Die Sintflut

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Noah und die Arche © Intellectual Reserve

Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage halten an dem Glauben fest, dass die Sintflut zu Noahs Zeiten global war. Die Flut wird sowohl im Alten und Neuen Testament erwähnt als auch in der Köstlichen Perle, in Lehre und Bündnisse und im Buch Mormon. Die Flut bedeckte die Erde, um die Schlechten zu vernichten, doch war es ebenfalls die Taufe der Erde, die einen lebenden Geist hat. Um den biblischen Bericht zu bestätigen, ist dies hier, was andere Schriften, von der Kirche kanonisiert, dazu sagen. In der Köstlichen Perle Moses Kapitel 7 steht:

Der Herr sprach zu Henoch: Sieh diese deine Brüder; sie sind das Werk meiner eigenen Hände, und ich gab ihnen ihre Erkenntnis an dem Tag, da ich sie erschuf; und im Garten von Eden gab ich dem Menschen seine Selbständigkeit; und deinen Brüdern habe ich gesagt und auch das Gebot gegeben, daß sie einander lieben sollen und daß sie mich, ihren Vater, erwählen sollen; aber siehe, sie sind lieblos, und sie hassen ihr eigenes Blut;
und das Feuer meines Unwillens ist gegen sie entflammt, und in meinem glühenden Unmut werde ich die Fluten über sie herabsenden, denn mein grimmiger Zorn ist gegen sie entflammt. Siehe, ich bin Gott; Mensch der Heiligkeit ist mein Name; Mensch des Rates ist mein Name; und auch Endlos und Ewig ist mein Name.
Darum kann ich meine Hände ausstrecken und alle Schöpfungen fassen, die ich gemacht habe; und auch mein Auge kann sie durchdringen, und unter allen Werken meiner Hände hat es keine so große Schlechtigkeit gegeben wie unter deinen Brüdern. Aber siehe, ihre Sünden werden ihren Vätern auf dem Haupt liegen; der Satan wird ihr Vater sein, und Elend wird ihr Los sein; und alle Himmel werden über sie weinen, ja, das ganze Werk meiner Hände; warum also sollen die Himmel nicht weinen, in Anbetracht dessen, daß diese leiden werden?
Aber siehe, diese, auf denen deine Augen ruhen, werden in den Fluten zugrunde gehen; und siehe, ich werde sie einschließen, ein Gefängnis habe ich für sie bereitet. Und das, was ich erwählt habe, hat sich vor meinem Angesicht eingesetzt. Darum leidet er für ihre Sünden, insofern sie umkehren an dem Tag, da mein Erwählter zu mir zurückkehren wird, und bis zu dem Tag werden sie Qualen leiden;
darum werden darüber die Himmel weinen, ja, und das ganze Werk meiner Hände. Und es begab sich: Der Herr sprach zu Henoch und berichtete Henoch alles Tun der Menschenkinder; darum wußte Henoch und blickte auf ihre Schlechtigkeit und ihr Elend und weinte und streckte seine Arme aus, und sein Herz schwoll so weit wie die Ewigkeit, und sein Inneres war sehr bewegt; und die ganze Ewigkeit bebte.
Und Henoch sah auch Noach und seine Familie, daß die Nachkommenschaft aller Söhne Noachs mit einer zeitlichen Errettung errettet werden würde; darum sah Henoch, daß Noach eine Arche baute und daß der Herr auf sie herablächelte und sie in seiner eigenen Hand hielt; aber über die übrigen, die Schlechten, brachen die Fluten herein und verschlangen sie. (Moses 7:32-43).

Und Moses 8:17-30 in der Köstlichen Perle:

Und der Herr sprach zu Noach: Mein Geist wird sich nicht immer mit dem Menschen abmühen, denn er soll wissen, daß alles Fleisch sterben wird; doch sollen seine Tage einhundertundzwanzig Jahre sein; und wenn die Menschen nicht umkehren, werde ich die Fluten über sie senden. Und in jenen Tagen gab es Riesen auf der Erde, und sie stellten Noach nach, um ihm das Leben zu nehmen; aber der Herr war mit Noach, und die Macht des Herrn war auf ihm. Und der Herr ordinierte Noach nach seiner eigenen Ordnung und gebot ihm, er solle hingehen und den Menschenkindern sein Evangelium verkünden, ja, wie es Henoch gegeben worden war. Und es begab sich: Noach rief die Menschenkinder auf, daß sie umkehren sollten; aber sie hörten nicht auf seine Worte; und auch traten sie, nachdem sie ihm zugehört hatten, vor ihn und sprachen: Siehe, wir sind die Söhne Gottes; haben wir uns nicht die Töchter der Menschen genommen? Und ist es nicht so, daß wir essen und trinken und heiraten und verheiratet werden? Und unsere Frauen gebären uns Kinder, und diese sind mächtige Männer, den Männern gleich, die in alter Zeit waren, Männer großen Ruhms. Und sie hörten nicht auf die Worte Noachs.
Und Gott sah, daß die Schlechtigkeit der Menschen groß geworden war auf Erden; und jeder Mensch war im Trachten der Gedanken seines Herzens überheblich, denn diese waren beständig nur böse. Und es begab sich: Noach fuhr fort, dem Volk zu predigen, nämlich: Hört her, und schenkt meinen Worten Beachtung; seid gläubig, und kehrt um von euren Sünden, und laßt euch taufen im Namen Jesu Christi, des Sohnes Gottes, ja, wie unsere Väter, dann werdet ihr den Heiligen Geist empfangen, damit euch alles kundgetan werden kann; und wenn ihr dies nicht tut, werden die Fluten über euch kommen; doch sie hörten nicht darauf.
Und es reute Noach, und das Herz tat ihm weh, daß der Herr den Menschen auf Erden gemacht hatte, und es schmerzte ihn im Herzen. Und der Herr sprach: Ich werde den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Antlitz der Erde vertilgen, sowohl den Menschen als auch das Tier und das Kriechende und die Vögel der Luft; denn es reut Noach, daß ich sie erschaffen habe und daß ich sie gemacht habe; und er hat mich angerufen, denn sie haben ihm nach dem Leben getrachtet. Und so fand Noach Gnade in den Augen des Herrn, denn Noach war ein gerechter Mann und in seiner Generation vollkommen; und er wandelte mit Gott, wie es auch seine drei Söhne taten, Sem, Ham und Jafet.
Die Erde war verderbt vor Gott, und sie war von Gewalttätigkeit erfüllt. Und Gott schaute auf die Erde, und siehe, sie war verderbt, denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden. Und Gott sprach zu Noach: Das Ende allen Fleisches ist vor mich gekommen, denn die Erde ist von Gewalttätigkeit erfüllt, und siehe, ich werde alles Fleisch von der Erde hinweg vertilgen. (Moses 8:17-30)

Im Buch Mormon sagt Alma

Und nun sage ich euch, wie recht der Herr eure Übeltaten richtet; wie recht ruft er diesem Volk durch die Stimme seiner Engel zu: Kehrt um, kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe. Ja, wie recht ruft er durch die Stimme seiner Engel, nämlich: Ich werde unter mein Volk herabkommen, mit Gerechtigkeit und Rechtsprechung in meinen Händen.
Ja, und ich sage euch: Wäre es nicht um der Gebete der Rechtschaffenen willen, die jetzt im Land sind, so würdet ihr schon jetzt mit völliger Vernichtung heimgesucht werden; aber es wäre nicht durch eine Flut wie bei dem Volk in den Tagen Noachs, sondern es würde durch Hungersnot und durch Seuche und das Schwert geschehen. Aber durch die Gebete der Rechtschaffenen werdet ihr verschont; wenn ihr darum die Rechtschaffenen von euch ausstoßt, dann wird der Herr seine Hand nicht mehr zurückhalten; sondern in seinem grimmigen Zorn wird er gegen euch hervortreten; dann werdet ihr durch Hungersnot und durch Seuche und durch das Schwert geschlagen werden; und die Zeit ist bald nahe, wenn ihr nicht umkehrt. (Alma 10:20-23)

In Lehre und Bündnisse Abschnitt 138 hat der Prophet Joseph F. Smith eine Vision aufgezeichnet, die er über die Geisterwelt hatte, wohin die Geister der Menschen gehen werden, nachdem sie gestorben sind, um die Auferstehung und das Gericht zu erwarten. Das Gefängnis, das Enoch schon erwähnt, ist das Gefängnis der Geister in der Geisterwelt, wo die Schlechten eine Zeitlang für ihre Sünden leiden. Joseph F. Smith zitiert die Verse von 1. Petrus, 3 & 4:

„Denn auch Christus hat das eine Mal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, und ist getötet worden nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In demselben ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die vorzeiten ungehorsam waren, als Gottes Langmut sich geduldete in den Tagen Noachs, da man die Arche zurüstete, in der wenige, nämlich acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser.” (1. Petrus 3:18–20.)
„Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium gepredigt worden, damit sie den Menschen gemäß nach dem Fleisch gerichtet werden, aber Gott gemäß nach dem Geist leben könnten.” (1. Petrus 4:6.)
Als ich über dies Geschriebene nachsann, wurden die Augen meines Verständnisses aufgetan, und der Geist des Herrn ruhte auf mir, und ich sah die Scharen der Toten, klein und auch groß. (LuB 138:7-11).
und ich verwunderte mich über die Worte des Petrus — nämlich daß er sagt, Gottes Sohn habe den Geistern im Gefängnis gepredigt, die vorzeiten ungehorsam waren, als Gottes Langmut sich geduldete in den Tagen Noachs—und wie es ihm möglich war, in einer so kurzen Zeit diesen Geistern zu predigen und unter ihnen die notwendige Arbeit zu vollbringen.
Und während ich mich verwunderte, wurden meine Augen aufgetan und mein Verständnis belebt, und ich nahm wahr, daß der Herr nicht in eigener Person zu den Schlechten und den Ungehorsamen, die die Wahrheit verworfen hatten, hinging, um sie zu belehren,
sondern siehe, aus den Rechtschaffenen stellte er seine Kräfte zusammen und bestimmte Boten, angetan mit Macht und Vollmacht, und gab ihnen den Auftrag, hinzugehen und das Licht des Evangeliums denen zu bringen, die in Finsternis waren, ja, zu allen Menschengeistern; und so wurde den Toten das Evangelium gepredigt.
Und die ausgewählten Boten gingen hin, um den angenehmen Tag des Herrn zu verkünden und den Gefangenen, die gebunden waren, die Freiheit zu verkündigen, ja, allen, die von ihren Sünden umkehren und das Evangelium empfangen würden. (LuB 138:7-11).

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