Bischof

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Das Amt des Bischofs ist eines der kirchlichen Schlüsselpositionen innerhalb der Kirche Jesu Christi. Er ist der Führer einer örtlichen Gemeinde. Das Amt des Bischofs unterscheidet sich von demselben Amt in anderen Glaubensgemeinschaften. In anderen Kirchen mag ein Bischof ein großes geografisches Gebiet betreuen mit einer großen Anzahl von Gemeinden. Die Position eines HLT-Bischofs dagegen kommt der eines Pastors bzw dem Priester eines Kirchspiels am nächsten. Es gibt immer nur einen Bischof für eine Gemeinde.

Inhaltsverzeichnis

Pflichten eines Bischofs

Das Bischofsamt ist voller Verantwortung und die Pflichten sind sehr anspruchsvoll. Es gibt zwei männliche Ratgeber, die einem Bischof beistehen und zusammen die Bischofschaft bilden und sich die Verantwortung in der Gemeinde und den Programmen teilen. Sie laden andere Mitglieder der Gemeinde ein, verantwortliche Positionen zu übernehmen und zahlreiche Aufgaben in vielen Programmen der Gemeinde zu erfüllen. Der Bischof ist letztendlich verantwortlich für den Dienst all dieser Programme innerhalb der örtlichen Gemeinde und der Pflege der geistigen Bedürfnisse eines jeden Mitglieds. Er ist ebenfalls zuständig für die körperlichen Bedürfnisse der Mitglieder, besonders für die Kranken, Alten und Behinderten.

Der Bischof dient als Präsident der Träger des aaronischen Priestertums (im allgemeinen junge Männer zwischen zwölf und achtzehn Jahren) und ist verantwortlich für alle ihre Aktivitäten. Er ist ein ordinierter Hoherpriester im Melchisedekischen Priestertum und ist der präsidierende Hohepriester und Richter der örtlichen Gemeinde. Als solcher ermittelt er die Würdigkeit aller Mitglieder seiner Gemeinde und leitet die Durchführung der heiligen Verordnungen. Er investiert oft enorm viel Zeit, um die Mitglieder seiner Gemeinde zu besuchen oder Gespräche mit ihnen zu führen. Er beurteilt ihre Würdigkeit, Berufungen zu erhalten, um in Positionen kirchlicher Verantwortung zu dienen, um teilzuhaben an heiligen Verordnungen, um das Priestertum zu bekommen und um Tempelarbeit zu tun. Bei Bedarf kann der Bischof einbezogen sein in die Beratung und Verwaltung eines Kirchegerichtes der Mitglieder.

Der Bischof ist ebenfalls dafür verantwortlich sicherzustellen, dass alle Verordnungen korrekt durchgeführt und korrekte Berichte darüber geführt werden. Seine Leitung oder Bewilligung ist notwendig für Taufen, Konfirmationen, Dienst am Abendmahl, Segnungen und Namensgebungen der Babys und der Priestertumsordination für Mitglieder seiner Gemeinde.

Er ist fernerhin dafür verantwortlich, die finanziellen Abgaben der Gemeindemitglieder einzusammeln und darüber Buch zu führen und um die für die örtlichen Kirchenprogramme notwendigen Mittel auszuteilen. Er entscheidet, welche Geld- oder Sachleistungen notwendig sind, um den Bedürftigen in der Gemeinde zu helfen. Er arrangiert und leitet Begräbnis-Gottesdienste und kann Eheschließungen vollziehen (sofern nach lokalen Gesetzen erlaubt). (In Deutschland nicht; in USA ja).


Ein Bischof wird ausgewählt

Ein Bischof ist ein männliches Mitglied einer örtlichen Gemeinde, in seine Position berufen durch den Pfahlpräsidenten, nachdem der Präsident der Kirche ihn zu diesem Amt bestätigt hat. Bischöfe suchen weder dieses Amt noch lassen sie sich wählen in der Kirche. Pfahlpräsidenten entscheiden gebeterfüllt, wer Bischof über eine Gemeinde sein sollte nachdem viele Faktoren berücksichtigt wurden, solche wie Reife, Zeugnis, Richterspruch, Verfügbarkeit und Engagement. Die Beschreibung eines Bischofs im Neuen Testament ist ein entscheidendes Kriterium beim Beschluss.

Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen? Er soll kein Neugetaufter sein, damit er sich nicht aufblase und dem Urteil des Teufels verfalle. (1. Timotheus 3:2-6)

Erst vom Pfahlpräsidenten gewählt, dann vom Präsidenten der Kirche bestätigt wird der weitsichtige Bischof vom Pfahlpräsidenten interviewt und für die Position berufen. Sein Name wird dann der örtlichen Gemeinde während einer öffentlichen Versammlung präsentiert und eine zustimmende Abstimmung wird abgehalten. Der Bischof wurde nicht gewählt; die Abstimmung ist in ihrer Beschaffenheit eine Bestätigung — ein Weg für die örtliche Mitgliedschaft, ihr Einverständnis zu dieser Berufung zu bekunden, die vom Pfahlpräsidenten erteilt wurde. Der Bischof wird dann allgemein vom Pfahlpräsidenten unter der Führung der Ersten Präsidentschaft der Kirche ordiniert und in seine neue Berufung eingesetzt.

Amtszeit eines Bischofs

Es gibt keine wirklich festgesetzte Zeit für die Amtszeit als Bischof, doch im allgemeinen dienen sie in etwa fünf Jahre. Es wird ein neuer Bischof berufen, wenn die Amtszeit des bestehenden Bischofs abgelaufen ist, wenn einen neue Gemeinde organisiert wird oder wenn der amtierende Bischof aus irgendwelchen Gründen seine Amtszeit nicht vollenden kann.

Die Kirche beschäftigt einen Laien-Prediger, was bedeutet, das die Mitglieder ohne formelle Schulung und ohne Bezahlung in ihren kirchlichen Ämtern dienen - einschließlich die des Bischofs. Ein Bischof hat normalerweise eine reguläre Beschäftigung, etwa sowas wie Ingenieur, Busfahrer, Lehrer, Manager oder Polizist. Die Pflichten, die zu dieser Position gehören, werden während der Freizeit des Mitglieds ausgeführt, wenn er sich nicht berufsbedingte oder familiäre Angelegenheiten kümmern muss.

Wenn die Amtszeit des Bischofs abgelaufen ist, wird er durch einen neuen Bischof ersetzt. Trotz dieses Wechsels ist es nicht ungewöhnlich für einen ehemaligen Bischof während seines Lebens immer noch Bischof genannt zu werden, gemäß der Liebe und des Respekts der Gemeindemitglieder, die er gesammelt hat während seines aktiven Dienstes in diesem Amt.

Externe Links

weiterführendes Material

  • der Sterm, Juli 1997 S. 21: "Bischof, Hilfe!" von Dallin H. Oaks
  • 152. Herbst-Generalkonterenz, der Stern April 1983 S. 52: "Denn ein Bishof muß unbescholten sein" von L. Tom Perry
  • Der Stern April 1985 S. 28: Das Amt des Bischofs von Robert D. Hales

155. Frühjahrs-Generalkonferenz, der Stern April 1985 S. 28: Das Amt des Bischofs - von Robert D. Hales

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