Bruce McConkie

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Bruce R. (Redd) McConkie
Bruce R. (Redd) McConkie

Elder Bruce R. McConkie wurde im Oktober 1946, mit 31 Jahren, als Generalautorität berufen. Er diente als Mitglied des Ersten Rates der Siebzig bis Oktober 1972, als er berufen wurde, den freien Platz im Rat der Zwölf auszufüllen, der durch Elder Marion G. Romneys Berufung in die Erste Präsidentschaft – als Ratgeber Harold B. Lees - entstanden war.

In den Jahren seines Dienstes als Generalautorität hat Elder McConkie beständig die Grundprinzipien des Evangeliums, die zur Erhöhung führen, ausgelegt. Er hat sich sein Leben lang mit den heiligen Schriften beschäftigt, was zu einer Reihe von Veröffentlichungen geführt hat. Eine davon, Mormon Doctrine, wurde zum inoffiziellen Nachschlagewerk für die Glaubenslehren der Kirche. Daneben hat er weitere Nachschlagewerke über das Evangelium herausgegeben, und vor kurzem hat er eine vierbändige Abhandlung über das Leben des Erretters abgeschlossen.

Seine klare Bassstimme passte zu seiner imposanten Erscheinung. Über 1,80 Meter groß, konnte man ihn leicht erkennen, wenn er Tag für Tag mit großen Schritten von seinem Haus zu seinem Büro ging, eine Strecke von ungefähr fünf Kilometern. Er ging gern zu Fuß, und er wanderte auch gern, wobei er nach Edelsteinen suchte; die er dann schliff und polierte. Er und seine Frau haben viele Schmuckstücke gefertigt und Verwandten und Freunden geschenkt.

Bei einem Interview hat er einmal gesagt: „Unter anderem machte es mir am meisten Freude, mich einfach mit den Lehren des Evangeliums zu beschäftigen, sie nach Themen zu ordnen, Fragen der Lehre zu untersuchen und zu beantworten.”

In seiner Studentenzeit pflegte er den Weg zur juristischen Fakultät der Universität von Utah zu Fuß zurückzulegen. Damals entwickelte Elder McConkie eine Methode geistiger Arbeit, die für ihn und für alle, die ihn sprechen hörten oder seine Bücher lasen, sehr wertvoll wurde. Gewöhnlich dachte er sich ein Evangeliumsthema aus und entwarf dann in Gedanken eine Predigt darüber. Diesen Entwurf untermauerte er durch passende Schriftstellen, die er aus dem Gedächtnis zusammenstellte. Während seiner Missionszeit in der Oststaatenmission hatte er täglich eine Schriftstelle auswendig gelernt und konnte so auf einen großen Vorrat zurückgreifen. Und als er heiratete, beschloss er zusammen mit seiner Frau, das Schriftstudium zu einem Teil ihres Tagesprogramms zu machen. So lasen sie im Laufe der Jahre viele Male gemeinsam die Standardwerke.

Elder McConkie wurde in Ann Arbor in Michigan geboren, wo sein Vater an der Universität von Michigan Jura studierte. Die Geburt war schwierig und hätte ihn und seine Mutter fast das Leben gekostet. Man hielt das neugeborene Kind sogar für tot und legte es beiseite, während sich die Ärzte darauf konzentrierten, das Leben der Mutter zu retten. Erst nachträglich kam jemand vom medizinischen Personal auf die Idee nachzusehen, ob Leben in dem Baby sei.

Das Baby wuchs zu einem gesunden Jungen heran, und sein Vater schloss sein Studium ab, worauf die Familie McConkie nach ihrer Farm in Monticello in Utah zurückkehrte. Später studierte sein Vater noch ein Jahr lang Jura in Michigan, und anschließend ließ sich die Familie in Salt Lake City nieder, von wo aus der junge Elder McConkie zu einer Vollzeitmission berufen wurde.

Nach seiner Rückkehr studierte er Jura an der Universität von Utah. 1937 heiratete er Amelia Smith, die Tochter Elder Joseph Fielding Smiths. Sie wurden Eltern von vier Söhnen und vier Töchtern. Ein fünfter Sohn, eigentlich das erste Kind, starb wenige Wochen nach der Geburt.

Nach seiner juristischen Abschlussprüfung im Jahre 1939 wurde er für zwei Jahre stellvertretender Staatsanwalt, ehe er während des Zweiten Weltkriegs vier Jahre lang im Abschirm- und Nachrichtendienst der Streitkräfte tätig war.

Nach seiner Rückkehr ins bürgerliche Leben wurde er Reporter und schrieb Leitartikel für die Deseret News. Als er gerade einen Bericht über eine Versammlung der Generalkonferenz ausarbeitete, nahm ihn Präsident [[David O. McKay[[, damals Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, beiseite und sprach die Berufung zum Dienst im Ersten Kollegium der Siebzig aus.

Von 1961 bis 1964 war Elder McConkie Präsident der Misson in Südaustralien. Später wurde er unter anderem Koordinator für das HLT-Soldatenprogramm und geschäftsführender Direktor der Pfahl- und Vollzeitmissionen.

Als Generalautorität reiste er in viele Teile der Welt. „Ich war soviel auf Reisen, dass es mir zur Lebensweise geworden ist”, hat er einmal gesagt, aber hinzugefügt: „Es macht mich sehr froh, wenn ich hinauskomme und mit den Heiligen der Letzten Tage zusammen bin.”

Die Beschreibung, die er einmal von seinen Mitarbeitern gegeben hat, trifft auch auf ihn selbst zu: „Die Führer der Kirche sind sehr menschlich und von angenehmem Äußeren, und sie sind auf verschiedene Weise sehr talentiert und begabt.”

Am 19. April 1985 starb Elder Bruce R. McConkie vom Kollegium der Zwölf Apostel in seinem Haus in Salt Lake City – keine zwei Wochen nach der Frühjahrs-Generalkonferenz, an der er noch eine machtvolle Predigt gehalten und Zeugnis vom Herrn Jesus Christus gegeben hatte.

verwendete Quellen

  • Der Stern Juni 1985

externe Links

GA-Pages, Lebensläufe der Generalautoritäten, englisch

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