Die Gründung der Frauenhilfsvereinigung

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Zur Zeit des Tempelbaus in Nauvoo beschäftigte Sarah Granger Kimball, die Frau von Hiram Kimball, einem der reichsten Bürger der Stadt, eine Näherin namens Margaret A. Cooke. Sarah wollte das Werk des Herrn unterstützen und stellte Stoff zur Verfügung, damit daraus für die Männer, die am Tempel arbeiteten, Hemden genäht werden konnten. Margaret wollte diese Arbeit tun. Kurz darauf kamen einige von Sarahs Nachbarinnen, die bei der Herstellung der Hemden helfen wollten. Die Schwestern, die im Wohnzimmer der Kimballs zusammenkamen, beschlossen, sich zu organisieren. Eliza R. Snow wurde gebeten, der neuen Vereinigung eine Verfassung und eine Satzung zu geben. Eliza legte dem Propheten Joseph Smith die fertigen Dokumente vor. Joseph erklärte, daß es die beste Verfassung sei, die er je gesehen habe, aber er fühlte sich gedrängt, den Frauen einen noch tieferen Einblick in das zu vermitteln, was sie erreichen konnten. Er bat die Frauen, eine weitere Versammlung einzuberufen, in der er die Frauenhilfsvereinigung von Nauvoo gründete. Emma Smith, die Frau des Propheten, wurde die erste Präsidentin der FHV.

Joseph erklärte den Schwestern: „Ihr werdet durch die Ordnung, die Gott mit Hilfe derer, die bestimmt sind, zu führen, Unterweisung erhalten – und jetzt schließe ich für euch im Namen Gottes mit dem Schlüssel auf, und diese Vereinigung soll sich freuen, und Erkenntnis und Intelligenz werden von nun an herabströmen – damit beginnen bessere Zeiten für diese Gesellschaft.“ (Minutes of the Female Relief Society of Nauvoo, 28. Apr. 1842, 40).

Bald nach der Gründung der FHV besuchte ein Komitee alle Armen in Nauvoo, stellte fest, was sie brauchten, und sammelte Spenden, um den Menschen zu helfen. Mit Geldspenden und dem Erlös aus dem Verkauf von Nahrungsmitteln und Bettzeug konnten bedürftige Kinder die Schule besuchen. Flachs, Wolle, Garn, Dachpfannen, Seife, Kerzen, Blechwaren, Schmuck, Körbe, Tagesdecken und Decken, Zwiebeln, Äpfel, Mehl, Brot, Kekse und Fleisch wurden gespendet, damit den Notleidenden geholfen werden konnte.

Die Schwestern der FHV halfen nicht nur den Armen, sondern sie hielten auch Gottesdienste ab. Eliza R. Snow berichtete, daß in einer Versammlung „beinahe jede aufstand und sprach, wobei der Geist des Herrn wie ein reinigendes Wasser das Herz jeder Schwester erfrischte”(Minutes of the Female Relief Society of Nauvoo, 28. Apr. 1842, 33). Die Schwestern beteten füreinander, stärkten einander im Glauben und weihten sich selbst und ihre Mittel dem Aufbau Zions.

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