Die Fülle des Evangeliums
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Der vierte Glaubensartikel der Kirche Jesu Christi sagt:
Wir glauben, daß die ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums sind: erstens der Glaube an den Herrn Jesus Christus; zweitens die Umkehr; drittens die Taufe durch Untertauchen zur Sündenvergebung; viertens das Händeauflegen zur Gabe des Heiligen Geistes.
Dies vertritt die Grundlage des Evangeliums Jesu Christi, wie sie in der HLT-Kirche gelehrt wird. Diese Schritte muss man tun, um ein Bündnis mit Christus einzugehen und um den Pfad zu betreten, der zum ewigen Leben führt. Das Wort Evangelium bedeutet, die gute Nachricht, nämlich dass Jesus Christus für unsere Sünden gelitten hat, gestorben ist und vom Tod auferstanden ist. Diese geschieht durch das Sühnopfer Jesu Christi, durch das die gesamte Menschheit gerettet werden im Himmelreich errettet sein kann durch Glauben, Umkehr, Taufe, Händeauflegen zur Gabe des Heiligen Geistes und Ausharren bis ans Ende. Das Buch Mormon verweist darauf als eine Glaubenslehre von Christus.
Inhaltsverzeichnis |
Die Fülle des Evangeliums Jesu Christi
Die Heiligen der Letzten Tage lehren, dass die Fülle des Evangeliums oder die vollständige Lehre des Evangeliums, sowie die Vollmacht die Taufe zu vollziehen und die Bündnisse, die Gott mit den Menschen gemacht hat, in den folgenden Jahrhunderten nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi von der Erde verschwunden sind und dass diese Lehren und diese Vollmacht durch neuzeitliche Propheten beginnend mit Joseph Smith wiederhergestellt wurden. Ein Teil der Wiederherstellung ist das Buch Mormon, welches der Herr uns gab, uns zu helfen, vollständiger diese wesentliche Glaubenslehre zu verstehen. In einer Offenbarung an Joseph Smith sagte Jesus Christus “Und weiter: Die Ältesten, Priester und Lehrer dieser Kirche sollen die Grundsätze meines Evangeliums lehren, die in der Die Bibel und im Buch Mormon stehen, worin die Fülle des Evangeliums enthalten ist.” (LuB. 42:12).
Das Buch Mormon erklärt, was diese Fülle bedeutet. Kurz nach seiner Auferstehung erschien Jesus Christus einigen der Ureinwohner auf dem amerikanischen Kontinent und sagte dies:
- Siehe, ich habe euch mein Evangelium gegeben, und dies ist das Evangelium, das ich euch gegeben habe — daß ich in die Welt gekommen bin, um den Willen meines Vaters zu tun, denn mein Vater hat mich gesandt. Und mein Vater hat mich gesandt, damit ich auf das Kreuz emporgehoben würde und damit ich, nachdem ich auf das Kreuz emporgehoben worden sei, alle Menschen zu mir zöge, damit, wie ich von den Menschen emporgehoben wurde, die Menschen ebenso vom Vater emporgehoben würden, um vor mir zu stehen, um nach ihren Werken gerichtet zu werden, ob sie gut seien oder ob sie böse seien — und aus diesem Grund bin ich emporgehoben worden; darum werde ich gemäß der Macht des Vaters alle Menschen zu mir ziehen, damit sie gemäß ihren Werken gerichtet werden. Und es wird sich begeben: Wer umkehrt und sich in meinem Namen taufen läßt, der wird erfüllt werden; und wenn er bis ans Ende ausharrt, siehe, ihn will ich vor meinem Vater schuldlos halten an dem Tag, da ich dastehe, um die Welt zu richten. Und wer nicht bis ans Ende ausharrt, das ist derjenige, der auch abgehauen und ins Feuer geworfen wird, von wo man nicht mehr zurückkehren kann, wegen der Gerechtigkeit des Vaters. Und dies ist das Wort, das er den Menschenkindern gegeben hat. Und aus diesem Grund erfüllt er die Worte, die er gegeben hat, und er lügt nicht, sondern erfüllt alle seine Worte. Und nichts Unreines kann in sein Reich eingehen; darum geht nichts in seine Ruhe ein außer diejenigen, die ihre Kleider in meinem Blut gewaschen haben, wegen ihres Glaubens und der Umkehr von all ihren Sünden und ihrer Glaubenstreue bis ans Ende. (3 Nephi 27:13-17, 19).
Dies beschreibt die grundlegenden Elemente des Evangeliums:
- Jesus kam in die Welt, um den Willen des Vaters zu tun.
- Des Vaters Wille war, dass er am Kreuz sterben soll und die Menschen durch das Sühnopfer und die Auferstehung zu ihm gezogen werden.
- Die Menschen werden zum Vater zurückkehren, um nach ihren Werken gerichtet zu werden.
- Nur diejenigen, die glauben, sich bekehren, sich taufen lassen und ausharren bis ans Ende sind errettet.
- Durch Glaube, Umkehr, Taufe und Ausharren bis ans Ende durch die Macht des Heiligen Geistes können die Sünden von jemandem durch das Blut Christi, welches das Sühnopfer für alle Sünden ist, gereinigt werden.
Der Apostel Paulus sagte etwas ganz Ähnliches über die elementare Natur und Schwerpunkte des Evangeliums: Er sagte zu den Korinthern: "Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit" (1 Kor 1:23). Zu den Römern sagte er: "Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen."(Rom 1:16). Durch die Macht des Evangeliums wird das sühnende Opfer Christi aktiv im Leben eines jeden, und sie werden alle rein von ihren Sünden. Dies ist die gute Nachricht, das die trauernden Herzen erhebt, das den Verzweifelten Hoffnung bringt, verlorene Seelen heilt und tröstet und alle guten Dinge möglich macht. Dies sind die Grundlagen der Lehren der Kirche Jesu Christi. Der Prophet Joseph Smith sagte:
- Die Grundprinzipien unserer Religion sind das Zeugnis der Apostel und Propheten in Bezug auf Jesus Christus, dass er gestorben, begraben und am dritten Tag wieder auferstanden ist, dass er zum Himmel aufgefahren ist, und alle anderen Dinge, die unsere Religion betreffen, sind nur Zugaben. Doch in Verbindung damit glauben wir an die Gabe des Heiligen Geistes, an die Macht des Glaubens, an die Freude oder geistigen Segnungen gemäß dem Willen Gottes, an die Wiederherstellung des Hauses Israel und schließlich an den Sieg der Wahrheit (Joseph Smith, History of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, 7 vols. 3:30).
Glaube
Glaube ist mehr als nur daran zu glauben, dass Jesus existiert. Es bedeutet, ihm zu glauben, wenn er sagt, dass er einem vergeben wird und man errettet ist in seinem Himmelreich. Dieser Glaube umfasst zwei Teile:
- Der Glaube, dass alle, die auf Erden leben, die Erlösung vom Tod (körperliche Auferstehung) durch das Sühnopfer garantiert ist.
- Dass man die Erlösung von den Sünden (oder dem geistigen Tod) durch aufrichtige Reue erhält, woraus sich die Vergebung der Sünden durch seine Gnade ergibt, indem wir den Lehren und den Geboten Jesu Christi folgen.
Heilige der Letzten Tage werden ermutigt, sich ihren Glauben zu erarbeiten durch Schriftstudium, Gebet, Dienst am Nächsten und Gehorsam zu Gottes Geboten. Glaube ist eine Form der spirituellen Arbeit und der Charakterbildung in Verbindung mit dem Sühnopfer Christi. HLT berichten oft über ihren persönlichen Glauben als ihr Zeugnis und bezeichnen es als "Zeugnis geben", wenn sie anderen über ihren Glauben erzählen.
Das Buch Mormon erklärt, wie man Glauben entwickelt (siehe Alma 32:17-43). Wir beginnen damit, demütig und belehrbar zu sein. Wenn wir stolz sind, kann der Geist Gottes nicht mit uns arbeiten. Zweitens wünschen wir, glauben zu können. Das Buch Mormon vergleicht das mit dem Pflanzen und Bewässern eines Samenkorns. Wir pflanzen diese Saat, indem wir uns wünschen, an Jesus Christus und an das Buch Mormon zu glauben, welches von ihm lehrt. Wir nähren diese Saat durch Gebet, Schriftstudium, Dienst am Nächsten und durch das Halten der Gebote. Weil wir das tun, wird der Heilige Geist in unser Herz dringen, und wie werden wissen, dass das, was wir lesen und tun, wahr ist. Wenn wir keinen Versuch mit unserem Glauben machen durch Halten der Gebote, durch Gebet und Kirchenbesuch, wird uns der Geist nicht erzählen, ob die Schriften wahr sind.
Umkehr
Sobald wir Glauben entwickeln, ist der nächste Schritt die Umkehr. Umkehr ist ein wundervolles Geschenk von unserem geliebten Himmlischen Vaters. Durch Umkehr können wir unsere Schwächen überwinden und uns über unsere Fehler erheben, die wir in der Vergangenheit gemacht haben.
Um umzukehren, müssen wir unsere Fehler und Schwächen eingestehen. Wir müssen die Verantwortung für unsere Handlungen auf uns nehmen und verstehen, dass das, was wir getan haben, anderen schmerzt und Gott missfällt. Zweitens müssen wir die Sünden aufgeben. Das bedeutet, wir müssen aufhören, das zu tun und nie wieder damit anfangen. Wir müssen, falls möglich, unsere Fehler wieder gutmachen. Dies bedeutet, dass falls wir was gestohlen haben, sollen wir es zurückgeben oder dem Bestohlenen bezahlen, was wir genommen haben. Falls wir gelogen haben oder jemandes Gefühle verletzt haben, müssen wir uns entschuldigen. Eine Wiedergutmachung ist nicht immer möglich, aber wir müssen uns immer entschuldigen und um Vergebung bitten, und wenn wir auf Ihn vertrauen, kann uns vergeben werden. Schließlich müssen wir Gott im Gebet um Vergebung bitten.
Wenn wir all dies getan haben, haben wir das Versprechen von Gott:
- Siehe, wer von seinen Sünden umgekehrt ist, dem ist vergeben, und ich, der Herr, denke nicht mehr an sie. Ob jemand von seinen Sünden umkehrt, könnt ihr daran erkennen: Siehe, er wird sie bekennen und von ihnen lassen. (LuB. 58:42-43).
Wenn wir ernsthaft umgekehrt sind, haben wir das Versprechen von Gott, und Gott kann nicht lügen, dass uns vergeben ist. Um von all unseren Sünden rein zu werden und um in Christus ein neuer Mensch zu werden, muss der Umkehr eine Taufe folgen. Dennoch, da wir wie jeder andere, fortfahren Fehler zu machen, müssen wir während unseres ganzen Lebens umkehren und uns zu Gott hinwenden für Kraft und Vergebung. Durch das Abendmahl, an welchem die Heiligen jeden Sonntag teilnehmen, erneuern wir die Bündnisse, die wir mit der Taufe gemacht haben, und so erneuern wir unsere Reinigung von unseren Sünden. Lehre und Bündnisse der Kirche Jesu Christi sagt:
- ja, kehrt um und laßt euch taufen, ein jeglicher von euch, zur Vergebung eurer Sünden; ja, laßt euch taufen, nämlich mit Wasser, und dann kommt die Taufe mit Feuer und mit dem Heiligen Geist. Siehe, wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Das ist mein Evangelium; und denkt daran, daß sie Glauben an mich haben müssen, sonst können sie keineswegs errettet werden; und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen; ja, auf diesem Felsen seid ihr gebaut, und wenn ihr verbleibt, werden die Pforten der Hölle euch nicht überwältigen. (LuB. 33:11-13).
Taufe
Die Taufe durch Untertauchen ist ein Symbol für den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung Jesu Christi. Der Apostel Paulus sagte: "wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein." (Römer 6:3-5)
Die Taufe ist auch ein Zeichen des Bündnisses mit Jesus Christus, seinen Namen auf sich zu nehmen und ihm zu dienen und seine Gebote bis zum Tod zu halten. HLT nennen es das Taufbündnis Es schließt ein:
- den Namen Jesus Christus auf sich zu nehmen und einer seines Volkes zu werden
- einer trage des anderen Last
- mit den Leidenden zu trauern und sie zu trösten
- alle Zeit und überall als ein Zeuge Gottes dazustehen
- Gott zu dienen und seine Gebote zu halten
Gott wiederum verspricht denen, die ihre Taufbündnisse halten
- einen größeren Anteil an seinem heiligen Geist
- erlöst zu werden (oder gerettet)
- Anteil an der ersten Auferstehung, der Auferstehung der Gerechten
- das ewige Leben zu ererben
Da man Glauben üben muss durch das Befolgen der Gebote und Umkehr von den Sünden, taufen die Heiligen der Letzten Tage keine Kinder, bis sie nicht das Alter der Verantwortlichkeit erreicht haben, wenn sie etwa acht Jahre alt sind.
Taufe mit Wasser zur Vergebung der Sünden
Wenn jemand getauft wird, verpflichtet er oder sie sich, Jesus Christus zu folgen. Diejenigen, die getauft werden, kleiden sich in schlichtem Weiß, das die Demut und die Reinheit symbolisiert. Der Täufer muss das Priestertum innehaben, nämlich die Vollmacht von Gott, die Verordnungen in der Kirche zu vollziehen. Alle erwachsenen männlichen Kirchenmitglieder können zum Priestertum ordiniert werden. Das Taufgebet ist einfach und gerade heraus. Der Täufer hebt den rechten Arm, beugt seinen Kopf und sagt:
- Bevollmächtigt von Jesus Christus taufe ich dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.
Der Täufer taucht dann den Täufling vollständig unter Wasser, um den Tod des alten Selbst zu symbolisieren, die Grablegung und die versprochene Auferstehung durch Jesus Christus.
Die Feuertaufe und der Heilige Geist
Die Taufe besteht eigentlich aus zwei Teilen, nämlich der Taufe mit Wasser und der Taufe mit dem Heiligen Geist. Johannes der Täufer sagte: "Ich taufe euch nur mit Wasser (zum Zeichen) der Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen." (Matthew 3:11). Durch die Taufe wird man völlig rein von seinen Sünden. In der Kirche Jesu Christi wird diese Verordnung Konfirmation genannt und findet üblicherweise am Sonntagsgottesdienst des darauf folgenden Sonntags nach der Taufe statt.
Zur Konfirmation, auch Händeauflegen genannt, legt ein Träger des Priestertums den neuen Mitgliedern die Hände auf den Kopf und gibt ihm oder ihr einen Segen. Dieser Segen ist ähnlich einem Gebet. Er wird sie beim Namen nennen und durch die Inspiration durch den Geist konfirmiert er sie zu einem Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und gibt die Gabe des Heiligen Geistes, was das Recht bedeutet, den Heiligen Geist als einen ständigen Begleiter bei sich zu haben. Schließlich verkündet er Segnungen und Versprechen, wie Der Geist ihn inspiriert und wird im Namen Jesu Christi schließen.
Ausharren bis ans Ende
Jesus Christus sagte zu seinen Jüngern, ,Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn." (Matth 7:14). Die Taufe im Namen Jesu Christi ist das Tor, das zu diesem Weg führt. Das Buch Mormon lehrt dieses sehr klar:
- Darum tut das, wovon ich euch gesagt habe, ich hätte gesehen, daß euer Herr und euer Erlöser es tun werde. Denn aus diesem Grund ist es mir gezeigt worden, damit ihr das Tor erkennen könnt, durch das ihr eintreten sollt. Denn das Tor, durch das ihr eintreten sollt, ist Umkehr und Taufe im Wasser; und dann kommt die Vergebung eurer Sünden durch Feuer und durch den Heiligen Geist. Und dann seid ihr auf diesem engen und schmalen Pfad, der zum ewigen Leben führt; ja, ihr seid durch das Tor eingetreten; ihr habt gemäß den Geboten des Vaters und des Sohnes gehandelt; und ihr habt den Heiligen Geist empfangen, der Zeugnis gibt vom Vater und vom Sohn, in Erfüllung der Verheißung, die er gegeben hat, nämlich, wenn ihr auf dem Wege eintretet, werdet ihr empfangen. (2. Nephi 31:17-18).
Haben wir einmal den Pfad betreten, müssen wir diesen Weg fortsetzen, der uns zum ewigen Leben führt. HLT nennen dies das Ausharren bis ans Ende. Wieder gibt uns das Buch Mormon eine gute Erklärung, was das bedeutet. Es sagt:
- Darum müßt ihr mit Beständigkeit in Christus vorwärtsstreben, erfüllt vom vollkommenen Glanz der Hoffnung und von Liebe zu Gott und zu allen Menschen. Wenn ihr darum vorwärtsstrebt und euch am Wort von Christus weidet und bis ans Ende ausharrt, siehe, so spricht der Vater: Ihr werdet ewiges Leben haben. (2. Nephi 31:20; ).
Wir müssen mit Beständigkeit ausharren in Gehorsam zu Jesu Christi Geboten erfüllt von Hoffnung und Liebe. Wir müssen uns am Wort Christi weiden, was bedeutet, dass wir fortfahren müssen, sein Wort in den Schriften zu studieren und wie es durch Offenbarung von den lebenden Propheten gegeben wurde. Dies stimmt überein mit dem, was der Apostel Paulus sagte, als er Glaube, Hoffnung und Liebe erklärte (Siehe 1.Korinther 13).
Ausharren bis ans Ende bedeutet nicht, dass die Heiligen der Letzten Tage erwarten, vollkommen zu sein. Teil des Ausharrens ist die fortgesetzte Verbesserung an einem selbst durch Umkehr, wann immer etwas nicht im Einklang mit Gottes Willen ist. Weil die Menschen nicht aufhören Fehler zu machen, hat Der Herr einen Weg versprochen, die Bündnisse zu erneuern. Jeden Sonntag nehmen die HLT am Abendmahl teil. Das Abendmahl besteht aus gebrochenem Brot und Wasser, um den Körper und das Blut Christi zu symbolisieren. Für gläubige Heilige stellt das eine Erneuerung der Bündnisse und Verpflichtungen dar, die bei der Taufe gemacht wurden und eine Gelegenheit, über die sühnende Mission Jesu Christi nachzusinnen.
Ausharren bis ans Ende setzt auch voraus, anderen zu dienen. Das Buch Mormon lehrt, dass "wenn ihr im Dienste eurer Mitmenschen seid, ihr nur im Dienste eures Gottes seid." (Mosiah 2:17; pg 148). Man harrt aus, indem man göttliche Eigenschaften entwickelt. Elder Dallin H. Oaks, ein Apostel der Kirche Jesu Christi sagte:
- Der Apostel Paulus lehrte, dass der Herr uns Lehren und Lehrer gibt, damit wir alle "Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen" (Epheser 4:13). Für diesen Prozess reicht es bei weitem nicht aus, dass wir uns Wissen aneignen. Es genügt auch nicht, dass wir vom Evangelium überzeugt sind, sondern wir müssen so handeln und denken, dass wir uns bekehren. Im Gegensatz zu den weltlichen Institutionen, die uns lehren, etwas zu wissen, fordert uns das Evangelium Jesu Christi dazu auf, etwas zu werden.(Werden unsere Herausforderung, Herbstkonferenz, Oktober 2000)
Er sagte außerdem:
- Aus solchen Lehren schließen wir, dass das letzte Gericht nicht nur eine Bewertung all unserer guten und bösen Taten all dessen, was wir getan haben ist. Sondern das schließliche Resultat unserer Taten und Gedanken was wir geworden sind wird anerkannt. Es genügt nicht, alles nur pro forma zu tun. Die Gebote, Verordnungen und Bündnisse des Evangeliums sind keine Liste von Beträgen, die in irgendein himmlisches Konto eingezahlt werden müssen. Das Evangelium Jesu Christi ist ein Plan, der uns zeigt, wie wir das werden können, was der himmlische Vater für uns vorgesehen hat.
Petrus sagte etwas Ähnliches in seinem Brief. Er riet seinerzeit den rechtschaffenen Nachfolgern Christi der verderblichen Begierde zu entfliehen, die in der Welt herrscht und an der göttlichen Natur anteil zu erhalten. (2. Petrus 1:4) Darum setzt allen Eifer daran, mit eurem Glauben die Tugend zu verbinden, mit der Tugend die Erkenntnis, mit der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, mit der Selbstbeherrschung die Ausdauer, mit der Ausdauer die Frömmigkeit, mit der Frömmigkeit die Brüderlichkeit und mit der Brüderlichkeit die Liebe." (2. Petrus 1:5-7).
Das Buch Mormon beschreibt jemanden der rechtschaffen ausgeharrt hat. Sein Name war Ether und er war ein Prophet eines schlechten Volkes. Das Buch sagt von ihm:
- Denn er rief vom Morgen, ja, bis zum Niedergang der Sonne, und ermahnte das Volk, an Gott zu glauben zur Umkehr, damit sie nicht vernichtet würden, und sagte ihnen, daß sich durch Glauben alles erfüllt — darum, wer an Gott glaubt, der darf mit Gewissheit auf eine bessere Welt hoffen, ja, nämlich einen Platz zur rechten Hand Gottes, und diese Hoffnung kommt aus Glauben und wird für die Menschenseelen zum Anker, der sie sicher und standhaft machen würde, immer reich an guten Werken, und sie bewegen würde, Gott zu verherrlichen. (Ether 12:3-4).
Dieser Weg des Glaubens und der Hoffnung in Gott, das die Menschen dazu birngt, Gutes zu tun, ist der schmale und gerade Pfad, von dem Jesus sprach, dass er uns zum ewigen Leben führe, was bedeutet, Jesus Christus und Gott zu erkennen (siehe Johannes 17:3), weil wir wie sie wurden (siehe 1. Johannes 3:2). Durch die Macht des Sühnopfers und die Auferstehung Jesu Christi werden die, die diesen Weg gefolgt sind, von ihren Sünden gereinigt uns werden schließlich in den Himmel aufgenommen, um mit Christus und Gott für ewig zu verweilen.
Externe Links
- (Erneuere Deine Taufbündnisse, Liahona Januar, Seite KL8)
- "Werden unsere Herausforderung," von Elder Dallin H. Oaks, Generalkonferenz Oktober 2000
- Umkehr und Bekehrung von Elder Russell M. Nelson Generalkonferenz April 2007 Audiodatei (mp3) dazu
- Ihr müßt von Neuem geboren werden von Elder David A. Bednar Generalkonferenz April 2007 Audiodatei (mp3)dazu
- An Christus denken, umkehren und sich ändern Julie B. Beck Generalkonferenz April 2007 Audiodatei (mp3) dazu
- Verpflichten wir uns dem Herrn! Elder John B. Dickson Generalkonferenz April 2007 Audiodatei (mp3) dazu
- Scripture Guide
gedrucktes Material
- Der Stern April 1982 S. 42: "Das Licht des Evangeliums" von Elder Adney Y Komatsu
- Der Stern Oktober 1984 S. 118: Das Evangelium ist etwas Einfaches" von Elder Robert L Simpson
- Der Stern April 1969:
- S. 106: Jesus Christus, der Herr des Universums
- S. 120: Glaube
- S. 124: Umkehr
- S. 128: Taufe
- S. 132: Die Gabe des Heiligen Geistes
