Allgemeine Zustimmung

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Das Gesetz der allgemeinen Zustimmung ist ein ewiges. Es wurde vom Herrn schon beim Rat im Himmel angewendet, um den Plan der Erlösung beschließen zu lassen, und es wird in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage angewendet, um Diener Gottes und Programme zu bestätigen.

  • „Und alles soll in der Kirche mit allgemeiner Zustimmung getan werden, durch viel Beten und Glauben, denn alles sollt ihr durch Glauben empfangen LuB 26:2)."
  • „Denn alles muß in Ordnung geschehen und durch allgemeine Zustimmung in der Kirche, durch das Gebet des Glaubens (LuB 28:13)."
  • Der Grundsatz, wonach die Mitglieder der Kirche diejenigen bestätigen, die berufen sind, in der Kirche zu dienen; dies gilt auch für andere Entscheidungen innerhalb der Kirche, welche die Unterstützung durch die Mitglieder erforderlich machen; geschieht in der Regel durch Erheben der rechten Hand.
  • Jesus Christus steht an der Spitze seiner Kirche. Er leitet die Führer der Kirche bei wichtigen Vorhaben und Entscheidungen durch die Inspiration des Heiligen Geistes. Alle Mitglieder der Kirche haben jedoch das Recht und die Gelegenheit, den Vorhaben und Entscheidungen ihrer Führer zuzustimmen beziehungsweise nicht zuzustimmen. (Schriftenführer: allgemeine Zustimmung)
  • Der Grundsatz der allgemeinen Zustimmung ist das Prinzip, wie Mitglieder der Kirche Jesu Christ der Heiligen der Letzten Tage teilnehmen an den Entscheidungen der Kirche (siehe Exodus 24:3 und LuB 20:65). Alle Mitglieder haben das Recht, den Entscheidungen ihrer Führer zuzustimmen oder abzulehnen, indem sie die Hand heben, wenn sie darum gebeten werden. Diejenigen, die die Entscheidungen ablehnen, können ihre Hände nach den Zustimmungen erheben.
  • In Kirchenräten muß jede Entscheidung einmütig sein. In der Welt regiert die Mehrheit und die Minderheit wird übergangen. In Kirchenräten Einmütigkeit zu erlangen ist möglich, weil es niemanden gibt, der selbstsüchtige Interessen hegt, für die er kämpft. In solchen Versammlungen gibt es sowas nicht, wo der Geist des Herrn in Rechtschaffenheit herrscht und in Heiligkeit, Herzensdemut, Sanftmut und Langmut, in Glauben und Tugend, in Erkenntnis, Mäßigkeit, Geduld, Gottesfurcht, brüderlicher Güte und Barmherzigkeit. Wenn alle Mitglieder sich bestrben, ihre Ansichten bei jeder Frage, die besprochen wird, diesen Idealen anzupassen und alle persönlichen Überlegungen aus dem Spiel zu lassen, kann Einigkeit erreicht werden. Wenn so beraten wird, sagt zwar jeder frei seine Meinung, aber wen die Meinung der Mehrheit gerüft wird, beruht sie immer auf Wahrheit, und die Minderheit schließt sich gern an. Von solchen Ratsversammlungen kannin Wahrheit gesprochen werden: 'Vox populi, vox Dei` (Die Stimmes des Volkes ist die Stimme Gottes) (Kommentar zu Lehre und Bündnisse, Deseret Book Company, 1951, S. 701).
  • „Manche haben vielleicht das Gefühl, dass die Gdanken- und Redefreiheit des einzelnen dadurch zerstört wird, dass wir ns nach dem Willen unserer Führer richten. Ich möchte Ihnen versichern, dass das Gefühl, auch nur irgendwie unter Zwang zu stehen, völlig schwindet, wenn man enmal den wahren Geist dieses Werkes erfasst hat. nsere Einmütigkeit in Gedanken und Taten wird nicht, wie manche Menen durch irgendeine Form von Zwang oder Druck erzielt. Unsere Einmütigkeit wird vielmehr durch die allgemeine Anerkennung richtiger Grundsätze und den Geist Gottes des Vaters erreicht, und sie wird vor allem dadurch zuwege gebracht, dass wir sonst befürchen, Gottes, des Urhebers des Werkes, Missfallen zu erwecken." (President Stephen L. Richards, Conferenzbericht, Oktober 1938, S. 116).
  • „Wemn unsere Führer etwas sagenm sollen wir gehorsam sein; wenn sie uns eine Weisung erteilen, sollen wir sie befolgen; wenn sie rufen, sollen wir gehen. Wir sollen aber nicht blindlings gehorchen wie Werkzeuge, Sklaven oder Leibeigene. Kein wahrer Heiliger der Letzten Tage handelt so. Kein Mann und keine Frau, die das Evangelium wahrhaft angenommen haben, haben jemals so gehandelt, sondern sie haben im Gegenteil froh auf die Worte der Diener Gottes gehört, soweit sie imstande waren, sie zu verstehen. Die Schwierigkeit besteht nicht darin, die Heiligen zu veranlassen, das Rechte zu tun, sndern, sie dazu zu führen, dass sie verstehen was recht ist.” (Joseph F. Smith, Journal of Discourses, vol. 12, S. 329).
  • Eine ernsthafte Versammlung gesteht den Mitgliedern das Recht ein, an dem Grundsatz der allgemeinen Zustimmung teilzunehmen, der durch Offenbarung eingerichtet wurde und die befugt, diejenigen zu unterstützen, die in offizielle Ämter berufen wurden. (David B. Haight, „Ein vom Herrn erwählter Prophet” Ensign, Mai 1986, 7).
  • Gestern wurden die Führungsgremien der Kirche gemäß dem Grundsatz der allgemeinen Zustimmung im Amt bestätigt. Nicht einer der führenden Beamten trachtet nach solch einem Amt, noch lehnt er eine Berufung dazu ab – weil er weiß, dass sie auf Offenbarung von Gott beruht.(Dieter F. Uchtdorf, „Die Gelegenheit, Zeugnis zu geben” Liahona, Nov 2004, 74–76).

Allgemeine Zustimmung im vorirdischen Dasein

  • „Und dies ist die Weise, nach der sie ordiniert wurden — sie waren von Grundlegung der Welt an gemäß dem Vorherwissen Gottes und aufgrund ihres außerordentlichen Glaubens und ihrer guten Werke berufen und vorbereitet; zuallererst war es ihnen überlassen, Gut oder Böse zu wählen; weil sie nun das Gute erwählt und überaus großen Glauben ausgeübt haben, sind sie durch eine heilige Berufung gberufen, ja, durch jene heilige Berufung, die zusammen mit einer vorbereitenden Erlösung und gemäß derselben für so jemand bereitet worden ist.” (Alma 13:3).
  • Der Prophet Joseph Smith lehrte, „Jeder Mann, der eine Berufung hat, die Einwohner der Welt zu regieren, wurde zu diesem Zweck im Großen Rat im Himmel ordiniert, ehe denn die Welt war" (Teachings of the Prophet Joseph Smith, S. 365).
  • Bei dem großen Rat im Himmel, als der große Plan der Errettung für die Kinder Gottes vorgelegt wurde, sagte Jesus: „Hier bin ich, sende mich“, und „Vater, dein Wille geschehe, und dein sei die Herrlichkeit immerdar“. So wurde er unser Erretter. Doch der Satan, der als „ein Sohn des Morgens“ in hohem Ansehen stand, erwiderte, dass er kommen und „die ganze Menschheit erlösen [werde], dass auch nicht eine Seele verloren gehe.“ Der Satan stellte zwei Bedingungen: Erstens sollte den Menschen die Entscheidungsfreiheit verwehrt werden, und zweitens sollte ihm die Ehre zufallen. Mit anderen Worten, für ihn sollte etwas dabei herausspringen. Und somit wurde er der Vater der Lügen und der Selbstsucht. (James E. Faust, „Was springt für mich dabei heraus?,” Liahona, Nov 2002, S. 19).
  • In den Offenbarungen wird darauf hingewiesen, dass ein Großer Rat im vorirdischen Dasein einberufen wurde. Alle geistigen Kinder des himmlischen Vaters waren anwesend. Der Zweck dieses Rates war, uns vorzubereiten auf unsere irdischen Erfahrungen. Wir wurden über alles notwendige belehrt, um in die Gegenwart des Himmlischen Vaters zurückkehren zu können. Wir haben tatsächlich unsere ersten Lektionen in der Geisterwelt bekommen, und wurden darauf vorbereitet, in der Zeit Des Herrn hervorzukommen (L. Lionel Kendrick, “Our Moral Agency,” Ensign, Mar 1996, 28).”
  • Nun hatte der Herr mir, Abraham, die Intelligenzen gezeigt, die geformt wurden, ehe die Welt war; und unter allen diesen waren viele von den Edlen und Großen (Abraham 3:22). Und Gott sah diese Seelen, daß sie gut waren, und er stand mitten unter ihnen, und er sprach: Diese werde ich zu meinen Herrschern machen; denn er stand unter denen, die Geister waren, und er sah, daß sie gut waren; und er sprach zu mir: Abraham, du bist einer von ihnen; du wurdest erwählt, ehe du geboren wurdest.(Abraham 3:23)

verwendete Quellen

Englischer Originaltext

zusaätzliches Material

  • Der Stern August 2974 S. 315: Wer dem zustimmt, zeige es
  • Der Stern November 1974 S. 468: Das Volk sagt Amen
  • Der Stern August 1968 S. 329: Wer dem zustimmt, hebe die Hand!
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