Boyd K. Packer

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Boyd Kenneth Packer wurde am 10. September 1924 als fünfter Sohn und zehntes Kind seiner Eltern in Brigham City in Utah geboren. Als er zwölf Jahre alt war, zogen seine Eltern in eine Wohnung im Gebäude der Packer Automobile Company. Sein Vater, ein begabter, fleißiger Mechaniker, mühte sich viele Jahre damit ab, seine Autoreparaturwerkstatt und später seine Autofabrik aufzubauen.

„In den Jahren, als ich heranwuchs, dachte ich manchmal, wir wären arm”, schreibt Elder Packer in einer kurzen Autobiographie. „Später ist mir dann klargeworden, dass das nicht stimmte. Wir hatten nur kein Geld. Aber in bezug auf das, was in unserem Leben am wichtigsten war, waren wir reich.”

Boyd Packer hatte schon als Junge ein Auge für die Schönheit der Natur. Er mochte Vögel besonders gern, und das kann man auch heute noch sehen. Gegenüber der Eingangstür seines Hauses steht ein Gehege mit Vögeln aller Art, das fängt beim Pfau an und geht über den Goldfasan bis hin zur Taube. Im Haus sind sorgfältig gearbeitete und bemalte Schnitzereien von Vögeln ausgestellt. Diese Schnitzereien zeugen nicht nur von großem Feingefühl gegenüber dem Geschöpf, sondern auch von der Achtung vor der künstlerischen Vollendung des Schöpfers.

Elder Packer arbeitet etwa ein Jahr an einer Schnitzerei, weil er ja nur wenig freie Zeit hat. Er malt auch gerne und betätigt sich als Bildhauer. Aber in den letzten Jahren hat er nur wenig Zeit für dieses Hobby gehabt, denn am wichtigsten waren ihm immer seine Kinder. Seit seiner Jugend an hat er offensichtlich immer ewige Ziele im Blick gehabt.

Inhaltsverzeichnis

Vom Jungen zum Mann

Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, war Boyd K. Packer ein junger Mann. Nachdem er die High School abgeschlossen hatte, arbeitete er eine Zeitlang am Bau eines Militärkrankenhauses in seiner Stadt mit. Wie viele andere junge Heilige der Letzten Tage seiner Generation konnte er wegen des Krieges keine Vollzeitmission erfüllen. Im Frühling 1943 wurde er in die Luftwaffe aufgenommen und schloss im folgenden Jahr seinen Pilotenschein ab, nur wenige Tage vor seinem zwanzigsten Geburtstag. Er wurde zum Pazifik beordert und war nach Kriegsende noch fast ein Jahr in Japan stationiert.

Während seines Militärdienstes fand er viel Zeit, die heiligen Schriften zu studieren. Er las das Buch Mormon mehrmals. Heute bezeichnet er es als „den wichtigsten Einfluss” in seinem Leben. Der Geist des Buches Mormon bewegte ihn auch dazu, den Japanern das Evangelium des Friedens zu predigen. Zu den Japanern, die von den amerikanischen Soldaten vom Evangelium erfuhren, gehörten auch Tatsui Sato und seine Frau Chio. Bond K. Packer durfte Schwester Sato taufen. C. Elliot Richard — heute Arzt in Salt Lake City — taufte Bruder Sato. Später trugen Bruder Satos Übersetzungen dazu bei, dass viele Japaner die heiligen Schriften in ihrer eigenen Sprache lesen und die Tempelzeremonien in ihrer eigenen Sprache vollziehen konnten.

Eine Gefährtin für die Ewigkeit

Boyd Packer kam 1946 nach Hause zurück und schrieb sich am Weber College (heute Weber State College) im nahegelegenen Ogden ein. Dort lernte er Donna Edith Smith kennen, die auch aus Brigham City stammte. Die beiden heirateten am 27. Juli 1947 im Logan-Tempel.

Sie bekamen dann zehn Kinder: Allan, Kenneth, David, Laurel, Russell, Spencer, Gayle, Kathleen, Lawrence und Eldon.

Bruder Packer wollte Lehrer werden, und er arbeitete an der Erfüllung dieses Wunschtraumes. 1948 schloss er das Weber Junior College ab und erhielt 1949 den Grad eines Bachelors von der Utah State University in Logan. Später -1953 - erhielt er von der Utah State University den Grad eines Masters und 1962 erhielt er von der Brigham Young University den Doktorgrad für Erziehungswissenschaften.

In diesen Jahren war er sehr beschäftigt. Zusätzlich zu seinen Berufungen in der Kirche - Lehrer, Pfahl-Zweitsekretär und Hoher Rat - fing er 1949 an, als Seminarlehrer zu unterrichten. Das alte Militärkrankenhaus in Brigham City, bei dessen Bau er geholfen hatte, wurde in eine staatliche Schule für Indianer umgewandelt, und von 1949 bis 1955 war Elder Packer im Bildungswesen für die Indianer zuständig - im Zusammenhang mit dieser Schule. Gleichzeitig war er eine Legislaturperiode lang im Stadtrat von Brigham City.

Mehr Verantwortung

Ab 1955 war Bond Packer im Bildungswesen der Kirche als Assistent für das Seminar- und das Institutsprogramm zuständig. Diese Stellung bekleidete er bis zum Oktober 1961, wo er als Assistent der Zwölf berufen wurde.

Die ersten Jahre seiner Ehe waren anstrengend, die Familie wurde immer größer, die Verantwortung nahm zu, und er setzte seine Ausbildung weiter fort. Wie hat er das alles geschafft?

„Das lässt sich in nur zwei Worten erklären: meine Frau”, sagt Elder Packer. „Sie ist vollkommen.” - Seine Frau lächelt bei diesen Worten. „Er sagt das nur, damit ich mich noch mehr anstrenge, besser zu werden”, erklärt sie.

Es ist aber ganz offensichtlich, dass Donna Packer viel geleistet hat - sie ist eine gute Hausfrau, setzt ihre vielen Talente im Dienst in der Kirche ein und betreibt genealogische Forschung. Außerdem schreibt sie derzeit ein Buch über die Abstammungslinie der Familie Packer. „Sie hat großen Einfluss auf mich und motiviert mich sehr”, sagt Elder Packer.

Die Bedürfnisse der Kinder erfüllen

Was die Kinder angeht, stimmen Elder Packer und seine Frau fast völlig überein. Elder Packer sagt, das sei dadurch entstanden, dass sie im Verlauf ihrer Ehe gemeinsam gewachsen seien. Seine Frau fügt noch an, dass sie deshalb der gleichen Meinung seien, weil sie sich die Mühe gemacht hätten, gemeinsam zu planen, und zwar weit im voraus zu planen, um auf die Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen zu können und jedem Kind zu helfen, seine Talente mit Hilfe der geeigneten Schule zu entwickeln.

Bis auf zwei der verheirateten Kinder leben alle in der Nähe ihrer Eltern, höchstens eine Stunde mit dem Auto entfernt. Das gilt auch für dreißig ihrer siebenunddreißig Enkelkinder. Die Kinder besuchen ihre Eltern häufig. (Auf Drängen von Elder Packer und seiner Frau bemühen sie sich auch, die Familie ihres Partners oft zu besuchen.) Schwester Packer plant jeden Sommer eine Zusammenkunft für ihre Familie; sie sucht sich dafür ein Motto aus, das etwas mit einem Vorfahren der Familie zu tun hat, und beschäftigt sich mit dem Beruf des Betreffenden oder mit dem, was er getan hat.

Als die Kinder groß wurden, war die Mutter der Mittelpunkt des häuslichen Lebens. Sie musste sie anspornen und für beide Elternteile sprechen, wenn ihr Mann aufgrund seines Dienstes in der Kirche nicht zu Hause war. Aber die Kinder wussten immer, dass er ihre Mutter und auch sie unterstützte. Elder Packer sagt: „Ich habe versucht — ernsthaft versucht —, wirklich mit den Kindern zusammen zu sein, wenn ich zu Hause war.” Das bedeutet, dass er sich jeden Tag für jedes Kind ein bisschen Zeit nahm, wenn es eben ging. Allan Packer sagt, sein Vater habe jede Gelegenheit zum Lehren wahrgenommen. Noch heute fragen Elder Packers Kinder ihren Vater um Rat.

An erster Stelle

Allan sagt: „Er ist der Patriarch. Er ist unser Vater, und das ist ihm am wichtigsten.” Laurel Packer Dillman sagt, ihr Vater sei immer sehr empfänglich für die Eingebungen des Geistes gewesen. Sie erzählt von ihrer Studienzeit an der BYU: „Ich weiß noch, dass er mich immer dann anrief, wenn es mir am schlechtesten ging.” Ein Wort des Trostes oder des Ansporns half ihr dann darüber hinweg.

Kenneth meint: „Ich versuche, mein Leben so zu führen und das Leben meiner Familie so auszurichten und meine Kinder so zu erziehen, dass Vater sich keine Sorgen darüber zu machen braucht, ob ich wohl nach dem Evangelium lebe.”

Vor ein paar Jahren sprach Elder Packer während einer Generalkonferenz in der Öffentlichkeit zu seinen Kindern und Enkelkindern über das Erbe, das er ihnen hinterlassen möchte, und sagte, er hoffe, seine Ansprache möge auch anderen helfen.

„Wir möchten, dass unsere Kinder und deren Kinder wissen: Es geht im Leben nicht um die Entscheidung darüber, ob man berühmt oder unbekannt, arm oder reich ist, sondern es geht um die Entscheidung zwischen Gut und Böse... . Wenn wir dies endlich begreifen, hängt unser Glücklichsein hinfort nicht mehr von Materiellem ab. Wir können ohne derlei glücklich sein, und wir können erfolgreich sein, obwohl wir es besitzen... . Es beginnt für uns jetzt eine unsichere Zukunft. Aber wir sind nicht unsicher. Kinder, gebt Zeugnis! Baut Zion auf! Dann werdet ihr wahren Erfolg finden und ganz glücklich sein.” (Der Stern, April 1981, Seite 42, 44.)

Elder Packer hat Ansprachen über viele Themen gehalten. Allan erzählt, sein Vater mache seine „Hausaufgaben” gut, er berate sich mit Experten und verbinde seine geistigen Erkenntnisse mit den Informationen, die sie ihm geben. „Er verwendet unzählige Stunden auf seine Ansprachen.” Aber er tut auch vieles, was die Mitglieder der Kirche normalerweise gar nicht sehen.

Ein wirklicher Lehrer

„Elder Packer ist ein wirklicher Lehrer”, sagte Elder James E. Faust vom Rat der Zwölf. „Zwar sind alle Zwölf Lehrer, aber er ist der Lehrer unter ihnen.” Er gehöre schon lange zu diesem Kollegium, und seine Weisungen und Entscheidungen zeigten, dass er weiß, wie sie sich auf die Kirche und ihr Volk auswirkten, erklärte Elder Faust.

Weiter sagte er noch, dass die heiligen Schriften Elder Packer sehr am Herzen liegen und dass er sie oft bei seiner Führungsaufgabe verwendet. Das hat die Richtung beeinflusst, die die Kirche genommen hat.

Elder Russell M. Nelson vom Rat der Zwölf erzählt, dass Elder Packer, wenn das Kollegium über ein Problem nachdenke, oft in seinem Gedächtnis nach diesbezüglichen Lehren im Buch Mormon suche und sie dann in das Gespräch einbringe.

Das Buch Mormon hat sich sehr auf Elder Packers Leben ausgewirkt. Elder Nelson meint: „Ohne das Buch Mormon wäre Elder Packer nicht der Prophet, der er ist. Er ist ein begabter Seher.”

Weiter fügt Elder Nelson an, dass Elder Packers Lehren aus den heiligen Schriften von „tiefgehendem Verständnis” geprägt seien.

Manche Themen scheinen in seinen Reden immer wieder aufzutauchen, beispielsweise die Errettung, die Missionsarbeit, wie wichtig es ist, auf die Stimme des Geistes zu hören, dass wir die auserwählten Führer des Herrn unterstützen müssen und dass Gehorsam der Schlüssel zum Glücklichsein ist. Aber eins bleibt immer gleich — sein sicheres Zeugnis, dass seine Berufung darin besteht und dass es sein Recht ist, zu geben. In seiner Ansprache während der Frühjahrs-Generalkonferenz im April 1977, die den Titel „Der Mittler” trägt, erklärte er die wichtige Rolle, die Christus bei der Erlösung der Menschen spielt, und fügte dann an:

„Ich habe immer den großen Wunsch gehabt, Zeugnis vom Herrn Jesus Christus zu geben. Ich habe mich danach gesehnt, Ihnen in so einfachen Worten wie möglich zu sagen, was er getan hat und wer er ist.
Ich weiß zwar, wie unzureichend bloße Worte sein können, aber ich weiß auch, dass der Geist solche Gefühle vermittelt, oft auch ohne Worte.
Manchmal leide ich unter der Last der Unvollkommenheit Aber weil ich weiß, dass Gott lebt, kehren Glück und Freude immer wieder zurück.”

Boyd K. Packer gibt Zeugnis

Übersetzt

Elder Packer gibt Zeugnis davon, nämlich dass die Prophezeiung Maleachis, dass Elia kommen werde, sich bereits erfüllt hat.

verwendete Quellen

  • Der Stern, Mai 1987


Rat der Zwölf Apostel
Boyd K. Packer | L. Tom Perry | Russell M. Nelson | Dallin H. Oaks | M. Russell Ballard | Joseph B. Wirthlin | Richard G. Scott | Robert D. Hales | Jeffrey R. Holland | David A. Bednar | Quentin L. Cook | D. Todd Christofferson
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