht werden oder einfach durch Gedanken oder Gefühle, die dem Menschen in den Sinn gegeben werden.” (Dallin H. Oaks, in Konferenzbericht, Okt. 1998)
Schlüssel des aaronischen Priestertums
Das aaronische Priestertum ist eine großartige Gabe spiritueller Macht, die Der Herr Aaron und seinen Söhnen übertragen hat. Es hält die Schlüssel des Dienstes der Engel und des vorbereitenden Evangeliums und schließt auch das Evangelium der Umkehr, Taufe durch Untertauchen zur Vergebung der Sünden ein. Das aaronische Priestertum wurde Joseph Smith und Oliver Cowdery überbragen, und zwar von dem auferstandenen Johannes, dem Täufer:
- „Euch, meinen Mitknechten, übertrage ich im Namen des Messias das Priestertum Aarons, das die Schlüssel des Dienstes von Engeln und die des Evangeliums der Umkehr und die der Taufe durch Untertauchen zur Sündenvergebung innehat; und es wird nie mehr von der Erde genommen werden, bis die Söhne Levi dem Herrn wieder in Rechtschaffenheit ein Opfer opfern.” (LuB:13).
Joseph Smith und der Dienst von Engeln
Joseph Smith erhielt oft den Dienst von Engeln, als er sich ans Werk machte, das Reich Gottes in der letzten Dispensation der Zeit zu errichten. Viele Erkenntnisse wurden vom Himmel offenbart, was die Priestertumsvollmacht betrifft und die Schlüssel, im Namen Gottes zu amtieren. Moroni, der letzte Prophet, der an dem Buch Mormon mitgeschrieben hat, besuchte ihn viele Male, um Joseph Smith das zu vollbringende Werk ausführlich zu erläutern, um ihm die goldenen Platten zur Übersetzung zu überbringen und um diese danach wieder an sich zu nehmen.
- „Während ich so dabei war, Gott anzurufen, bemerkte ich, wie in meinem Zimmer ein Licht erschien, das immer stärker wurde, bis es im Zimmer schließlich heller war als am Mittag; gleich darauf wurde an meinem Bett eine Gestalt sichtbar, und der Betreffende stand in der Luft, denn seine Füße berührten den Boden nicht.
- Er hatte ein loses Gewand von außergewöhnlicher Weiße an. Es war weißer als alles, was ich auf Erden je gesehen hatte; auch glaube ich nicht, daß irgend etwas Irdisches derart gemacht werden kann, daß es so überaus weiß und helleuchtend erscheint. Seine Hände waren unbedeckt, auch seine Arme bis knapp über dem Handgelenk; ebenso waren seine Füße nackt und auch die Beine bis knapp über den Knöcheln. Sein Haupt und Hals waren auch nicht bedeckt. Ich konnte erkennen, daß er außer diesem Gewand keine andere Kleidung trug, denn es war offen, so daß ich seine Brust sehen konnte.
- Nicht nur sein Gewand war überaus weiß, sondern seine ganze Gestalt war unbeschreiblich herrlich und sein Antlitz leuchtend wie ein Blitz. Im Zimmer war es überaus hell, aber doch nicht so hell wie in seiner unmittelbaren Nähe. Als ich ihn erblickte, fürchtete ich mich zuerst; aber bald verließ mich die Furcht.
- Er nannte mich beim Namen und sagte zu mir, er sei ein Bote, aus der Gegenwart Gottes zu mir gesandt, und heiße Moroni; Gott habe eine Arbeit für mich zu tun; und mein Name werde bei allen Nationen, Geschlechtern und Sprachen für gut und böse gelten, ja, man werde unter allem Volk sowohl gut als auch böse von ihm sprechen." Joseph Smith - Lebensgeschichte 30-33
- „Dieser Mann war gewissermaßen von Prophezeiungen, Offenbarungen und Anordnungen des Allmächtigen umgeben, und er musste unterwiesen werden, nicht von einem Menschen oder durch den Willlen des Menschen, sondern die Engel Gottes mussten hevorkommen und ihn unterweisen. Er musste durch die Offenbarungen Gottes unterwiesen werden und wurde jahrelang durch Visionen, Offenbarungen und von heiligen Engeln unterwiesen, die Gott aus dem Himmel sandte, um ihn anzuleiten und bereitzumachen, das Fundament dieser Kirche zu legen." (Lehren der Präsidenten der Kirche: Wilford Woodruff, S. 18)
- „Die Grundlagen, die Joseph Smith hatte, versetzten ihn in Kommunikation mit Dem Herrn und nicht nur mit Dem Herrn, sondern auch mit alten Aposteln, solche wie z. B. Abraham, Isaak, Jakob, Noah, Adam, Seth, Enoch, Jesus und dem Vater und den Aposteln, die sowohl auf dem asiatischen als auch auf dem amerikanischen Kontinent gelebt haben. Er schien mit ihnen ebenso vertraut zu sein, wie wir miteinander sind." (Journal of Discourses, 21:94).
verwendete Quellen
- englischer Originaltext
- Mormon Doctrine von Bruce McConkie





