Ahnenforschung
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Die Lehre von der Brüderschaft der Menschen und die Grundsätze der Vereinigten Ordnung und der Zusammenarbeit zeigen, wie notwendig es ist, dass wir uns dem gemeinsamen Wohl widmen. Dieser dringende Wunsch der Kirche, allen zu dienen und Brüderlichkeit unter der Menschheit zu pflegen, wird wohl nirgends besser ausgedrückt als im Werk für die Toten.
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Alle müssen erlöst werden
Die Tempelarbeit beruht auf dem Grundsatz des Großen Plans, dass alle erlöst werden müssen, oder dass ihnen wenigstens die Gelegenheit zur Erlösung gegeben werden muss. Menschen, die die Verordnungen des Evangeliums auf Erden nicht annehmen konnten, brauchen nicht der Vorrechte der Mitgliedschaft der Kirche verlustig zu gehen oder die Segnungen zu entbehren, die denen zuteil wird, welche die Wahrheit annahmen. Für solche verstorbenen Personen müssen alle notwendigen Verordnungen der Kirche stellvertretend vollzogen werden. Stellvertretende Arbeit ist nicht neu, denn sie ist in den verschiedensten Formen vom ersten Tage an ausgeführt worden. Im gewöhnlichen täglichen Leben wird einem Menschen die Autorität erteilt, eine anerkannte Handlung für einen anderen zu vollziehen, wenn er die gesetzliche Vollmacht dazu erlangt hat. Das Werk Christi war ausgesprochen stellvertretender Art, denn er sühnte die Tat Adams.
Irdische Verordnungen
Der Evangeliumsplan setzt sich aus großen, ewigen Wahrheiten zusammen. Alle Vorschriften zur Führung des Menschen auf Erden haben ihre ewigen geistigen Gegenstücke. Die irdischen Verordnungen des Evangeliums spiegeln himmlische Verordnungen wider. Die Taufe, die Gabe des Heiligen Geistes und die Tempelarbeit sind zum Beispiel in Wirklichkeit irdische, sinnbildliche Darstellungen von Wahrheiten, die im ganzen Weltall bestehen; sie sind Sinnbilder von Wahrheiten, die anerkannt werden müssen, wenn der Große Plan erfüllt werden soll. Die Ausführung dieser irdischen Symbole bildet einen wichtigen Teil des Erdenlebens, und da sie irdische Sinnbilder und ausdrücklich für die Erde bestimmt sind, können sie nur auf der Erde ausgeführt werden. Damit unbedingte Gerechtigkeit herrsche und der ewigen Gerechtigkeit Genüge geleistet werde, müssen alle Menschen diese irdischen Verordnungen annehmen, um eine Fülle der Freude zu erlangen. Es gibt im nächsten Stande weder eine Wassertaufe noch eine Übertragung der Gabe des Heiligen Geistes durch das Auflegen der Hände von auf Erden Bevollmächtigten. Die Gleichwerte zu diesen Verordnungen bestehen ohne Zweifel in jedem Daseinszustand; aber nur so, wie sie auf dieser Erde gegeben wurden, können sie denen, die auf Erden gelebt haben, auf ihrem Weg zum Fortschritt helfen. Aus diesem Grunde muss das Werk für alle, die aus diesem Leben geschieden sind, ohne dass an ihnen die irdischen Verordnungen vollzogen wurden, die die Bedingungen zum Beitritt der Kirche bilden, hier auf Erden getan werden. Stellvertreter müssen sich für sie im Wasser taufen, müssen sich die Hände auflegen und Tempelverordnungen vollziehen lassen. Durch diese Methode ist der Weg zum ewigen Leben unveränderlich festgelegt, alle müssen ihn ehrlich und auf die gleiche Weise gehen. Würde von dieser Verordnung irgendwie abgewichen, dann würden sich die Menschen nach kurzer Zeit schon das Recht anmaßen, alle möglichen verschiedenen Methoden aufzustellen, durch die angeblich ewige Freude erlangt werden könnte. Das wäre unnatürlich, denn überall in der Natur herrscht eine bestimmte Ordnung.
Ein Werk der Liebe
Das Werk für die Toten erfordert von den Lebenden viele Opfer. Urkunden müssen gesammelt, genaue Auskunft über die Geburts- und Sterbedaten sowie andere wichtige Ereignisse müssen eingeholt werden, und die Begabungen für jede einzelne verstorbene Person nehmen den größten Teil eines Tages in Anspruch — und all dies wird gewöhnlich für einen Menschen getan, der schon lange tot ist, von dem der im Tempel Arbeitende gar keine genaue Kenntnis hat, außer der seines Namens und seiner Lebensjahre. Daraus folgt, dass dieses Werk nur aus Liebe zu unseren Mitmenschen getan werden kann. Junge wie alte Leute können das Werk für die Toten im Tempel tun; und es ist tatsächlich jung und alt daran beteiligt. Besonders am Abend ihres Lebens, wenn mehr Zeit für solche Arbeit übrigbleibt, geben sich manche ganz und gar diesem Werk der Liebe hin. Die Tempelarbeit für die Toten, der Tausende ihre Zeit und Mittel opfern, hat zur Folge, dass eine Flut von Liebe zur Menschheit über das Volk ausgegossen wird.
Die erforderlichen Urkunden
Bevor die Erde in ihren nächsten Daseinszustand übergeht, muss das Werk für alle Lebenden und Toten in den Tempeln getan sein. Erst wenn dies geschehen, wird sich der Vorhang heben, und dem Menschen wird Einblick in das vollkommene Dasein gewährt werden. Um das Werk für die Toten zu tun, die auf Erden das Evangelium nicht annahmen, ist das vollständige Geschlechtsregister des Menschengeschlechts erforderlich. Dieses zu erlangen, ist eine Riesenaufgabe. Die verschiedenen Lebensbedingungen und die Veränderungen, denen das Menschengeschlecht unterworfen war, hatten oft zur Folge, dass keine Urkunden geführt wurden oder dass sie verlorengingen. Die sorgfältigste menschliche Forschung wird sie nicht alle offenbar machen können. Es geht jedoch, wie erklärt wurde, in einem intelligenten Weltall nichts gänzlich verloren. Das Geschlechtsregister eines jeden Menschen besteht und wird durch irgendwelche Mittel und Wege gefunden werden, bevor das Werk auf Erden vollendet ist. Inzwischen wird eine überirdische Macht dem Menschen nur dann zu Hilfe kommen, nachdem er persönlich alle Anstrengungen zur Sammlung seiner Urkunden gemacht hat; und deshalb müssen die Menschen die vorhandenen Urkunden des Menschengeschlechts ausfindig machen. Wenn das im Laufe der kommenden Jahre geschehen ist, kann der Mensch versichert sein, dass die Götter, die unsere Erde leiten, kommen werden, um uns in diesem bedeutenden Teil des Erlösungswerkes zu helfen.
Infolgedessen besteht in der Kirche ein großes Interesse für alle genealogischen Angelegenheiten. Jeder sucht seinen eigenen Stammbaum aufzustellen, und wenn er dies erreicht hat, bemüht er sich, die Stammbäume anderer zusammenzustellen. Eine solche Arbeit vertieft die Ergebenheit zur Familie und wird so zur Quelle vieler Tugenden. Deshalb schreibt die Kirche die Geschichte der Genealogie ihrer Mitglieder nieder und bewahrt sie sehr sorgfältig auf. Die religiöse Geschichte zeigt, dass zu allen Zeiten, wann die Kirche auf Erden war, Geschlechtsregister sorgfältig geführt und aufbewahrt worden sind.
Die Wirkungen
Das Werk für die Toten hat weitgehende Wirkungen. Ersten stellt es eine enge Verbindung her zwischen denen, die gelebt haben, und denen, die auf Erden leben. Die Herzen der Kinder sind zu den Vätern gekehrt und die Herzen der Väter zu den Kindern. Es ist in der Tat ein wesentlicher Grundsatz des Großen Plans, dass alle gemeinsam zum endgültigen Wohl eines jeden wirken können. (Mal 3:23–24]
Der Grundsatz der unendlichen, liebevollen Brüderlichkeit unter den Menschen, wie es im Werk für die Toten zum Ausdruck kommt, muss im täglichen Dasein auf die Lebenden angewandt werden. Wenn soviel Arbeit geleistet, soviel Zeit und Energie angewandt und soviel Sorgfalt auf die Erlösung der Toten verwandt wird, wieviel mehr sollten wir den Lebenden helfen, sie lieben und unterstützen! Die Lebenden müssen immer in erster Linie bedacht werden. Wenn dieser Grundsatz in unser tägliches Leben hineingetragen wird, heißt das soviel, wie einander beständig und unter Opfern helfen. Nur dann wird das Opfer für die Toten nicht vergebens sein.
Das Werk für die Toten ist ohne Zweifel ein Sinnbild des großen Weltallgesetzes, nach dem alles zusammen und nicht einzeln vorwärtsgeht. Dieser Grundsatz ist in seiner Anwendung auf das tägliche Leben unter den Lebenden so groß, dass er eines der mächtigsten Prinzipien bildet, die zur menschlichen Brüderlichkeit und Liebe beitragen.
Siehe auch Taufe für die Toten
Externe Links
- 5000 Fuß-Klicks fürs Namen-Konto - Zeitungsartikel der Mainpost
- Genealogische Forschungsstellen
- Genealogische Forschungsstellen
- Die Enzyklopädie des Mormonismus - Genealogie-Archiv
- Schriftenführer: Errettung für die Toten (engl.)
- Schriftenführer: Stellvertretende Heilige Handlungen (engl.)
- Schriftenführer: Taufe, taufen — Taufe für die Toten (engl.)
- Das Herz der Kinder wird sich den Vätern zuwenden - von Elder David A. Bednar als Video
- Schriftenführer: Geneologie (engl.)
weiterführendes Material
- 164. Herbst-Generalkonferenz, Stern Januar 1995 S. 77: „Der Geist des Elija" von Elder Russell M. Nelson Link
- 161. Frühjahrs-Generalkonferenz, der Stern Juli 1992 S. 72: „Das gesamte Menschengeschlecht miteinander verbinden" - von Elder David B. Haight Link
- 161. Frühjahrs-Generalkonferenz, der Stern Juli 1992 S. 72: „Erlösung der Toten" - von Elder Earl C. Tingey Link